Ausbildung Flughafen - Strafakte Problem

6 Antworten

also wieso gehst du nicht hin und sagst die Wahrheit ich persönlich würde dort nicht arbeiten wollen, denn der Großteil meines Privatlebens geht einen anonymen Chef nichts an. wenn er mehr über mich wissen will soll er mit mir nach Feierabend n paar Bierchen trinken gehn

Aber wenn du seriös wirkst sollten sies nicht merken

1

Bei diesen Sätzen geht es darum, dass du noch nicht gegend das Gesetz verstoßen hast (Straftat, nenne doch deine Straftat an uns). Mit diesen sozialen Netzwerken sieht das zum Beispiel so aus, dass Piloten keinen Facebook Account haben dürfen oder keine Informationen zu ihrem Beruf weitergeben.

"dass Piloten keinen Facebook Account haben dürfen"

Na ja, da kann man drüber streiten. Ich kenne über 4.000 Piloten mit Vornamen und einige davon haben durchaus einen Facebook-Account und wenn nicht, dann wegen Desinteresses und nicht, weil sie ihn nicht haben dürfen.

Aber vielleicht gibt es mittlerweile ein Gesetz? Kannst Du mir da mal weiterhelfen? In den relevanten EU-Vorschriften steht nämlich nichts von einem Verbot.

0

Hallo,

alle Bewerber werden, wie die schon Beschäftigten auch, vor Beginn eines Beschäftigungsverhältnisses und dann regelmäßig, einer Sicherheitsüberprüfung unterzogen. Die hat z. B. nichts mit der Ausstellung eines Führungszeugnisses zu tun, sondern geht wirklich in die Tiefe. Das weiß ich aus meiner lanjährigen Tätigkeit in der Luftfahrt.

Es werden Abfragen bei den Landeskriminalämtern, beim BKA, bei der Staatsanwaltschaft, bei den Geheimdiensten (ja, man glaubt es kaum) und beim Kraftfahrt-Bundesamt gemacht, um sicherzustellen, dass Du eine reine Weste hast. Im Zweifelsfall, oder bei einem Wohnortwechsel über Staatsgrenzen hinweg, werden auch bei ausländischen Behörden Informationen eingeholt, u. a. auch zu Steuerstrafsachen.

Dass Deine Verurteilungen niemandem auffallen, ist also reines Wunschdenken. Und selbst wenn nicht jetzt, wärst Du Deinen Job bei der nächsten Überprüfung wieder los, weil es, wie es so schön heißt "Anlass zu Zweifel an Ihrer Zuverlässigkeit gibt." Damit wird Dir dann der Zugang zu sicherheitsempfindlichen Bereichen gesperrt.

Außerdem musst Du eine eidesstattliche Versicherung unterschreiben, dass Du nicht vorbestraft bist und aktuell auch kein Strafverfahren gegen Dich anhängig oder in naher Zukunft zu erwarten ist. Und diese eidesstattliche Versicherung hat den gleichen Stellenwert wie ein Eid vor Gericht.

Es ist doch ganz einfach: Du hast Mist gebaut, also bist auch nur Du selbst für die Folgen verantwortlich und niemand sonst. Und da Du von "Verurteilungen" sprichst, heißt das doch, dass Du beratungsresistent bist und Dich nicht gerne an Gesetze hältst. Warum also sollte die Luftfahrtbranche Dir jemals vertrauen?

Vergiss den Job!

Danke für die ausführliche, ernüchternde Antwort! deinem letzten abschnitt gebe ich zwar unrecht, da man jmd als menschen kennenlernen sollte und nicht nur die vergangenheit und die fehler der jugend beurteilen sollte und das nichts mit "beratungsresistenz" zu tun hat, da ich mittlerweile ein gaaaaanz anderer mensch bin, aber du hast wohl recht wenn das so ist, kann ichs wohl vergessen!

0

Was möchtest Du wissen?