Ausbildung verloren - Arbeitslos - brauche dringend hilfe

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5 Antworten

Es kommt auf das Einkommen Eurer Eltern an. Wenn die Eltern in der Lage sind, sie finanziell zu unterhalten, sind die zuständig. - Sind sie selbst so arm, wie das Gesetz es dazu vorsieht, kann sie Hartz IV beantragen.

Das mit Hartz IV und unter 25 (U25) und bei den Eltern wohnen müssen ist so:

Würde Deine Schwester jetzt bei den Eltern wohnen, und würden alle zusammen so arm sein, dass der Staat einspringt (= Hartz IV), müsste sie bis zu ihrem 25. Geburtstag dort wohnen bleiben.

Sie hat aber jetzt eine eigene Wohnung, und sie ist volljährig. Die Eltern müssen Deine Schwester nicht wieder bei sich aufnehmen. Falls das Arbeitsamt (oder Jobcenter) das anregt oder gar verlangt, geben die Eltern am besten diese Erklärung ab:

Erklärung der Eltern von U25jährigen, diese nicht wieder aufzunehmen

http://hartz.info/index.php?PHPSESSID=4b952db12d3c3bbbacf433e46b01f61a&topic=12771.0

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Wie hier schon geschrieben: Sie hätte erst zum Arzt gehen müssen und dann mit Genehmigung des Jobcenters kündigen.

Nun empfehle ich: Blitzschnell zum Arzt. Bestenfalls bestätigt er, dass Deine Schwester aus gesundheitlichen Gründen = Allergie ihre Arbeit nicht mehr ausführen kann.

Blitzschnell muss sie auch zum Arbeitsamt oder zum Jobcenter (wenn das Arbeitsamt für sie nicht zuständig ist, wird sie zum Jobcenter geschickt) und sich arbeitslos melden.

ich rate dringend, dass sie nicht allein zum Amt geht, sondern in Begleitung eines erfahrenen (!!!) Beistands - dazu gleich mehr.

Gib Deiner Schwester auch dies zu lesen:

Lass Dich beraten in einer Sozialberatung. Google dazu mit sozialberatung und füge Deinen Wohnort hinzu (oder den nächstgrößeren, falls er klein ist). - Dir werden so (behördenunabhängige) Beratungsstellen wie die Diakonie / Diakonisches Werk, Caritas, Paritätischer Wohlfahrtsverband oder die Arbeiterwohlfahrt (AWO) gezeigt. Vereinbare dort einen Beratungstermin.

Wohnst Du in Hamburg, hole Dir Rat bei der sehr guten behördenunabhängigen Beratungsstelle Arbeitslosen Telefonhilfe 0800 111 0 444. Dort ist man zu Fragen rund um das Thema Arbeitslosigkeit sehr erfahren.

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Vorsorglich diese Hinweise von mir:

Umgang mit Sozialbehörden

Mit dem Amt nichts telefonisch klären (das kann man später nie beweisen). Alles schriftlich machen. Am besten Schreiben, Belege und Anträge persönlich abgeben. - Den Erhalt des Schreibens lässt man sich auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel, Datum und Unterschrift bestätigen. (Dies verlangt man mit ruhigem, freundlichem Ton und reicht das Schreiben rüber, „und hier brauche ich noch Stempel mit Datum und Unterschrift“).

Wenn man nur etwas abgeben will, dann wie üblich ein Schreiben aufsetzen, in dem erklärt wird, was "als Anlage" überreicht wird. - Wiederum dieses Anschreiben auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel und Unterschrift bestätigen lassen.

Diese Bestätigungen sind Gold wert, sie sind mehr wert als ein Einschreibebeleg (mit dem ja nur der Eingang eines Umschlags bestätigt wird).

Mit einer solchen Bestätigung kann von Seiten der Behörde nicht behauptet werden, Schreiben und Belege seien nicht eingegangen. Und wenn doch, eine Fotokopie von deren Bestätigung vorlegen (das Original unbedingt wie eine Kostbarkeit hüten). - Werden so die Unterlagen / Belege abgegeben, wird erfahrungsgemäß allgemein die Sache sogar zügiger bearbeitet.

Falls Du meinst, ich würde übertreiben, google mit jobcenter unterlagen verloren.

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Im Gespräch mit den Mitarbeitern immer korrekt und konzentriert sein. Wenn die Mitarbeiter freundlich und zugewandt sind: Auch Infos im Vertrauen landen in der Akte und können später gegen den „Kunden“ (wie es vollmundig bei Sozialbehörden heißt) verwendet werden.

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Oft ist es ratsam, zum Amt einen Beistand als Begleitung mitzunehmen. Dieser muss nur zuhören und kann dabei Protokoll führen, oder hinterher macht man gemeinsam ein Erinnerungsprotokoll. Der Beistand kann aber auch für Dich Erklärungen abgeben, dazu § 13, Absatz 4 SGB X (google mit 13 sgb 10):

  • (4) Ein Beteiligter kann zu Verhandlungen und Besprechungen mit einem Beistand erscheinen. Das von dem Beistand Vorgetragene gilt als von dem Beteiligten vorgebracht, soweit dieser nicht unverzüglich widerspricht.

Für einen ehrenamtliche Behördenbegleiter = Beistand google jeweils mit Deinem Wohnort (oder dem nächstgrößeren, wenn Deiner klein ist) mit

Ämterlotsen

Behördenlotsen

Behördenbegleiter

Hartz IV Mitläufer

Hartz IV Gegenwind e.V.

Wir gehen mit org

Diese Ämterbegleiter sind wertvolle Hilfen und notfalls auch Zeugen, und (die meisten? alle?) haben für diesen ehrenamtlichen Dienst eine kleine Ausbildung genossen und kennen sich bestenfalls mit den Gesetzen aus. (Sag beim Amt niemals, Du hättest einen Zeugen dabei! Zeugen dürfen des Raumes verwiesen werden - Beistände dagegen nicht, auf die hast Du ein Recht.)

Lebst Du in einer Bedarfsgemeinschaft (oder Haushaltsgemeinschaft): Andere Mitglieder solch einer Gemeinschaft können für Dich kein Beistand sein, denn sie sind nicht neutral, sondern automatisch selbst Betroffene.

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Und google mit

legitimation eines beistands pdf

und lade Dir die Datei vom elo-forum runter. Darin erfährst Du die gesetzliche Grundlage für Beistände und dass jeder Bürger ein Recht darauf hat, sich bei Behördengängen von einem Beistand begleiten zu lassen.

Auch erfährst Du so, dass wenn Dein Beistand für Dich etwas sagt, und Du widersprichst nicht, gilt es so, als hättest Du selbst es gesagt.

Wenn Du bei einer Sozialberatung bist, frage dort, ob dort Beistände / Behördenbegleiter ehrenamtlich Dienst machen.

Zum Amt mit einer erfahrenen Begleitpersonen zu gehen ist in diesem Fall sehr empfehlenswert.

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Danke fürs Sternchen - ҉ •◝❀⊱ (¯`'•.¸Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ¸.•'´¯) ⊰❀◝• ҉

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Mit 23 muss niemand zuhause wohnen Selbstverständlich muss sie sich arbeitslos melden, dann kann sie auch ihre Miete zahlen. Lilo

Hallo.

Hat sie sich denn vorab mal untersuchen lassen um welchen allergieauslösenden Stoff es sich handelt? Ggf. hätte man dann den Arbeitsplatz auf diese Allergie so abstimmen können, das sie nicht hätte kündigen müssen.
Sobald sie ohne Arbeit ist, sollte sie sich umgehend Arbeitslos melden.
Da es sich für mich liest als hätte sie selbst einfach gekündigt, weiß ich nicht ob es durchaus sein kann, das sie eine Sperre auferlegt bekommt, deshalb ist es umso wichtiger das mit dem Amt zu klären um dann entsprechende Sicherungsleistungen zu beantragen.

Liebe Grüße FD

Sie soll sich einfach mal beim Amt beraten lassen, dort sollte sie die beste Beratung finden.

Dann hat sie hoffentlich ein Attest vom Arzt - Ich frage mich nur, warum sie damit nicht gleich zum Arbeitamt ist und sich arbeitslos gemeldet hat? Hoffentlich ist sie nicht gegen Arbeit allgemein allergisch:-)

lg

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