Ausbildung Finanzamt (mittlerer Dienst)

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5 Antworten

Mich hat der Gedanken aufrecht gehalten, dass schon blödere durch die Ausbildung gekommen sind.

Du darfst die Finanzschule nicht mit einer Berufsschule verwechseln, in der Du so langweilig Sachen wie Deutsch und Mathe und Fachrechnen hast. Du wirst nur in steuerlichen Fächern unterrichtet werden. Die Hauptfächer sind im Regelfall Einkommensteuer, Umsatzsteuer, Buchführung, Abgabenordnung und Politische Bildung bzw. Staatskunde. Dazu noch als Nebenfächer Bewertung, Allgemeine Rechtskunde und Kassen- und Vollstreckungswesen.

Ob es schwer ist, kann ich nicht sagen. Es wird anspruchsvoll und es verlangt eine andere Art zu denken, als bei einer normalen Schule. Das Lernen auf Prüfungen und anschließend das Gelernte vergessen gibt es nicht mehr. Es baut alles aufeinander auf, und je länger die Ausbildung fortschreitet, desto mehr wird der Stoff Fächer übergreifend. Am Ende solltest Du verstanden haben, dass Abgabenordnung, Einkommensteuer, Umsatzsteuer und Buchführung Hand in Hand gehen, und das das eine Auswirkungen auf das andere hat.

Du wirst viele neue Freunde bekommen. Im Regelfall werden die Anwärter des ganzen Bundeslandes zentral zusammen ausgebildet. Du wirst also viele neue Freundschaften schließen, die Dich noch über Jahre begleiten werden.

Du wirst im Regelfall nach dem ersten Lehrgang eine Aufsichtsarbeit schreiben, wenn Du die nicht bestehst oder nur mit Ach und Krach, werden Dich Deine Vorgesetzten darauf hinweisen, dass es evtl. besser ist, eine andere Ausbildung zu suchen. Das ist kein Mobbing, sondern wirklich eine Hilfe. Steuerrecht ist nicht einfach, aber machbar.

In jeder Arbeit und bei jeder Ausbildung wird heute Leistung verlangt. Wenn Du die Arbeit machen möchtest und den Willen hast die Ausbildung zu schaffen wird es schon klappen. Und sollte es wirklich mal schwer werden dann denke dran: Arbeit soll Spaß machen, aber wer kann schon den ganzen Tag Spaß vertragen. Wichtig ist, dass Du Dich immer wieder motivierst und nicht beiu der ersten Schwierigkeit aufgibst. Und noch eins, auch Finanzbeamte machen nur ihre Arbeit.

"du wirst keine Freunde mehr haben")

Wenn du kein Freude hast, bei der Ausbildung ist an der Zeit etwas neues zu suchen.

Das was anders sein wird, ist dass du bei einer Behörde lernst. Das heisst für dich, für Prüfungstermine und Arbeiten schreiben musst du wissen wer Kanzler(in) und Minister ist. Den Ministerpräsidenten deines Bundeslandes mit seinen Landesministern musst du auch kennen

Du wirst es schon packen, ist ja nur mittlerer Dienst

Oreokeks94 22.06.2011, 21:25

" du wirst keine Freunde mehr haben" , habe ich als Antwort bei einer anderen Frage bzgl. Ausbildung Finanzamt gelesen. Und das fand ich richtig dämlich. Wahrscheinlich ist damit gemeint, dass man blöder Beamter ist und den Leuten das Geld aus der tasche zieht. Schließlich wollen wir ja nicht wie Griechenland enden, oder ? ;-)

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Wieso sollten solche Kommentare kommen. Ich bin zwar erst 14 aber ich habe schon 3 Freiwillige Praktiken über jeweils einen Zeitraum von 3 Wochen bei 3 verschiedenen Finanzämtern gemacht. Ein ganz normaler Realschulabschluss reicht völlig aus das heißt es ist schon mal gut das du einen besseren hast.

Es kommt darauf an in welche Abteilung du kommst. ;)

Mir hat es sehr gefallen und es ist MEIN Berufswunsch. ;)

ich war 10 jahre finanzbeamter. dann hab ich den job geschmissen. aber das ist ein anderes thema ! sie verlangen eine ganze menge ! ! ! du mußt echt viel lernen ! aber andere schaffen die prüfung auch ! ist also auf jeden fall zu schaffen ! bedenke auch noch eines: in jedem beruf mußt du heutzutage was können wenn du was erreichen willst ! buchführung gehört zu jeder meisterprüfung ! dann viel spass mit der abgabenordnung !

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