Ausbildung für Medizinstudium?

4 Antworten

Ich mach die Ausbildung zur Operationstechnischen Assistentin und bei der Ausbildung ist es normal, dass ca. 1/3 der Klasse danach noch studieren will (egal welchen Studiengang, die meisten natürlich Medizin). Auch arbeiten viele Leute, die Medizin studieren wollen, lange als Rettungssanitäter. Wie das aber mit dem Anrechnen ist, ob es deinen Abischnitt verbessert, weiß ich nicht. Du musst deinen Arbeitgeber ja deswegen nicht anlügen, du kannst doch ehrlich damit umgehen, dass du danach gerne noch studieren müsstet. Das war bei jedem Vorstellungsgespräch bei mir die Frage, warum ich mit Abi nicht studieren will (mal ganz davon abgesehen, dass mein Abischnitt viiieeel zu schlecht war). Viele aus meiner Klasse können sich aber vorstellen, später noch zu studieren (gibt ja auch Aufbaustudien für OTA's, man kann auch noch Richtung Gesundheitsmanagement etc. gehen...), manche sagen ganz klar, dass sie noch Medizin studieren wollen und die Ausbildung und Berufserfahrung danach dazu hernehmen, um die Wartezeit zu überbrücken.

Ich denke, dass das auf keinen Fall eine schlechte Idee ist, man lernt eben sowohl in Praxis als auch Theorie schon sehr viel und ich könnte mir auch vorstellen, dass jemand, der OTA gelernt hat und nachher Chirurg wird, vielleicht auch ein besseres Verhältnis zu den OTA's aufbauen kann (es gibt nämlich gerne mal den ein oder anderen Weißkittel, der es gerne raushängen lässt, dass er Arzt und sein Gegenüber "nur" Schwester ist...).

Wenn es dein großer Traum ist, dann würde ich mich an deiner Stelle auf jeden Fall für das Studium bewerben und dann kannst du immer noch überlegen, ob du deine Zeit mit einer Ausbildung überbrückst oder was du sonst machen willst.

Hab noch eine kleine Frage, vielleicht kannst du mir da weiterhelfen. Ich wohne in einer eher ländlichen Gegend, wir haben nicht so viele große Krankenhäuser im Umkreis. Auf dem Land herrscht ja eher ein Mangel an medizinischer Versorgung, denkst du dass die trotzdem bereit sind jemanden auszubilden, der danach nicht weiterarbeiten wird? :)

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@19meandmyself98

Damit müssen die immer rechnen. Zudem heißt es ja nicht, dass du auch nachher dort arbeitest, wo die du Ausbildung gemacht hast, egal ob du es willst oder nicht. Ich zB werde nicht direkt übernommen, ich muss mich trotzdem auf eine freie Stelle bewerben. Und ich bin nicht die einzige Schülerin, zudem ist bei uns jetzt gerade eine Stelle frei, die vielleicht schon vergeben ist, bis ich fertig mit der Ausbildung bin und und und. Und vielleicht gefällt dir der Job ja auch so gut, dass du vielleicht gar nicht mehr studieren willst :D und was noch dazu kommt, wobei ich nicht weiß, ob das an jeder OTA-Schule so ist: an unserer Schule ist man nicht unbedingt nur dort eingesetzt, wo man angestellt ist. Grade kleine Häuser haben nicht jede Fachrichtung, die man in der Ausbildung absolvieren muss, da muss man dann auch in Kooperationshäuser. Das heißt, wenn du in einem kleinen Krankenhaus eingesetzt bist, kann es sein, dass du von 3 Jahren Ausbildung evtl grade mal ein Jahr dort eingesetzt bist. Ist aber auch nicht gerade schlecht, wenn man die Chance hat, andere Häuser kennenzulernen, grade wenn es um Bewerbungen danach geht ;)

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Eine Ausbildung und Tätigkeit als Rettungssanitäter bringt Dir Wartezeit für die spätere Medizinzulassung. Hier könntest Du m.E. auch relativ offen sein ( "überlege, ob ich evtl. später noch studiere aber das ist für die nächsten 6-7 Jahre kein Thema"), die Ausbildungsstelle hätte trotzdem etwas von Dir.

Naja wasdein Berater sagte geht nicht so einfach. Wenn man  nicht direkt ins Studium kommt, beträgt die Mindestwartezeit in Deutschland mind. zur Zeit 14Semester (7Jahre).  Daher wärest du länger dort, falls du überhaupt übernommen werden würdest. Ausbildungen im Gesundheitssystem wie Gesundheits-und Krankenpfleger machen deinen Durchschnitt auch in den meisten Unis nicht besser. Es erlässt dir nur das verpflichtende 3monatige Krankenpflegepraktikum.

Auf den Websites der Unis steht aber schon, dass es pro halbes Jahr Ausbildung eine Verbesserung um 0,1 gibt. Außerdem bin ich ja nicht auf das Wartezeitverfahren aus, sondern auf das AdH Verfahren ( Auswahl durch Hochschule), da gibt es halt verschiedene Kriterien die man erfüllen muss um die Chancen auf einen Studienplatz zu erhöhen :)

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@19meandmyself98

Ich sage ja das ist nur bei ganz ganz wenigen Unis der Fall. Meistens wird nichts gut geschrieben. Du brauchst mir da nichts zu erzählen.

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@Carlystern

Ansichtssache, ich finde so wenige sind das nicht, allein von den zehn die ich mir näher angeschaut habe, weil sie in meiner Nähe sind, berücksichtigen das 6 Unis! 

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@Carlystern

Naja, auf der offiziellen Seite, die das regelt, also Hochschulstart steht eben etwas anderes, aber ist natürlich möglich dass deine Erfahrung das nicht belegt.

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@19meandmyself98

Auf den Websites der Unis steht aber schon, dass es pro halbes Jahr Ausbildung eine Verbesserung um 0,1 gibt. 

SO steht das da? Wirklich? Sollte mich wundern.

Tatsächlich gibt es immer mehr Hochschulen, die eine medizinische Ausbildung bei der Vergabe ihrer Studienplätze berücksichtigen. Das stimmt auf jeden Fall.

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@Kristall08

Zitat: "Die Notenverbesserung beträgt 0,1 auf die Durchschnittsnote der HZB für je, bis zum Ende der Bewerbungsfrist vollendete, sechs Monate einer Berufsausbildung(en)/-tätigkeit(en) in einem medizinnahen Bereich und mindestens zweijähriger Regelausbildungszeit; insgesamt maximal 0,5. " Das steht bei Tübingen z.b. . Bei anderen Unis wird es teils anders gehandhabt, bei manchen gibts mehr, bei manchen weniger Pluspunkte! :)

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