Ausbildung vor dem Studium International Business?

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2 Antworten

Nicht zu alt, aber es ist Zeitverschwendung. Wenn es mit dem Studium nicht hinhaut wirst Du von vielen Betrieben immer noch mit Kusshand für eine Ausbildung genommen (älter/mehr Lebenserfahrung als andere Abiturienten, die Gefahr, dass Du nach der Ausbildung das Unternehmen verlässt und studierst ist bei Studienabbrechern kleiner, eventuell kannst Du Wissen aus Deiner Studienzeit für die Ausbildung nutzen, etc.). Wenn es doch mit dem Studium klappt bist Du nur älter und hast quasi keine Vorteile durch die vorangegangene Ausbildung. Die 2 gewonnenen Jahre kannst Du lieber für Dein Studium nutzen: Damit lässt sich so viel anfangen, z.B. 2 Auslandssemester + 2 Auslandspraktika a 6 Monate. Oder zusätzlich noch einen Master und/oder Doktor machen. Die Ausbildung davor ist kein Nachteil, aber auch kein echter Vorteil und die Zeit lässt sich wie beschrieben so viel besser nutzen.


Ein anderer Punkt: Wieso Auslandsaufenthalt vor und nicht während des Studiums?

Apropos: Es gibt auch duale Ausbildungsprogramme, wo Du Bankkaufmann/Einzelhandleskaufmann/etc. und Bachelor (BWL) einer Berufsakademie in einem erwirbst und nicht länger dauern als nur Ausbildung oder nur Studium. Danach steht Dir dann sogar der Master an einer Uni offen.

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@BrettBohrer18

Danke für die Antwort! Na ja, das Ding ist, dass mein Abitur vermutlich eher so in dem Bereich 2,0-2,5 irgendwo landen wird, also jetzt nicht gerade überdurchschnittlich gut, sodass ich wohl mit Wartesemestern rechnen muss. Und für einen dualen Studienplatz angenommen zu werden ist doch denke ich noch schwieriger oder nicht? 

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@BrettBohrer18

Duales Studium ist aber "Druckbetankung" und aus meiner Sicht unnötiger Stress (==> siehe auch meinen u.a. Kommentar)!

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@Funkelsternx

Kommt auf die Hochschule und den Betrieb an, nicht überall gibt es so hohe NCs. Du solltest eben unter Umständen bereit sein umzuziehen. Für Betriebe sind auch andere Faktoren entscheidend außer der Abischnit. Auch an manchen Hochschulen gibt es zusätzlich Tests, z.B. in Englisch, die mit einfließen.

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@Nightstick

Das wäre jetzt nicht mal der stärkste Grund gegen ein duales Studium.

Verglichen mit einer normalen Ausbildung: Keine Berufsschule, dafür Hochschule, ansonsten genau so im Betrieb eingebunden. Meist abwechselnd 3 Monate im Betrieb arbeiten und 3 Monate studieren... Anspruchsniveau des Unterrichts natürlich höher und auch mehr Stoff. Das ist durchaus machbar für gute Abiturienten, die sich bei einer normalen Ausbildung oft eher langweilen.

Verglichen mit einem Studium: Keine Semesterferien, statt dessen in der Zeit im Betrieb arbeiten. Aber das große Aber: Auch gewöhnliche Studenten "müssen" oft in den Semesterferien jobben (um Geld zu verdienen, um zu leben) oder Praktika machen (weil es für den Lebenslauf notwendig ist, da ohne es nicht geht). Dadurch sind sie oft fast genau so zeitlich eingebunden. Das Anspruchsniveau des Unterrichts des dualen Studiums verglichen mit einem Universitätsstudium ist geringer, weniger theoretisch, weniger abstrakt, weniger schwierig und anspruchsvoll, dafür haut eben die zeitliche Belastung rein.

Der Hauptgrund gegen ein duales Studium wäre eher folgender: Wenn Du Dich für eine wissenschaftliche Laufbahn (forschungsorientierter Master, Doktor) entscheidest, dann hast Du mit dem Bachelor einer Berufsakademie nicht die besten theoretischen Grundlagen.

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@Brettbohrer18, das sehe ich anders!

Alle diejenigen, die vor dem Studium eine richtungsweisende Berufsausbildung (hier ggf. Kaufmann im Groß- und Außenhandel) absolviert haben, haben dies nie bereut - im Gegenteil: Sie wussten im Detail sehr viel besser, was sie studierten, und hatten es dabei  wesentlich einfacher.

Außerdem hat der Fragesteller mit seiner Ansicht, dass eine abgeschlossene Berufsausbildung eine gute Grundlage bildet, absolut Recht!

Und was die Zeitverschwendung angeht, halte ich dies für ein unsinniges Argument, da man auch nach Ausbildung und Studium immerhin noch ca. 40 Jahre (!) arbeiten muss...

Gruß @Nightstick 

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@Nightstick

Ich kenne auch BWL-Studenten mit und ohne vorangegangener kaufm. Ausbildung. Natürlich haben die Studenten mit vorangegangener Ausbildung es am Anfang des Studiums einfacher und sie dürfen sich bei manchen Themen ein wenig langweilen, da sich viel wiederholt (Rechnungswesen, etc.). Aber zwei Dinge: Trotzdem ist die Abbrecherquote von Studenten mit vorangegangener Ausbildung nicht geringer, da sie oft an Mathe, etc. scheitern, während sie sich bei anderen Themen langweilen. Oder aber quasi "abschalten" und es dann verpassen, wenn wieder etwas thematisch Neues kommt. Am Ende des Studiums sind dennoch beide Gruppen auf dem selben Stand, sofern sie es durchhalten.

Die Frage der Themenstellerin war nicht, ob es eine gute Grundlage ist, das Studium etwas erleichtert, das ist es sicherlich, sondern ihr ist der Aspekt wichtig, dass sie wenn es mit dem Studium nicht klappt zumindest die Ausbildung hat. Aber gerade das habe ich ja entkräftet, da es genug Presseartikel gibt, in denen steht, dass Studienabbrecher von Betrieben mit Kusshand für Ausbildungen genommen werden.

Nach dem Studium bekommen die Absolventen mit und ohne vorangegangener Ausbildung die selbe Position, die selbe Verantwortung, das selbe Gehalt, obwohl sie älter sind. Dagegen gibt es für Master im vergleich zu Bachelor einen Gehaltsplus, das selbe für Doktor- im Vergleich zu Master-Absolventen.

Und wenn sich eine Person mit Lehre+Studium bewirbt und die andere mit Studium+2 Auslandssemster+2 Auslandspraktika, dann wird garantiert die zweite Person bevorzugt.

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@BrettBohrer18

Da ich Deine Argumente "langweilen" und "abschalten" für abwegig halte, und Studienabbrecher kein Maßstab sein sollten, möchte ich mich zu Deinen Mutmaßungen hinsichtlich der Bevorzugung von Kandidaten gar nicht erst äußern...

Insgesamt klingt das alles für mich sehr theoretisch und praxisfremd!

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@Nightstick

Der einzige Grund für ihre Ausbildung war für die Themenerstellerin, dass sie als (mögliche) Studienabbrecherin nicht ganz ohne etwas dasteht. Und da die Ausbildung auch nach einem abgebrochenen Studium gut möglich ist, meist sind Studienabbrecher sogar diejenigen Azubis mit den besten Ergebnissen bei der Prüfung. Hochmotiviert etwas zu Ende zu bringen, oft mit guten Vorkenntnissen, intelligenter als der Durchschnittsazubi, etc.

Und Studienabbrecher sollten durchaus ein Maßstab sein, brechen doch in der Regel ein Drittel der Studenten ab.

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@BrettBohrer18

Genug diskutiert - die Fragestellerin hat jetzt reichlich Argumente, um sich für den richtigen Weg zu entscheiden!

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Außerdem wie kommst Du auf 23 (was nicht schlimm wäre)? Heutzutage ist fast überall G8, man verlässt mit 18 die Schule. Ein Aupairjahr o.ä. und Du bist 19. Die Ausbildung wird mit Abi idR von 3 auf 2 Jahre verkürzt. Dann bist Du 21.

Hatte jetzt mit 3 Jahren Ausbildung gerechnet, und noch ein Jahr dazu gerechnet für den Fall, dass das mit den Bewerbungen für den Ausbildungsplatz während des Auslandsjahres nicht so klappt, weil Vorstellungsgespräche z.B. sind dann ja etwas schwierig

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@Funkelsternx

Dann würde ich das eine Leerjahr zwischen Ausland und Ausbildung aber definitiv zum studieren nutzen. Hier musst Du einfach Onlineformulare ausfüllen, ggf. ausdrucken, Deine Unterlagen hinschicken und mit wenigen Ausnahmen nicht persönlich an Vorstellungsgesprächen oder Tests teilnehmen. Im Internet siehst Du welche Note man im Vorjahr zur Aufnahme des Studiums benötigt hat:

https://www.nc-werte.info/studiengang/numerus-clausus-bwl.html

 (Bei International Business könnte es möglich sein, dass Du einen standardisieren Englischtest nachweisen musst, bei normaler BWL eher nicht.)

Mit grün markiert siehst Du Hochschulen und Unis ganz ohne NC und viele haben auch einen niedrigeren als Du zu bieten hast.

Nach diesem einen Jahr weißt Du sehr wahrscheinlich, ob das Studium das richtige für Dich ist, oder ob Du lieber eine Ausbildung oder ein anderes Studium machen möchtest. Auch ein späteres Fortsetzen des Studiums ist denkbar.

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