Ausbildung als Fluggerätmechaniker beim Bund?

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Hallo,

muss es denn unbedingt die Bundeswehr sein? Wie wäre es bei meiner Lieblingsairline? Der Vorteil hier liegt darin, dass Du nach der Ausbildung z. B. als Stationsmechaniker im In- und Ausland tätig sein kannst und dort eigenverantwortlich Arbeiten für die eigene Airline und auch Kunden vornimmst und abschreibst.

So kannst Du auch erstmal als "Urlaubsvertretung" Auslandsluft schnuppern und irgendwann fest für mehrere Jahre auf einer Station arbeiten (und im Schnitt alle 4 Jahre das Land wechseln).

http://www.be-lufthansa.com/#/jobs/ausbildung/technische-ausbildung/

Dort den Punkt A5.5 "Technische Ausbildung"

Natürlich ist die Bw-Ausbildung solide und vielleicht übernimmt sie Dich auch, aber Du sammelst ja erst einmal Informationen.

Ich habe die Ausbildung zum Fluggerätmechaniker von 2008 bis Anfang 2012 gemacht. Und fakt ist eins: Eine Ausbildung, in der dir soviel vermittelt wird, ist woanders schwer zu finden. Außerdem ist die Ausbildung beim Bund sehr angesehen.

Das erste Lehrjahr besteht komplett aus Metallbearbeitung. Feilen, Nieten, Fräsen, Drehen usw.. Im 2. Lehrjahr lässt man dich dann an ausgemusterte Luftfahrzeuge. Wir hatten bei uns in der Ausbildungswerkstatt z.B. einen Alpha Jet, eine Fiat G.91, eine Piaggio P149, eine BO105, eine Alouette II und eine OV10 Bronco. An diesen Maschinen haben wir dann simulierte Störfälle behoben. Außerdem kommen dann im zweiten Lehrjahr auch noch solche Sachen wie Hydraulik und Pneumatik dran.

Ab dem dritten Lehrjahr haben wir dann an den einsatzfähigen Maschinen gearbeitet. Ich habe die Ausbildung bei den Heeresfliegern in Rheine-Bentlage (Mittleres Transporthubschrauber Regiment 15) gemacht. Daher waren wir dann ab dem 3. Lehrjahr in der Instandhaltung und in der Wartung von der CH53G beschäftigt. Dabei gings dann durch alle Bereiche, jeweils für ein Paar Wochen. Flugwerk, Triebwerk, Hydraulik, Elektronik, Avionik usw.. Und das ein oder andere mal durfte man auch mitfliegen. ^^

Der Vorteil den du beim Bund hast, ist das was ich dir eben aufgezählt habe. Du arbeitest an allen möglichen Luftfahrzeugen. Wenn du deine Ausbildung zivil in irgendeinem kleineren Betrieb machst, dann schraubst du deine gesamte Ausbildung nur an den gleichen Flugzeugen rum.

Also ich habe es nicht bereut die Ausbildung gemacht zu haben. Mittlerweile sitze ich aber als Repair Manager für Luftfahrzeugkomponenten im Büro. Ist auch ganz nett. ^^

Die Stelle ist leider sehr begehrt, und da der Bedarf an Flugzeugen der Bundeswehr nicht gerade hoch ist gibt es auch wenige davon... Die Chancen stehen leider nicht so toll...

drhouse1992 28.08.2013, 20:42

da der Bedarf an Flugzeugen der Bundeswehr nicht gerade hoch ist gibt es auch wenige davon

Was ist das denn für eine Aussage? Ich habe die Ausbildung beim Fluggerätmechaniker gemacht und die Bundeswehr sucht in diesem Bereich immer Leute.

Oder meinst du, die Helis und Jets vom Bund reparieren und warten sich von selbst?

0
Toaster247 29.08.2013, 12:19
@drhouse1992

Ich habe zwei Freunde die sich erst vor einigen Wochen dort beworben haben. Beide kamen mit dem selben Ergebnis hin. Sie können sich verpflichten, haben jedoch aufgrund der hohen Anzahl an Bewerbern keine Garantie das sie eine Ausbildung zum Fluggerätemechaniker machen können da umstrukturiert wird und weniger davon benötigt werden. Die Bundeswehr hat für diesen bereich mehr als genug bewerber. Zudem ist es eine Tatsache das die Bundeswehr keinen hohen Bedarf an Fluggeräten hat da diese kaum für aktuelle Einsätze benötigt werden. Lediglich ein paar Transportmaschinen und ein paar Sanitätsmaschinen sind aktiv im einsatz.

0

Guck dir doch die super Videos auf dem YT Kanal der BW an !

Was möchtest Du wissen?