Ausbildung innerhalb des Betriebs wechseln?

4 Antworten

Wegrennen ist meist keine Lösung! Auch im Büro gibt es Kundenkontakte und andere potenzielle Angstauslöser! Deine Angst wird sich einfach neue "Quellen" suchen, wenn du ihr die "alten" wegnimmst!

Außerdem: hast du wirklich Lust, die nächsten 40, 50 Jahre im Büro zu verbringen? Spontane Notlösungen bereut man schnell!

Wenn du wechselst, könnte man dir möglicherweise ein paar "Grundlagen" anrechnen, wahrscheinlich aber so gut wie gar nichts, maximal ein halbes Jahr. Außerdem hast du durch deine Krankheit auch eine Menge Zeit verloren...

Wozu dein Chef/ der Betrieb berechtigt ist, kann dir hier keiner sagen. Das musst du dort nachfragen.

Sprich mit deinem Therapeuten (wenn du einen hast) oder mit einer Selbsthilfegruppe (die gibt es überall!). Überleg dir, wie es weitergehen könnte. Bitte jemanden, mit dir zusammen zu deinem Chef zu gehen und die Situation gemeinsam durchzusprechen.

Vielleicht gibt es die Möglichkeit, deinen "Kundenkontakt" ein bisschen runterzufahren, indem die Kollegen das Reden übernehmen und du dich nur ums "Fachliche" kümmerst? Oder du kannst öfter mal in der Firma bleiben und dort arbeiten. Oder man verlängert deine Ausbildung und fährt die Stunden (vorübergehend) runter...

Tatsache ist jedenfalls, dass "die Angst vor der Angst" bei deiner Kankheit sehr viel schlimmer ist als die ursprünglichen Auslöser! Du bist ihr aber nicht hilflos ausgeliefert!

Neben Atemtechniken und Entspannungsübungen kann es helfen, Situationen immer wieder durchzuspielen. Auch "Notfallpläne" können helfen! Wenn deine Kollegen Bescheid wissen, musst du dir keine Gedanken mehr darüber machen, wie sie reagieren werden.

Trotzdem führt kein Weg daran vorbei, dich deinen Ängsten zu stellen und sie auszuhalten! Panikattacken gehen vorbei! Und je öfter du das erlebst, desto gelassener kannst du damit umgehen.

Hol dir Hilfe und fang an zu kämpfen! Es lohnt sich!

Sehe das genauso wie Kirinchen. Es hilft Dir nicht wirklich, etwas Neues zu beginnen, in der Hoffnung, dass Du dem Unerwünschten damit aus dem Weg gehen kannst. Du musst Dein Problem schon an der Wurzel packen. Im kfm. Bereich können auch Dinge auf Dich zukommen, die Dir nicht behagen. Ob Dein Chef auch kaufmännisch ausbilden kann, musst Du selbst in Erahrung bringen, ob Dir etwas angerechnet wird, mag ich zu bezweifeln, da das ja eine völlig neue Richtung wäre, mit anderen Inhalten. Du solltest erst mal mit Deinem Psychologen über dieses Problem reden, bevor Du irgendwelche voreiligen Schritte unternimmst.

Ich empfehle Dir an Deiner Angsterkrankung mithilfe von Therapeuten zu arbeiten. Vermeide-Taktiken helfem Dir langfristig nicht wirklich weiter.

Danke für deine Antwort. Daran zu arbeiten bin ich mehr als bereit. Nur leider ist es hier im Ruhrgebiet sehr schwer einen Therapeuten zu finden. Stehe bei unzähligen auf der Warteliste. Deshalb hatte ich mich ja dazu entschlossen die Tagesklinik zu machen. Vermeiden tue ich ja im Moment auch nicht mehr. Dennoch fällt mir das Rausfahren sehr schwer. Oft werde ich dabei von meinen Ängsten überrannt und bin total unkonzentriert. Das macht die ganze Sache ja nicht besser wenn ich andauernd Fehler mache und ich meine Kollegen von der Arbeit abhalte weil sie sich Sorgen um mich machen.

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