Ausbildung zum Krankenpfleger. Bereitschaft / Voraussetzungen?

10 Antworten

Vor Chemie brauchst du keine Angst haben, das hält sich sehr in Grenzen. In die Geräte wirst du eingearbeitet. Es gibt Bereiche, die technischer sind als andere, aber da kann man sich nach dem Examen immer noch überlegen, wohin man will.

Sehr oft Nachtschicht - kommt drauf an. Teilweise gibt es noch Dauernachtwachen, meistens wird der Nachtdienst vom gesamten Team abgeleistet. Meistens gibt es da einige, die lieber Nachts arbeiten als andere. Ich arbeite mit insgesamt 14 Kollegen, wir decken die Nächte selber ab - d.h., einmal im Monat 1-3 Nächte.

Überforderung resultiert daraus, das man dem Patienten gerecht werden möchte, dieses aber nicht kann, weil zu wenig Personal da ist, weil zu wenig Zeit ist, weil man noch sooo viele andere Dinge erledigen muss. Ich kenne inzwischen viele Kollegen, die nach 15, 20 Jahren Berufserfahrung die Branche komplett wechseln, weil sie das nicht mehr können und wollen.

Du brauchst dir keine sorgen machen um zu viele Nachtschichten.. In Deutschland darf man max. 120 stunden in der Ausbildung absolvieren um zum examen zugelassen zu werden. Ausserdem finden Nachtschichten erst im 2. lehrjahr statt. Bzgl. Chemikalien: eigenschutz steht immer an erster stelle.. Mit umgang mit Chemikalien oder Medikamenten wird dir immer ne examinierte pflegekraft zur seite stehen

Vorab: Ich bin kein Krankenpfleger. Aber ich kenne welche.

Sie beschreiben dass Überforderung oft so, dass sie durch immer mehr Bürokratie (Pflegeprotokolle etc.) immer weniger für ihre eigentliche Aufgabe, die Pflege der Patienten, haben. Sie stehen permanent unter Zeitdruck. D. h., für das Waschen eines Patienten stehen ihnen beispielsweise nur 4 Minuten (weiß jetzt nicht ob der Wert stimmt) zur Verfügung. Das da alles Menschliche auf der Strecke bleibt, ist sicher klar. Das überfordert viele mental, denn gerade alte und kranke Menschen wünschen sich Zuwendung.

Außerdem ist Krankenpfleger ein körperlich sehr anstrengender Job: Patienten heben usw.

Die Entlohnung ist für die Arbeit, die sie leisten, nicht in allen Fällen besonders toll.

Aber dennoch kenne ich viele, die mit Laib und Seele Krankenpfleger sind und diesen Job keinesfalls eintauschen würden. Ich persönlich habe große Achtung vor ihnen.

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