Ausbildung (Pilot bei LH)

7 Antworten

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Du hast im Prinzip mehrere Fragen. Die eine ist: kannst du dich formell bewerben? Die Antwort ist ja. Wenn du Abitur hast, ist es egal, mit welchem Schnitt. Natürlich musst du damit rechnen, dass dir irgendwann in den Themen mehr auf den Zahn gefühlt wird, in denen du nicht gut warst. Aber 3,5 reicht. Punkt. In den Tests macht sich die Lufthansa bzw. die DLR in deren Namen schon ein eigenes Bild.

Wenn du nun eine andere Ausbildung beginnst und dich dann, wenn wieder Kurse angeboten werden, doch noch für eine Ausbildung bei der LH entscheidest, wird dir das niemand nachsehen, zumindest nicht bei der Lufthansa. So hättest du die Wartezeit ja genutzt. Das sollte also auch kein Problem darstellen.

Wie gut das Timing ist, weiß man nie. Im Moment sieht es wirklich sehr düster aus. Aber solange du die Ausbildung mit dem Kreditkomplettprogramm von LH machen kannst, hält sich das Risiko in Grenzen. Immerhin müsstest du den Kredit erst zurückzahlen, wenn du einen Arbeitsplatz angeboten bekommst.

Ja ich denke ich warte ersteinmal ab. wie ich schon angemerkt habe, bewerbe ich mich mal im Januar und schaue einfach was daraus wird. ich meine mit Zoll habe ich eine Alternative die mich auch sehr interessiert.

danke für deine Antwort

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Hallo ___________ (hier könnte dein Name stehen),

zunächst kann ich dir erstmal garantieren dass fliegen keine Kunst ist und dieser Beruf wie Taxifahren ist: Dienstplan, Briefing, Fliegen, Fliegen, Fliegen, Fliegen, Fliegen und dann nach Hause. Klar, für den Beruf muss man viel lernen (und man lernt nie aus!) aber es ist lernbar. Es gibt viele viele Leute die haben kein Abitur ind fliegen trotzdem durch die Gegend. Mit genau der gleichen Leistung wie es ein Pilot mit Abitur erbringt. Abitur sagt nichts über fliegerische Qualitäten aus. Ich hatte in meinem Abitur übrigens 3,4. Deutsch habe ich mit ach und Krach geschafft. Es ist bis heute ein Wunder dass ich da durch gekommen bin.

Bei der Lufthansa sieht es zurzeit sehr schlecht aus. Keine weiß wie es mit den NFF weiter geht, es sind rund 650 Absolventen auf Halde. Upgradezeiten liegen bei 17-18 Jahren. Dies ist ein sehr, sehr schlechter Wert. Dennoch würde ich mich bei der LH bewerben. Bei der BU/FQ schaffen es am Ende sehr wenig Leute. Ich rate dir, dich gut vorzubereiten. Die LH empfiehlt - ganz offiziell - zwei Mathebücher zum Lernen. Die würde ich an deine Stelle in und auswendig lernen! Wenn du das Geld hast, würde ich mich auch zu einem S&P-Kurs anmelden. Ich kenne 4 Leute die gerade frisch die BU und die FQ geschafft haben und von denen haben drei einen Kurs von S&P besucht.

Ich möchte dich direkt warnen: dieser Beruf hat erhebliche Kehrseiten!

Die Managementheinis geben uns von Jahr zu Jahr schlechtere Konditionen, während diese sich - wortwörtlich - die Mäuler vollstopfen. In unserer Profession gehen seit rund 25 Jahren die Konditionen bergab. Google mal "Germania Pay to Fly" ebenfalls ist pprune.org zu empfehlen. Bei einer deutschen Fluggesellschaft mit rund 25 Fliegern dürfen übrigens auch Leute gerade in Ebola-Regionen fliegen - Ängste von Mitarbeitern werden von der Geschäftsführung mit der Aussage quittiert es gebe ja eine Lebensversicherung - über 200.000 lächerliche Euro. Dann weißt du was bei den Kollegen im Nahosten und in Asien so abgeht. Leider nichts gutes. In den Vereinigten Staaten liegt das Einstiegsgehalt für einen ersten Offizier (im Volksmund Co-Pilot) bei rund 20.000 USD - im Jahr.

Des Weiteren sind die Arbeitstage lang und anstrengend. So viel urlaub wie viele denken gibt es übrigens auch nicht. Und es ist nicht schön Weihnachten oder die Geburtstage von den Kindern zu verpassen weil man gerade in Miami, Bangkok oder Singapur ist. Wenn man überhaupt da ist und nicht in irgendeinem sch Hotel am Ar*** der Welt.

Also: versuche es bei der LH und auch bei der Luftwaffe. Bei der Luftwaffe hast du übrigens einen sehr entspannten Job, inkl. Studium. Und wen du mal nen Test bei der Luftwaffe verhaust: kein Problem. Es gibt Leute die haben drei Mal Checkflüge (drei Mal IR!) verhauen und fliegen trotzdem A340 durch die Gegend.

Und das mit dem Studium ist sowieso eine gute Sache: ein zweites Standbein ist sehr empfehlenswert in dieser Branche! Das sage ich dir aus Erfahrung. Von den 8 Gesellschaften wo ich kutschiert habe gibt es heute noch eine, die wo ich derzeit Arbeite... LTU, ACG und ach wie sie nicht alle heißen. So jetzt ab in die Kiste.

Gruß aus bsa,

Oscar

vielen vielen dank für deinen beitrag der hat mir hoffnung gemacht!

kann ich dich per mail anschreiben um noch einige sachen abzuklären?

wäre super!

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Wie Deine Chancen stehen kann Dir hier keiner sagen. Erstens kennt Dich hier keiner und zweitens dürfte hier keiner bei der Auswahlkommisssion der LH sein. Nur zur Info: Auf die Tests kannst Du Dich kaum vorbereiten, denn es werden Fähigkeiten geprüft, die auf eine Eignung als Pilot im LH-Konzern schließen lassen. Fachwissen, das man sich schnell aneignen könnte, wird dabei nicht abgefragt. Insofern spielt dabei auch die Abi-Note nur eine untergeordnete Rolle.

du meinst unteranderem Reaktionstest etc?

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@RudiPaschke

Ja zum Beispiel. Aber auch auf die Konzentrationstests oder die Tests zur Merkfähigkeit kann man sich kaum vorbereiten. Hat man einen guten Tag, dann schneidet man besser ab, hat man einen schlechten Tag erwischt, dann war´s das. Ich hatte mal bei der Bundeswehr diese Tests zur Feststellung der Wehrfliegerverwendungsfähigkeit absolviert und ein Teil dieser Tests wird auch heute noch in den DLR-Tests angewandt. Beispielsweise hört man eine endlose Reihe von Zahlen und plötzlich stoppt die Durchsage. Dann muss man soviel wie möglich von den durchgesagten Zahlen in der richtigen Reihenfolge niederschreiben. Auf solche Tests kann man sich nicht vorbereiten. Da hilft weder ein Einser-Abitur noch eine intensive Vorbereitung.

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Ja klar da gebe ich dir Recht. Ich würde es trotzdem nicht unversucht lassen.

Ich würde mich wahrscheinlich eher zufrieden geben und mich besser fühlen wenn die sagen: Nein als Pilot bist du nicht geeignet, als es ganz sein zu lassen und ungewiss zu bleiben...

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@RudiPaschke

Na klar sollst Du es versuchen. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt! Du hast ja nichts zu verlieren - außer vielleicht den Traum vom Pilotendasein. Allerdings solltest Du Dir im Klaren sein, dass Du einen Plan B brauchst, denn es ist alles andere als sicher, dass das mit der Einstellung klappt. Beginne ein Studium oder eine anderweitige Ausbildung und wenn alles bei der LH nach Deinen Plänen läuft, dann kannst Du immer noch umsatteln. Ich kenne sogar einen Flugkapitän, der promovierter Mediziner ist. Er hatte sich nach seinem dritten Staatsexamen bei einer Airline beworben und ist jetzt Kapitän.

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Ja ich denke ich versuche erstmal eine Auabildung zu bekommen. In 3 Jahren sieht es ja vllt besser aus...

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