Ausbildung dieses Jahr starten, was wenn es eine Falsche Entscheidung war?

4 Antworten

Nach der Ausbildung kannst du den Meister machen. Im europäischen Qualifikationsrahmen steht der auf eine Stufe mit einem Bachelor-Studienabschluss. Du wärst also bereits mit dem Meister sehr hoch qualifiziert.

Zudem beinhalten Meisterprüfungen in der Regel auch einen nicht zu knappen kaufmännischen Anteil, da der Meisterbrief in den meisten Handwerksberufen Voraussetzung für eine Selbstständigkeit ist und viele Menschen, die den Meister machen, auch genau das anstreben. Dort hättest du dann also auf gewisse Weise auch eine kaufmännische Ausbildung ;).

Auch gibt es Möglichkeiten, mit dem Meister ohne Abitur zu studieren. Dieser Weg stünde dir dann also auch noch offen.

Da das Bildungssystem inzwischen sehr durchlässig geworden ist, was "Studieren ohne Abitur" betrifft, halte ich es sogar für sehr sinnvoll, wenn Schüler, bei denen nicht bereits seit der Grundschule klar war, dass sie das Abi problemlos packen, diese Wege nehmen. Sie erwerben auf diesem Weg eben direkt berufsqualifizierende Abschlüsse. Auf dem rein schulischen Weg steht man hingegen schnell mal ohne alles da - und hat dann umso größere Probleme, irgendwo einen Ausbildungsplatz zu bekommen.

Also, mach die Ausbildung und schau danach, wie es weitergehen soll! Und wenn dich dieser Beruf wirklich nur anpiepen sollte, dann bewirbst du dich halt im Zweifel danach um eine andere Ausbildungsstelle - und gehst dort den Weg über all die Weiterbildungsmöglichkeiten, die mit einer abgeschlossenen Ausbildung angeboten werden :).

Mit diesen ganzen Fragen machst Du Dir nur das Leben schwer und vermiest Dir den Start. Es ist ganz normal, dass man bei so einer Entscheidung Muffensausen bekommt, aber das wäre Dir genauso gegangen, wenn Du Dich anders entschieden hättest. Deshalb: Probier es doch einfach aus.

Ich denke, es ist super, dass Du einen Ausbildungsplatz in einem so spannenden Beruf bekommen hast. Und ganz langweilig findest Du ihn ja selbst nicht, sonst hätten Dich Deine Eltern nie und nimmer überreden können, das Angebot anzunehmen. Und unbegabt bist Du auch nicht, sonst wäre Dir der Ausbildungeplatz nicht angeboten worden. Also: die Voraussetzugen sind schon mal gut.

Drei Vorteile hat es:

  1. Wenn ich richtig informiert bin, ist der Augenoptiker ein ziemlich vielseitiger Beruf: Physik, kaufmännische Fetigkeiten, Umgang mit Kunden. Du kannst Dir während Deiner Ausbildung in Ruhe anschauen, welchen Bereich Du vertiefen willst. (Mode ist übrigens gerade auch bei Brillen ein Thema).
  2. Der Beruf ist zukunftssicher und wird nicht zu schlecht bezahlt. Brillen werden immer gebraucht, und Du brauchst eines Tages vielleicht etwas, um eine Familie zu ernähren.
  3. Es ist wichtig für den Lebenslauf, dass man eine abschlossene Ausbildung vorweisen kann, selbst wenn man hinterher noch studiert. Wenn Du kein Abi hast, ist eine Ausbildung sogar Voraussetzung für ein Studium.

Also, wie ich schon sagte, mach Dir keine Sorgen, die ziemlich theoretisch sind, sondern nutze die Zeit gut, bevor Du anfänsgts, (Reisen), und freue Dich einfach auf Deinen Einstieg.

Kaum einer, der eine Ausbildung anfängt, weiß, ob sie ihm gefallen wird und wie es später weiter geht. Und warum sollte es keinen Spaß machen? Und du kannst danach durchaus noch eine kaufmännische Ausbildung dran hängen, wenn du das willst. Und was du später mit der Optikerausbildung anfängst, da hast du jetzt gut 3 Jahre Zeit, dich zu informieren, was du danach damit anfangen kannst. Aber setz dich nicht selber mit Zweifeln unter Druck, sondern freu dich auf die wirklich sehr umfangreichen Eindrücke und Kenntnisse, die du erwerben wirst.

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