Ausbildung beim Finanzamt abbrechen?

7 Antworten

Ja, die ersten Wochen sind wirklich ein Kulturschock für viele. Ich erlebe das aus erster Hand als Lehrer an einer LFS. Das ist ganz anders als alles, was du bisher gemacht hast. Aber das ist in anderen Berufen nicht grundsätzlich anders. Versuche, dich darauf einzulassen. Im Laufe der nächsten Wochen wirst du sehen, dass alles einen Zusammenhang mit dem Beruf hat, den du dir ausgesucht hast. Und 2 Jahre gehen schnell vorbei, vor allem weil der Großteil praktische Arbeit ist.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Nun, du bringst hier einen ganzen Haufen Fragen auf den Tisch !

Merkwürdig ist, das du schon nach einer Woche feststellst, das dir der Job nicht schmeckt. Hast du das Gefühl, einen ehrlicheren, befriedigenderen Job machen zu wollen, ohne "jeden Kunden" abzocken zu müssen, so könnte man es aus normaler menschlicher Sicht durchaus verstehen, aber das hätte dir auch schon vorher klar sein können und müssen.

Da du dich ja nach deinen Äußerungen eher im sozialen Bereich wohlzufühlen scheinst, wo "jeder Kunde" das Gefühl zurecht haben kann und darf, das ihm GEHOLFEN wurde, dann hast du deinen beruflichen Bereich wohl doch entdeckt.

Wenn du den neuen Berufswunsch dann auch noch mit einer Verbeamtung kombinieren kannst, wäre das wohl DEIN VOLLTREFFER, denn als Staatsdiener wirst du allgemein nicht so geschröpft und ausgenutzt wie ein normaler Arbeitnehmer in der freien Wirtschaft - Stichwort: Fürsorgepflicht des Staates. ( Im Volksmund wird das nicht umsonst oft als Blutsauger-Gemeinschaft zum gegenseitigem Vorteil o.ä. betitelt )

Aus der Ferne kann man dir gar nichts raten, denn mir sind weder deine Interessen noch Neigungen bekannt.

Du solltest mal zur Bundesagentur für Arbeit (Arbeitsamt) gehen und dich dort beraten lassen.

https://berufenet.arbeitsagentur.de/berufenet/faces/index?path=null

Beachte aber auch, wenn du deine Ausbildung bei der Finanzbehörde abbrichst, besteht die Möglichkeit, dass du die bisherigen Kosten zurück zahlen musst.

Warum hast du dich denn für diesen Beruf bzw. diese Ausbildung entschieden? Hast du dich mal über das Berufsbild informiert?

Wieso ist es nichts für dich? Was würde dich denn interessieren?

Kann es sein, dass du die Ausbildung nur genommen wegen deiner Eltern und wegen des Geldes und weil man verbeamtet wird? Falls ja, siehst nun, was dabei rauskommt. Falls nein, wirklich dumm gelaufen.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Azubi Industriekaufmann

ja ich hab mich zuvor informiert und sogar ein Praktikum beim Finanzamt gemacht.

Ich hab die Ausbildung genommen, da ich Spaß an Mathe in der Schule hatte und es auch mein Lieblingsfach war (hatte 1,0 in Mathe). Leider musste ich schnell feststellen dass das Finanzamt sehr wenig mit Mathematik zu tun hat und dafür 90% mit Deutsch... außerdem liegt das Finanzamt in der Stadt in die ich sehr gerne hinziehen würde.

Ich wurde in der ersten Woche komplett von den Anforderungen, den Schulfächern, Tätigkeiten und dem Umfeld überrascht und habe daher schnell realisiert, dass es einfach nicht passt.

Daher würde ich gerne ein FSJ machen, weil ich mich momentan stärker für den sozialen Bereich interessiere aber ich bin mir echt nicht sicher ob ich das später bereuen werde... vor allem auch wegen den ganzen Meinungen meiner Familie und Freunde, ich will diese ja auch nicht komplett enttäuschen :/

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@LinBeifong

Letztendlich muss dir der Beruf Freude machen, für lange Zeit. Mal ehrlich, deine Eltern und Freunde sollten akzeptieren, welchen Weg du wählst. Und was heisst enttäuschen? Nur weil du einen anderen Beruf wählen würdest? Sorry, das ist lächerlich. Oder arbeiten deine Eltern und Freunde alle beim Finanzamt?

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@LinBeifong

Und trotz Praktikum im Amt und vorheriger Informationen hast Du nicht gewusst, dass Mathe beim Finanzamt nicht gefragt ist? Was hast Du denn als Praktikant gemacht, nur Telefonzentrale und Poststelle? - Bei uns durchlaufen die Praktikanten auch andere Stellen, sie kommen zlB. für einige Zeit in die Veranlagung (Hauptarbeit im Finanzamt), wo sie zwar keine Steuererklärungen bearbeiten dürfen, aber durchaus administrative Aufgaben erledigen. Außerdem kriegen sie auch ein paar Tage ´"Amtsunterricht", so ein bisschen Steuerrecht für Anfänger.

Was Deine jetzige Situation angeht: Mach doch die zwei Jahre fertig; eine nach so kurzer Zeit abgebrochene Ausbildung sieht nicht gut aus im Lebenslauf. Außerdem sind doch die Anwärterbezüge nicht schlecht, Du hast siche rmehr als so mancher Lehrling. Von Krankenpflege-Schülelrn mal ganz abgesehen.!

Eine Woche Finanzschule gibt Dir auch überhaupt noh keinen Einblick; das ist jetzt erst mal alles ungewohnt und Steuerrrecht ist halt trocken. Wenn Du aber gut in Mathe bist, sollte Dir das schon auch helfen, abstrakte Sachverhalte zu verstehen.

Und wo Du nach der Ausbildung eingesetzt wirst, weißt Du doch auch noch nicht. Vollzieher wirst Du schon nicht werden und in anderen Stellen hast Du schon auch Gelegenheit, den Steuerpflichtigen behilflich zu sein.

Mein Rat ist einfach: Zieh's durch, mach Deinen Abschluß und danach kannst Du ja immer noch schauen, ob Du noch mal umsattelst. Und wenn es gar nicht geht, musst Du halt die Zwischenprüfung dermassen versemmeln, dass sie Dich entlassen. Dann hast Du wenigstens ein Jahr ganz gut verdient und kannst in dieser Zeit mal schauen, ob Du woanders Möglichkeiten hast.

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Ein s kann man dir auf jeden Fall bescheinigen. Wenn du schon nach einer einzigen Woche das Handtuch werfen willst, wirst du auch in anderen Berufen Probleme bekommen

Geb Ich dem Hans aber komplett recht nach einer Woche hast du doch keine Ahnung, Ich bin 19 jetzt im zweiten Lehrjahr und verstehe nicht warum man auf so viele Leute trifft die so reden wie der/die Fragesteller/in auch im persönlichem Umfeld 1-2 Personen. Was am Ende dabei rauskommt ist gar nichts, die Leute hocken seit 1-2 Jahren einfach nur daheim und "schauen" was sie machen wollen. einfach durchziehen bis du sicher weist was du machen willst und auch sicher machen kannst also wenn du angenommen wurdest aber niemals davor abbrechen und dann nichts machen. Am Anfang gefällt dir vielleicht die freie Zeit aber alle deine freunde werden arbeiten und du willst irgendwann auch wieder was machen und es ist schwer sich dann wieder aufrapeln zu müssen, in der Bewerbung sieht eine "freie" Zeit auch immer doof aus. Und zu guter letzt ist es doch bestimmt besser als Vollzeit normal schule, also was du die letzten Jahre ja machen musstest allein schon weil du dafür bezahlt wirst, falls das dir ein wenig mehr Motivation bringt. Also nicht direkt nach einer Woche aufgeben und wenn dann nur wenn du schon was anderes sicher hast.

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Wenn du schon nach einer einzigen Woche das Handtuch werfen willst, wirst du auch in anderen Berufen Probleme bekommen

Da bin ich anderer Meinung.

Oft erkennt man schon nach ein paar Tagen, dass diese Tätigkeit nichts für einen ist. Bei manchen dauert es etwas länger und man ärgert sich dann über die verblemperte Zeit.

Außerdem ist es bei vielen Eltern üblich, dass man die Kinder in die Tätigkeit reindrängen möchte, die man selbst ausübt.  Und gerade bei Beamten kommt dies sehr oft  vor.

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