Ausbildung: Im genommenen Urlaub Krank - Anspruch auf Ausbezahlung des Urlaubs bei Kündigung?

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5 Antworten

Eigentlich gibt es bei Ausbildungsverhaeltnissen waehrend der Probezeit gar keine Kuendigungsfrist und es kann fristlos gekuendigt werden. Wenn die Kuendigung aber dennoch nicht fristlos sondern erst zu einem spaeteren Termin erfolgte und du vor der Beendigung des Ausbildungsverhaeltnisses arbeitsunfaehig wurdest, ist der Arbeitgeber gem. BUrlG § 9 fuer die in diesen Zeitraum fallenden Krankheitstage zur Entgeltfortzahlung verpflichtet

BUrlG § 9: " Erkrankung während des Urlaubs Erkrankt ein Arbeitnehmer während des Urlaubs, so werden die durch ärztliches Zeugnis nachgewiesenen Tage der Arbeitsunfähigkeit auf den Jahresurlaub nicht angerechnet".

Da die wegen Krankheit "ausgefallenen" Urlaubstage nun wegen der Beendigung des Ausbildungsverhaeltnisses nicht mehr genommen werden koennen, sind sie gem. BUrlG § 7 Abs. 4 auszuzahlen (BUrlG § 7 Abs. 4: " Kann der Urlaub wegen Beendigung des Arbeitsverhältnisses ganz oder teilweise nicht mehr gewährt werden, so ist er abzugelten").

Das ganze Theater haette er sich sparen koennen, wenn er fristlos gekuendigt haette. Dann haette er den noch bestehenden Urlaubsanspruch zwar auch auszahlen muessen, dieser waere aber wegen der Beendigung des Ausbildungsverhaeltnisses vor Ablauf des 3. Monats um ein Drittel geringer ausgefallen.

Ich danke euch! Ich habe ihm einen Brief geschrieben, da nichts von Ihm aus kam. So wie ich von meiner "Ex-Arbeitskolleging" gehört habe, hat er ziemlich Stress gemacht. Ich bin der Meinung 9 Urlaubstage gehabt zu haben und die anderen Tage hat er mir geschenkt, weil es erst hieß, dass ich die restlichen Tage noch arbeiten kommen soll, da er die Kündigung zum 31.10.13 ausgeschrieben hat. Jetzt stellt sich mir nur die Frage, wie viele er mir ausbezahlen muss. Gehen wir davon aus, dass ich 9 Tage Urlaub hatte, 11 oder 12 Tagen waren es dann insgesamt mit den Tagen, die er mir "schenkte". Am 4 oder 5 Tag wurde ich Krank und auch Krankgeschrieben. Muss er mir dann die restlichen 6/7 Tage ausbezahlen, oder nur 4/5, da er die freiwilligen Tage nicht ausbezahlen muss und die dann quasi in dem Zeitraum, wo ich krank war, beliebig gesetzt werden können. Denn die 2 Tage, die er mir schenkte, können ja auch theoretisch direkt am Anfang gewesen sein. Ich hoffe man versteht was ich meine, denn es fällt mir schwer, genau das zu schreiben, was ich ausdrücken möchte. 1000 Dank im Voraus!

Grundsaetzlich muessen die Urlaubstage ausbezahlt werden, die wegen Krankheit nicht mehr genommen werden konnten. Allerdings kommen mir 9 Tage bei 3 Monaten Arbeit zu hoch vor, das waeren 36 Urlaubstage im Jahr, die kriegt man meinst nur mit Behinderung. Kaeme da drauf an, was in deinem Vertrag steht. Gesetzlich sind es nur 4 Wochen und das waeren bei Dir dann nur 5 Tage bei 3 Monaten Arbeit, die dir wirklich zugestanden haetten evtl. Dann haettest Du nur einen (oder je nach Vertrag ggf. 2 Tage) uebrig. Dass er die 9 Tage bewilligt hat, war wahrscheinlich freiwillig. Dann haettest Du nur Anrecht auf Auzahlung der verbleibenden Tage.

Und wenn er nicht zahlt, muesstest Du beim Arbeitsgericht drauf klagen oder zumindest damit drohen.

Ich danke euch!

Ich habe ihm einen Brief geschrieben, da nichts von Ihm aus kam. So wie ich von meiner "Ex-Arbeitskolleging" gehört habe, hat er ziemlich Stress gemacht. Ich bin der Meinung 9 Urlaubstage gehabt zu haben und die anderen Tage hat er mir geschenkt, weil es erst hieß, dass ich die restlichen Tage noch arbeiten kommen soll, da er die Kündigung zum 31.10.13 ausgeschrieben hat. Jetzt stellt sich mir nur die Frage, wie viele er mir ausbezahlen muss. Gehen wir davon aus, dass ich 9 Tage Urlaub hatte, 11 oder 12 Tagen waren es dann insgesamt mit den Tagen, die er mir "schenkte". Am 4 oder 5 Tag wurde ich Krank und auch Krankgeschrieben. Muss er mir dann die restlichen 6/7 Tage ausbezahlen, oder nur 4/5, da er die freiwilligen Tage nicht ausbezahlen muss und die dann quasi in dem Zeitraum, wo ich krank war, beliebig gesetzt werden können. Denn die 2 Tage, die er mir schenkte, können ja auch theoretisch direkt am Anfang gewesen sein. Ich hoffe man versteht was ich meine, denn es fällt mir schwer, genau das zu schreiben, was ich ausdrücken möchte.

1000 Dank im Voraus!

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und was willst Du jetzt wissen? Die Gesetze sind benannt!

Sicher muss er das. Gesetzesgrundlage: §§ 7 u. 9 BUrlG

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