Ausbildung und dann duales Studium?

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4 Antworten

Unser jüngerer Sohn ist mit seinem dualen Studium fast durch. Im Rahmen des StudiLe Programms (Studium und Lehre) hier im Norden http://www.studile.de/ hat er eine Lehre als Elektroniker mit parallelem Studium durchlaufen. Es ist kein Wohlfühl-Studium, sondern durchaus harte Arbeit. Er kann damit jedoch seinen Lebensunterhalt komplett bestreiten und hat bereits einen Abschluss eines Lehrberufes und in 2 Semestern den des Bachelor.

Eine doch recht gute Kombination zwischen einer Berufspraxis und einem Studium. Wobei es meines Wissens nach viele Modelle eines dualen Studiums gibt, die jedoch nicht alle eine gute Praxis vermitteln. Da kann es vorkommen, dass du als eine Art von Aushilfsjobber betrachtet wirst, weil die Projekte, an denen du mitarbeiten könntest, mit dem Studium kollidieren (oder die Uni darauf keine Rücksicht nimmt) und keiner dir sinnvoll Aufgaben geben kann. So meine Nachbarin, die in einer Bank arbeitet.

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Es kommt auch darauf an, bei welchem Bildungsträger das "Studium" abgehalten wird.

In meiner Umgebung wird oft eine Berufsakademie oder ähnliches angeboten. Natürlich macht man da einen Abschluss. Dieser ist aber eher vergleichbar mit z.B. einer IHK-Weiterbildung und befähigt einen sicherlich für Positionen wie Teamleiter oder ähnliches. Da hört es aber schon auf.

Der Schwierigkeitsgrad ist ein anderer als an einer Uni oder z.T. an einer FH. Diese Bachelor of Arts werden immer einen gewissen Mallus haben.

M.E.n nutzen viele Unternehmen diese Dualen-Studiengänge um die z.T. sehr vereinfachten Ausbildungsberufe (Industriekaufmann, als höchster der Kaufleute - neben Bankkaufmann vielleicht, entspricht inhaltlich nicht einmal dem ersten Semester eines WiWi Studiums) aufzuwerten.

Ich würde immer ein Uni-Abschluss empfehlen. Für Leute die sich aber nicht zu größeren berufen fühlen sind diese Dualen-Geschichten sicherlich ein sehr guter Kompromiss zur normalen Ausbildung und der Fülle an merkwürdigen Weiterbildungen.

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Kommentar von JoachimF
22.05.2016, 15:11

Für den "Mallus" gbit es einen Malus, aber er entspricht der Qualität der Antwort ...

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Ich bereite mich gerade auf einen sehr großen Auswahltest für ein Duales Studium vor.

Aktuell bin ich noch Student einer normalen Uni, lerne aber nur für den Auswahltest.

Nach 8 Semestern habe ich mich immer mehr gefragt, wo welche Firma dieses ganze Wissen aus der Uni braucht? Das Fach, wo ich ganz gut war, war nur lineare Algebra, hier wollte ich auch meinen Abschluss schreiben.

Die Firmen brauchen BWL, VWL, Physik, Info, u.ä. Den Firmen ist es aber sehr sehr egal, ob ich mich mit Quotientenvektorräumen auskenne und schlimmeren Dingen.

Das Schlimmste an der Uni ist, dass es der Uni extrem egal ist, ob die normalen Studenten, die keine 1,0 -en schreiben es schaffen oder nicht.

Bei einem Dualen Studium ist es oft so, dass die Firmen die Studenten später auch brauchen, also haben die Firmen Interesse, dass die Studenten etwas lernen, dass ist der Uni völlig egal!

Im Dualen Studium ist man ja ein paar Wochen an der Uni und dann ist man im Betrieb und wendet viel aus der Uni in der Praxis an.

Und genau das ist der entscheidende Vorteil zur Uni.

Und man hockt nicht mit bis zu 800 Leuten in einem Saal, was wirklich keine gute Lernumgebung ist. Im Dualen Studium sind es 20 bis 25 Studenten in einem Raum.

Das hat schon viel von einer Privatuni.

Und wenn man sich ordentlich reinhängt, dann ist das Studium auch zu schaffen und man hat wirklich etwas gelernt.

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Kommentar von Marcel89GE
18.05.2016, 09:51

Man sollte sich natürlich bereits während des Studiums über die gewählten Inhalte Gedanken machen und keine brotlose Kunst studieren. Wenn dir im ganzen Studium nur Mathe liegt, hättest du vielleicht Mathe studieren sollen.

Und nach 8 Semestern abzubrechen um eine Duale-Ausbildung anzufangen ist gelinde gesagt ein merkwürdiger Verlauf. Du könntest auch deinen Abschluss machen und über Traineeprogramme oder werksstudentische Tätigkeiten dir Praxisbezug holen. Das würde m.E.n mehr Sinn machen.

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Kommentar von procoder42
18.05.2016, 10:42

> Das hat schon viel von einer Privatuni.

Viele duale Hochschulen sind ja auch privat ^^

> Und man hockt nicht mit bis zu 800 Leuten in einem Saal,

Ich fang im September an und bei mir werden ca. 24 Leute (alle aus der selben Firma) im Kurs sein.

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würde immer daual machen?

es ist sehr hart abe?

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