Ausbildung beginnen, die man nicht möchte - Jobcenter

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12 Antworten

Normalerweise schickt die Arge nicht einfach wahllos Ausbildungsvorschläge durch die Gegend. Deine Freundin muss einen Termin zu einem Gespräch gehabt haben, bei dem sie gefragt wurde, welche Ausbildung sie sich vorstellen könnte (in welche Richtung der Beruf gehen sol). Hat sie eine eindeutige Antwort gegeben, so schick die Arge überwiegend solche Stellen zu, die sie interessieren. Sollte nichts in der gewünschten Richtung vorhanden sein, werden natürlich auch andere Stellen vorgeschlagen. Wenn sie aber nichts eindeutiges gesagt hat, z.B. sie ist sich noch nicht sicher/sie ist sich noch nicht einig weiche Ausbildungstellen sie interessieren könnten, dann schlägt ihr die Arge natürlich einfach Stellen vor, die im Moment frei sind. Und ja, darauf muss man sich bewerben. Es sei denn, sie findet selbst eine Stelle, die sie interessiert. Wenn sie sich selbst schnellstens bemüht und eine Stelle finden sollte, dann braucht sie in dem Zeitraum, bis die Ausbildung anfängt, keine Angebote mehr annehmen.

Danke für die Antwort. Das sie sich darauf bewerben MUSS, war uns ja klar. Das macht sie ja auch alles, sonst drohen sie wieder mit Kürzungen. Aber ich würde es auf keinen Fall gut finden, wenn sie eine Ausbildung 3 Jahre lang durchziehen MUSS (weil das Jobcenter es so will), die sich gar nicht machen möchte und sich dann jeden Tag aufs neue quält dort hin zu gehen!

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@Lsszz

Es ist ja nicht so schlimm, dass sie zum Gespräch hin muss. Wenn sie die Ausbildung nicht machen will, dann braucht sie das auch nicht. Aber ohne es zu sagen. Man muss sich nur ein paar kleine (und vielleicht auch fiese) Tricks ausdenken ;) Wenn sie beim Gespräch ist und dem Chef dort sagt, sie will die Ausbildung nicht machen, hat sie in dem Moment schon eine Kürzung. Denn der dortige Chef wird das so dem Amt mitteilen. Also - Ausbildung abgelehnt. Das muss man etwas fiffiger machen. Es geht alles, wenn man weiß wie ^^ Ist nicht der optimalste Weg, aber wenn man etwas nicht machen will, immer noch besser als sich drei Jahre selbst zu quälen.

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@Damien0912

Ich musste mich am ersten Tag meiner Ausbildung auch verstellen und so tun als ob ich das machen möchte.

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Doch macht sie leider und steckt sogar willkürlich in irgendwelche Auisbildungen. Das war bei mir der fallund man ist machtlos dagegen

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Das Arbeitsamt hatte mich sogar in eine BaE Ausbildung gesteckt, ohne dass ich was von wusste. Ich interessiere mich null für diesen Beruf und bin dafür auch nicht geeignet. Aber Arbeitsamt rief bei uns an und sagte: Morgen beginnt sie eine Ausbildung in einem Bildungswerk als Kauffrau im Einzelhandel, wenn sie nicht dahin geht werden sämtliche Leistungen gestrichen. Musste beim Vorstellungsgespräch lügen. Musste nicht mal eine Bewerbung schreiben. Das Amt hatte mich einfach mitten aus meinem Praktikum von meinem Wunschberuf genommen und dort rein gesteckt.

Wenn sie sich selbst eine Ausbildung sucht, dann hat sie auch keine Probleme mit dem Amt.. Sie muss halt auf eine gewisse Anzahl Bewerbungen kommen (natürlich in Berufen, die auch ihren Fähigkeiten entsprechen) und wenn das nicht der Fall ist, sind die Kürzungen rechtens (ist ja auch bei allen anderen so).. Und Ausreden von wegen, dass sie sich schon überall beworben hat, gilt auch nicht.. Sie wusste ja schon genug früh, dass die Schule irgendwann zu ende ist und sie sich weiter orientieren muss. Wenn sie zu spät angefangen hat, soll auch nicht die arbeitende Bevölkerung dafür bezahlen..

Bestand denn die möglichkeit das sie vielleicht Abitur oder Fachabitur macht? ich weis ja nicht wie der stand bei ihr ist. Im Moment ist es ja eh 5 vor 12. die Ausbildungen fangen bald an! die schulen haben alle plätze bis jetzt eigentlich schon vergeben.. sie hatte 1 Jahr zeit sich zu bewerben... 1 Ganzes Jahr, das jetzt nichtmehr die tollsten Ausbildungsplätze frei sind steht ja außer frage.

Was will sie sonst machen? 1 jahr nen Faulen?

Sie kann ja auch erstma anfangen und in dem ersten ausbildungsjahr sich weiter bewerben oder?

Sie hat schon ihr Abitur gemacht. Und sie hat sich auch das ganze Jahr über beworben. Es ist nicht so, dass sie zu Hause rumsaß und Däumchen gedreht hat. Sie hat nur einfach nichts gefunden. Sie würde auch um das eine Jahr zu überbrücken, dass jetzt ansteht, einfach Arbeiten gehen, wenn da nicht diese doofen Vermittlungsvorschläge vom Jobcenter kommen würde, wo sie sich bewerben MUSS. Und wer nimmt schon nicht gerne jemand in seinem Beruf, der Abitur hat? Bäckerreifachverkäuferin, kann man auch mit einem normalen Hauptschulabschluss machen, wer da die Wahl zwischen Abiturientin und Hauptschüler hat, nimmt dann wohl höchstwahrscheinlich die Abiturientin oder?

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@Lsszz

man nimmt den, der dafür am geeignetsten ist, denn wenn sie desinteresse zeigt, wird er mit ihr keine freude haben.. da nimmt man lieber jemand anderen! da es jetzt schon ziemlich knapp wird wird sie sich wohl 1 jahr durchbeißen müssen wenn sie nichts findet. wie siehts aus mit dualem studium? oder studieren allgemein?

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Nein, sie ist nicht im Recht. Sie muss zu diesem Gespräch, sonst wird das Geld gekürzt. Sie kann nur hoffen, dass sie die Stelle nicht bekommt. Oder ersteinmal dort antreten und sich parallel dazu weiterbewerben und wenn sie dann eine Aubildungsstelle bekommt, die ihr zusagt, kündigen.

Also noch mal die Frage, kann sie die Ausbildung als Bäckerreifachverkäuferin einfach ablehnen, ohne dass das Arbeitsamt ihr mit Kürzungen droht?

Nein! Das Amt wird nicht nur mit Kürzungen drohen, sondern tatsächlich die Leistungen kürzen.

Ich finde das eine Frechheit, dass jungen Leuten die Chance genommen wird, sich wirklich eine Ausbildung zu suchen, die ihnen Spaß macht und auf die sie Lust haben und sie sich stattdessen überall bewerben MÜSSEN, wo es das Arbeitsamt will.

Du weißt schon, dass sie sich jederzeit auch neben ihre Ausbildung um eine Altenative bemühen kann, oder? Insofern ist das Argument bestenfalls lächerlich ...

Ich sag mal so: wenn sie bei der Bäckerei durchblicken lässt, dass es sich nicht um ihren Traumberuf handelt, sie aber auf Grund des Jobcenters-Drucks keine Wahl hat, dann ist das einerseits noch legtim und darf nicht als Versuch gewertet werden, die Ausbildung zu verhindern, andererseits sollte sich die Sache damit für den Betrieb erledigt haben.
Btw: ich kann mir auch erfüllendere Berufe vorstellen, als Kunden altes Brot anzudrehen.

Ich finde das eine Frechheit, dass jungen Leuten die Chance genommen wird, sich wirklich eine Ausbildung zu suchen, die ihnen Spaß macht

Niemand hindert deine Freundin daran, sich selbst eine Stelle zu suchen. Allerdings scheint sich dabei ja relativ erfolglos zu sein.

Wenn deine Freundin eine Stelle ablehnt, wird sie mit Kürzungen rechnen müsse. Sie ist verpflichtet alles zu tun, was ihre Bedürftigkeit mindert. Lehnt sie eine Stelle ab, kommt sie also ihren Pflichten nicht nach.

Was möchte sie denn machen? Wenn sie das weiß, dann soll sie bundesweit suchen...denn es sind noch genug Ausbildungstellen frei. Vielleicht sollte sie sich mal um eine Praktikumstelle bemühen, in dem Beruf, der ihr vorschwebt Das mußt sie dann allerdings mit dem Amt klären

Ja muss sie machen. Bei mir war es noch krasser. Ich wollte schon immer Medizinische Fachangestellte erlernen. Doch als ich 17 war wurde ich direkt an der Schule (wo ich in meinem  Wunschberuf ein haufen Praktika machen konnte) abgemeldet und in eine außerbetriebliche Ausbildung ohne mich zu Fragen was überhaupt das Richtige für mich iost gesteckt.

Musste die nehmen sonst hätte ich mein Geld gestrichen bekommen.

Die Kürzungen wären dann völlig zu Recht. Es ist um ein vielfaches einfacher sich ein Ausbildungsstelle ohne das Arbeitsamt zu suchen - daher sind das sowieso nur Ausreden.

Du kannst hier nicht einfach behauptet, dass das nur Ausreden sind. Sie hat sich wirklich ÜBERALL beworben, so eine Stelle ausgeschrieben war. Nur nicht als Bäckerreifachverkäuferin & Als Fleischereifachverkäuferin. Wenn sie in diesem Bereich eine Ausbildung machen wollen würde, hätte sie schon längst eine. Du kannst nicht einfach sagen, dass das eine Ausrede ist, wenn du nichts weiteres weißt. Und in der heutigen Zeit, ist es nicht einfach eine Ausbildung zu finden. Nur mal nebenbei.

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@Lsszz

Und in der heutigen Zeit, ist es nicht einfach eine Ausbildung zu finden.

Falsch: In der heutigen Zeit ist es nicht einfach einen geeigneten Auszubildenden zu finden !

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In welcher Region wird denn eine Ausbildung gesucht? Ich kann ein Verzeichnis mit "Internet-Adressen ausbildender Firmen" schicken. Würde das weiterhelfen?

Viele Grüße Gunter Schreyer www.lehrstellenservice.info

mit der einstellung schafft sie es schonmal gar nicht durch die 3 jahre. sie soll die ausbildung einfach durchziehen und sich danach eben was gescheites suchen.

"einfach durchziehen" sagt sich so leicht! Eine Ausbildung anzufangen, die man überhaupt nicht will, verleitet wie bei mir, später zu psychischen Schäden wie Burnout-Syndrom. Soll jetzt aber nicht heißen, dass diesen unbedingt geschehen muss.

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@McDaimond

Ich bin der selben Meinung. Eine Ausbildung anzufangen, die man ABSOLUT nicht möchte, sollte man erst gar nicht anfangen. Man muss sich jeden Tag aufs neue zwingen, dort anzutreten und das ist wohl nicht Sinn der Sache!

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@McDaimond

Komm ich habe auch die gezwungene sehr ungewollte Ausbildung durchgezogen. Mich bumt es nur so, dass ich aufhgrund dieser drei Jahtre erfolglos meine Wunschausbildung suiche, obwohlich einer der besten darin und sehr gut geeiget bin.

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@Lsszz

Doch sollte man. Hauptsache man hat erst einmal was. Eine zweite Ausbildung kann man immer noch hinterher machen.

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