Sollte man eine Ausbildung annehmen, die man eigentlich nicht möchte?

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Hallo,

Ich würde es einfach mal versuchen. Angst haben ist nicht schön. Kenne ich auch von anderen Bereichen. Aber gegen die Angst kannst du nur etwas tun wenn du dich ihr stellst. 

Ausserdem bist du dort nicht in einem Gefängnis und kannst jeder Zeit wieder aufhören (was zwar schade wäre) aber es wäre zumindest eine Option. 

Ich würde die Ausbildung auf jeden Fall annehmen. Du kannst dadurch nur gewinnen und nichts verlieren. Auch wenn es dich Überwindung kostet.

Ich wünsche dir viel Erfolg 

Ich war auch beim Psychologen aber er empfiehlt mir nur eine Gruppentherapie

 was heißt ´nur´? das ist das einzig richtige! gerade in der gruppe lernst du, wie du andere menschen an dich heranlassen oder wie du dich ihnen gegenüber verhalten kannst. du lernst, dich abzugrenzen, ohne gleich wegzulaufen, aber auch das stehenbleiben und zulassen. und das alles in einem geschützten raum, in dem dich niemand verurteilt, sondern alle wahrscheinlich das gleiche problem haben.

und im moment scheint es ja nicht so zu sein, dass du angst hast, sondern die angst hat dich. du räumst ihr einen größeren wert ein als dir selbst; sie darf bestimmen, was du tun darfst und was nicht; wie glück aussieht und wie unglück. du erlaubst ihr, dein leben so sehr auszufüllen, dass du dich an den rand desselben ´retten´ willst. aber ist das wirklich dein lebensentwurf? welche phantasien und wünsche kämen darin vor, wenn du diesen entwurf noch einmal schreiben dürftest?

ich kenne niemanden, der seine ängste ohne therapie wirkungsvoll bearbeiten und sie letztlich in die wüste schicken konnte. in der therapie musst du diesen weg nicht allein gehen, du hast ein geländer und kannst dir in verschiedenen techniken deine angst anschauen und dich im besten fall irgendwann von ihr verabschieden.

und parallel dazu versuchst du die ausbildung und kommst -langsam- immer besser im leben an. du musst ja keine ´rampensau´ werden, aber tot sein kannst du später noch lange genug.

ein psychologe verschreibt übrigens keine medikamente, das darf nur ein psychiater oder anderer facharzt. aber da würde ich jetzt nicht hindenken...

Hallo, ich würde auf jeden Fall die Chance nutzen und du solltest  froh sein, dass du überhaupt einen Ausbildungsplatz hast. Du willst doch sicher nicht, dass du wegen deiner Sozialen Phobie ein Leben lang nicht mehr unter Menschen gehst, denn das ist ja kein Leben und da könntest du dann auch genau so gut  sterben.

Auch du kannst dein Problem in den Griff bekommen, aber nur, wenn du selber an dir arbeitest. Angst muss man mit der Angst konfrontieren und nicht davor davon laufen.  Das ist auch eine Kopfsache und du musst es wollen. Natürlich ist das nicht einfach, aber wenn du arbeitest, musst du dir immer einreden, wenn das Angstgefühl kommt, dass du das schaffst. Und du wirst es auch schaffen, wenn es auch viel Energie kostet und du abends oft total kaputt bist. Aber du wirst sehen, dass es sich lohnt und alles immer besser klappt. Also nimm allen Mut zusammen und kämpfe dich dadurch, auch wenn es dauert. Setze dir dieses Ziel, dann kannst auch du wieder irgendwann, ganz normal leben. 

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