Ausbildung kündigen möglich, da ich für Überstunden, kein Geld und keine Freizeit bekommen?

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9 Antworten

Bevor Du kündigst, solltest Du Dir erst einmal eine andere Ausbildung suchen. Ansonsten hast Du über ein Jahr in den Sand gesetzt oder Du machst solange ein FSJ, dass bekommt man eher.

Unter 

Hinweis auf Verstoß gegen den Ausbildungsvertrag
kannst Du das entsprechende Schriftstück aufsetzen, wenn nötig.

http://www.azubi-azubine.de/mein-recht-als-azubi/kuendigung-durch-den-azubi#Ausbildungsplatzwechsel

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Presix 17.06.2017, 18:35

Ich habe da schon einen "Plan B" Ich wollte, eigentlich nach der Ausbildung zum Bund, aber da jetzt alles anders kam, kann ich dort direkt hingehen (Mein Onkel arbeitet da und hat mir schon ein Vorstellungegespräch und eine Musterung organisriet)

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In einem Ausbildungsverhältnis hast du überhaupt keine Überstunden ohne entsprechende Vergütung oder Freizeitausgleich zu leisten. Zudem hat während der angeordneten Überstunden ein Ausbildungsberechtigter anwesend zu sein.
Wahrscheinlich gilt für dich in diesem Beruf auch ein Tarifvertrag, erkundige dich bei deiner Gewerkschaft über die gültigen Regelungen.
Wennn du mit deinem Arbeitgeber ohnehin innerlich gebrochen hast, würde ich ohne Zucken einfach auf diesen Umstand hinweisen und entsprechende Vergütung einfordern.

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und was machst du dann? Das ist doch eine echte Kleinigkeit, wenn es um wenige Tage im Jahr geht. Deshalb gleich kündigen ist wirklich sorry für den Ausdruck, aber ich finde es armseelig. Wenn das nicht dein Beruf ist, dann ist das durchaus ok. Aber dann such nicht nach Ausreden für die Kündigung, sondern benenne es wie es ist. Und bevor du kündigst kümmerst du dich dann um eine sinnvolle Alternative.

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Familiengerd 18.06.2017, 00:16

Das ist doch eine echte Kleinigkeit, wenn es um wenige Tage im Jahr geht.

Das ist doch Unsinn!

Glaubst Du etwa, der Arbeitgeber würde das im umgekehrten Fall auch als eine "Kleinigkeit" ansehen, wenn ein Auszubildender "an wenigen Tagen im Jahr" früher gehen würde, aber trotzdem sein volles Geld bekommen wollte?!?!

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Sanja2 18.06.2017, 08:23
@Familiengerd

du kannst ja gerne den Rat geben das der Fragesteller sofort kündigen soll. Ganz ehrlich, unschöne Dinge gibt es in jedem Job. Es geht darum das hier ein Jugendlicher eine Chance auf eine Ausbildung für nichts hinscheissen will. Rechtlich gesehen müsste er das nicht hinnehmen, aber ist das immer schlau?

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Familiengerd 18.06.2017, 12:54
@Sanja2

du kannst ja gerne den Rat geben das der Fragesteller sofort kündigen soll.

Und woraus willst Du das aus meiner Erwiderung lesen können?!?!

Ich habe mich ausschließlich gegen Dein Herabspielen des rechtswidrigen Verhaltens des Arbeitgebers gewandt!

Von "Kündigen" als Konsequenz ist bei mir überhaupt keine Rede!

Ob das "sture" Beharren auf einem Recht opportun ist, hängt von den ganz konkreten Möglichkeiten und Umständen ab und ist eine ganz andere Frage. Aber man muss als Arbeitnehmer (und auch als Auszubildender!) schon wissen, welche Rechte man neben seinen Pflichten auch hat, um überhaupt Handlungsalternativen abwägen zu können!

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Lehrjahre sind keine Herrenjahre... mal ganz davon abgesehen, dass du keinen triftigen Grund brauchst um zu kündigen. Unter Einhaltung der Kündigungsfrist kannst du das immer. Der Arbeitgeber darf normalerweise nur dann unbezahlte Überstunden anordnen, soweit dies der Arbeitsvertrag oder der jeweilige Tarifvertrag vorsehen. Im Falle einer Regelung muss geprüft werden, ob diese zulässig ist. 

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Familiengerd 18.06.2017, 00:30

Lehrjahre sind keine Herrenjahre...

Immer wieder diese dämlichen Sprüche ... (auch "Wer feiern kann, kann auch arbeiten", "ER ist der Chef, ER darf das", "Wenn es Dir nicht passt, dann kündige" usw.).

Aber unabhängig davon:

mal ganz davon abgesehen, dass du keinen triftigen Grund brauchst um zu kündigen. Unter Einhaltung der Kündigungsfrist kannst du das immer

Das ist schlicht und einfach grundfalsch!

Erstens darf ein Auszubildender nach der Probezeit nur noch dann ordentlich mit 4-wöchiger Frist kündigen, wenn er die Ausbildung ganz aufgeben oder sich in einem anderen Beruf ausbilden lassen will!

Zweitens muss er - auch anders als im normalen Arbeitsverhältnis - einen Grund (also einen der beiden gerade genannten) für seine Kündigung angeben.

Die Möglichkeit der fristlosen Kündigung wegen schwerwiegenden Fehlverhaltens/schwerwiegender Vertragsverletzung besteht selbstverständlich immer für beide Seiten.

Und gut, dass Du die Behauptung "Der Arbeitgeber darf normalerweise nur dann unbezahlte Überstunden anordnen, soweit dies der Arbeitsvertrag oder der jeweilige Tarifvertrag vorsehen." durch die Ergänzung "Im Falle einer Regelung muss geprüft werden, ob diese zulässig ist." zumindest relativiert hast, denn an eine solche Regelung zur Pauschalabgeltung von Überstunden  (die es in einem Tarifvertrag garantiert nicht gibt) werden sehr strenge formale und inhaltliche Voraussetzungen geknüpft.

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Du kannst natürlich jederzeit kündigen, besprich das mit deinem Chef und sag ihm dass dieser Beruf nichts für dich ist. Und schon kannst du kündigen.

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Familiengerd 17.06.2017, 18:15

Du kannst natürlich jederzeit kündigen

Das ist schlicht und einfach falsch!

Nach der Probezeit darf der Auszubildende das Ausbildungsverhältnis ordentlich mit 4-wöchiger Frist nur noch kündigen, wenn er die Ausbildung ganz aufgeben oder sich in einem anderen Beruf ausbilden lassen will!

Die Möglichkeit der fristlosen Kündigung wegen schwerwiegenden Fehlverhaltens/schwerwiegender Vertragsverletzung besteht selbstverständlich immer für beide Seiten.

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herzilein35 17.06.2017, 18:42

Bist auch so jemand? Man soll mal was durchziehen. Hinterher kann man was anderes machen. Genau so habe ich das gemacht

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Familiengerd 18.06.2017, 00:07
@herzilein35

@ herzilein35:

Bist auch so jemand?

Was soll das denn heißen?!?! Wer ist denn "so jemand"?!?! Ein "Verdächtiger", einer, der sich "außerhalb" stellt?!?!

Hier wurde einfach nur sachlich eine Antwort gegeben - ohne Wertung, die Dir eine solche Denunziation erlauben würde!

Und wieso sollte jemand etwas "durchziehen", wenn es überhaupt nicht "passt"??? Wenn Du das so gemacht hast, heißt das noch lange nicht, dass das auch für andere zu gelten hat.

Dein Kommentar ist nur anmaßender Unsinn!!

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Familiengerd 17.06.2017, 23:47

@ TheAliens:

Halt die Klappe du Linksversiffter Depp.

Einmal abgesehen davon, dass das hier alles nichts mit "links" oder sonst einer politischen Richtung zu tun hat  - aber das wirst Du bei Deinem offensichtlich sehr beschränkten Horizont nicht begreifen können -, offenbarst Du mit dieser Äußerung ein geradezu erbärmliches intellektuelles, politisches und soziales Niveau!

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TheAllisons 18.06.2017, 07:18
@Familiengerd

@Familiengerd. Ich finde deinen Kommentar echt nicht gerecht. Ich hatte dich immer für einen korrekten und fairen User gehalten. Ich muss sagen, das ändert meine Meinung. Schönen Tag.

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Familiengerd 18.06.2017, 12:48
@TheAllisons

@ TheAllisons:

Ich habe ausdrücklich "@ TheAliens" angesprochen.

Wenn ich irrtümlich Dich damit der Urheberschaft verdächtigt habe, tut es mit leid, und ich bitte um Entschuldigung!

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Nicht das ist was ich möchte. Wenn ich das höre krieg ich das kotzen. Mensch zirht mal was durch. Hinterher kann man sich immer noch unentscheiden.

Was Überstunden angeht, steht dir natürlich einen Ausgleich zu.

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herzilein35 17.06.2017, 18:44

zieht, unentscheiden

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mehrarbeit für azubis ist nur mit einem entssprechenden freizeitausgleich gestattet. und so eine entscheidung sollte man in der probezeit treffen und nicht hinterher, weil jeder andere ausbildungsbetrieb, in dem du deinen alternativen beruf lernen willst, sich gedanken über dein verhalten machen wird.

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Familiengerd 17.06.2017, 18:27

so eine entscheidung sollte man in der probezeit treffen und nicht hinterher

Was für ein Unsinn ist das denn?!?!

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noname68 17.06.2017, 18:29
@Familiengerd

aus deiner sicht kann ich sogar diese bewertung verstehen, aber denke nicht, dass alle so denken

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Familiengerd 17.06.2017, 19:26
@noname68

??? 

Allmählich kann ich nur noch den Kopf schütteln!

Was hätte denn wegen einer aktuellen Situation schon in der Pobezeit entschieden werden können?!?! 

Und mit "Bewertung" hat das überhaupt nichts zu tun! 

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Presix 17.06.2017, 18:40

Ich hatte ja während der Probezeit einige überstunden und wollte die abfeiern, da hieß es aber frag den chef ob das ok ist. Er meinte dann, ja aber das ist das letzte mal, normal macht das kein Azubi in meinem Betrieb.

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herzilein35 17.06.2017, 18:46

Sehr richtig!

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Deine Einstellung zur Arbeit ist bemerkenswert. Wenn Du weiter so machst, dann wirst Du selbst nicht kündigen müssen. Sorry!

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Familiengerd 17.06.2017, 18:24

Deine Einstellung zur Arbeit ist bemerkenswert.

"Bemerkenswert" ist allenfalls die "Einstellung" des Arbeitgebers, der den Auszubildenden des Ausgleich für Überstunden verweigert!!!

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Ja kannst du. Fristlos sogar. Habe das selbe Problem, mir werden zwar die Überstunden gegeben dank elektronischer Zeiterfassung, aber dank unserer Kernzeit von 9-16 Uhr wo jeder da sein MUSS, ist ein Ausgleich nie möglich da ich um 7 Uhr anfangen muss und somit eh um 16 Uhr schluss habe.

Auszahlung ist "für azubis nicht vorgesehen"

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Presix 17.06.2017, 18:38

Ja wir haben z.B. auch eine elekt. Zeiterfassung, aber nur im 15min Takt und wir sollen sogar länger machen. Einmal war es ein normaler Samstag in meiner Schicht und 5min vor Arbeitsende musste ich die komplette Halle schrubben (6 Bühnen, 4Werkbänke usw.)

Sowas ist einfach unmenschlich und macht man nicht gerade bei Leute die das erste mal wirklich arbeiten.

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Familiengerd 18.06.2017, 00:12

ist ein Ausgleich nie möglich

Selbstverständlich ist ein Ausgleich für Deine Überstunden dadurch möglich, dass Dir erlaubt wird, entsprechend später zu kommen oder früher zu gehen oder 1/2 oder ganzen Tag frei zu nehmen!

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