Ausbildung junger Stute ..?!

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2 Antworten

Es ist erstmal toll, wenn sie brav ist.Ich würde erstmal Schritt und Trab üben bis sie das richtig gut beherrscht.Dann vielleicht mal mit Stangen arbeiten und einfache Bahnfiguren.Ich würde jeden Tag ca. 30 Minuten arbeiten und es langsam steigern

glg julia

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Als wichtigstes Grundelement sehe ich das "auf Druck weichen"!

Pferde reagieren von Natur aus bei Druck mit Gegendruck und wenn du das mit als erstes umtrainierst, hast du dein Lebtag ein kooperatives Pferd!

Du mußt dem Pferd dafür allerdings klarmachen, daß es was davon hat, es also beim Training ein bisschen austricksen...

Du nimmst einen Zügel auf Spannung, das kannst du auch am Boden machen und wenn das Pferd nachgibt, läßt du augenblicklich los...

Das Pferd lernt jetzt, wenn du ein gutes Timing hast, daß der Druck verschwindet, wenn es nachgibt!

Es wird auf Druck weichen also in sein Verhaltensspektrum integrieren!

Beim Reiten machst du das mit den Zügeln ganz genauso, wenn es in der richtigen Position angekommen ist, gibst du den Zügel ganz weich nach...

Wir machen das für das Pferd mit Ansage, ich spanne mein Kreuz an, meist weiß das Pferd dann schon, was ich will, wenn nicht, mache ich meine Unterschenkel zu, ich hole so den Rücken hoch und das Pferd kann sich besser an den Zügel stellen lassen...

Ist das Pferd noch nicht ganz bei mir, halte ich außen eine Verbindung und drücke innen ein Schwämchen aus, also bewege meine Hand ganz sanft auf und zu, als würde ich ein Schwämchen wringen...

Ist das Pferd wo ich es haben möchte, gebe ich mit meinem Zügel nach, zuerst innen, bleibt es in der gewünschten Haltung, gebe ich die Beine frei und halte damit nur noch so viel Kntakt, wie bei einer freundlichen Umarmung...

Den Kreuzdruck lasse ich als letztes etwas lockerer, denn meine eigene Aufrichtung hilft auch dem Pferd sich korrekt aufzurichten, es hält das Pferd etwas in Spannung...

Ziel ist es, dem Pferd durch den Kreuzdruck alleine das Signal zu geben, jetzt wird richtig gearbeitet, du sollst weit untertreten und den Rücken aufwölben und du hast ganz lockere Zügel, wenn du in schöner Selbsthaltung läufst!

Das Pferd ist ja noch gänzlich unverdorben und so kannst du dir das weiche Maul bewahren.

Und viele Volten mit aufgerichteter Schulter, dazu setze ich mich selbst etwas mehr nach außen und hebe meine eigene Schulter etwas an, dann hat das Pferd den nötigen Platz, seine innere Schulter zu heben..

Aber in der Hüfte schon aufrecht bleiben, wenn du in der Hüfte einknickst, schiebst du das Pferd aus der Volte heraus oder in die Volte hinein, wir nutzen diese abgeknickte Hüfte für die Seitengänge oder zum Zirkel vergrößern, verkleinern...

Ich wünsche dir ganz viel Spass mit dem Stütchen und denk an Pausen als Belohnung, wenn sie etwas richtig gemacht hat, dann kann sie das Gelernte besser abspeichern auch weil sie nochmal darüber nachdenken konnte!

Ach, und ich würde nicht unbedingt eine bestimmte Zeit festlegen, macht sie gut mit, hörts du eher auf, ist sie widerspenstig, arbeitest du länger...

Dann wird das Pferd auch mit Freude für dich arbeiten, es hat ja schließlich was davon!

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