Ausbildung in Teilzeit, wie laeuft das?

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1 Antwort

Ich denke ehrlich gesagt nicht, dass eine leichte Behinderung reicht um eine Teilzeitausbildung zu bekommen. Die Teilzeitausbildung an sich ist eigentlich für erziehende und pflegende Familien gedacht. Bei Behinderungen und sonstige Einschränkungen solltest du bei der Berufsberatung und der IHK (die weiß darüber meist mehr als der Berufsberater der arbeitsagentur) genauer nachfragen ab wann du hier eine Chance hast. 

Auszug, anderes Bundesland? Wie jede andere Ausbildung auch, kannst du eine Ausbildung machen wo es dir beliebt und wo du es dir leisten kannst. Bist du u25 und bekommst in deiner Gegend eine Anstellung ist ein Auszug nicht so leicht möglich - es sei denn du brauchst keine Unterstützung vom Arbeitsamt (BAB bei Ausbildung). Solltest du in deiner Gegend keinen Platz finden, kann einer Lehre ausserhalb mit evtl angemessener Wohnung zugestimmt werden.

Bei der Teilzeitausbildung gibt es im Grunde genommen zwei Modelle.

  • Im ersten Modell hast du keine Verlängerung der Lehrzeit, da du auf mindestens 25 Wochenstunden Berufsschule und Arbeitszeit kommst.
  • Im zweiten Modell bleibst du unter 20 Stunden, wodurch die Lehrzeit sich um ein Jahr verlängert. Bei einer leichten Behinderung bin ich mir eigentlich zu 100% sicher, dass das 2. Modell bei dir nicht möglich ist.

Was generell gleich bleibt:

  • Schultage werden nicht gekürzt, nur die Arbeitsstunden im Betrieb,
  • Ausbildungsgehalt ist um die fehlenden Stunden /anteilig gekürzt. 
  • Die Arbeitsstunden (nicht Schule!) können je nach Absprache mit dem Arbeitgeber/Ausbilder auch zB auf 2 vormittags, 3 nachmittags pro Tag festgelegt werden - sind also an die Leistungsfähigkeit anpassbar sofern der Betrieb mitspielt.

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