Ausbildung Abschlussprüfung prüfungsaufgabe nie vermittelt bekommen Handwerk?

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3 Antworten

Es gibt eine Ausbildungsordnung.Und es gibt eine Prüfordnung.Alles was Du als Anforderung brauchst,um eine Gehilfenprüfung / Gesellenprüfung zu bestehen,sollst Du grundsätzlich lernen.Da es nicht in jedem Betrieb,vor allem in spezifizierten Betrieben möglich ist,im laufenden Betrieb jedwede Fertigkeit zu erlernen,das heisst auch zu üben und Praxis zu bekommen,ist grundsätzlich der verantwortliche Ausbildungsmeister zuständig,darauf zu achten,das diese Tätigkeiten dann gesondert für Dich oder anderere Azubis im Betrieb gelernt werden.

Dazu gibt es oftmals eine überbetriebliche ,praktische Unterweisung.

Du hast die Möglichkeit folgendes zu tun,wenn Du erkennst,das Du bestimmte Dinge nicht lernst,obwohl Du darin geprüft wirst:

Aushändigen der Ausbildungsordnung : IHK oder Innungsmeister

Sprech nun Deinen Vorgesetzten darauf an,was Du gezeigt bekommen möchtest,bzw.für Deine Prüfungen notwendig ist.

Grundsätzlich ist der Betrieb verpflichtet Dir Gelegenheit in der normalen Arbeitszeit zu geben,Dinge zu üben,die Teil der Ausbildung in Deinem Beruf sind.

Ins Berichtsheft gehören ja genau die Dinge,die Du entweder verrichtet hast,oder was Du Du im Zusammenhang mit der Berufsschule gelernt hast.Hier können auch Alternativen,die in der Praxis anders als theoretisch vermittelt,praktiziert werden,oder wo es andere Erkenntnisse oder Lehrmethoden gibt,hinein genommen werden.

Also das Berichtsheft ist auf keinen Fall Grundlage dafür,was bewertet werden darf.Es ist im Besten Falle dafür eine Grundlage zu erfragen ob Du dieses oder jenes schon einmal gemacht hast,um es Dir dann zu erklären oder zu zeigen,wenn es nötig ist ,also Ausbildungsinhalt ist.

Wenn du das tatsächlich nachweisen kannst, musst du Beschwerde einlegen. Trotzdem wirst du erneut zur Prüfung antreten müssen.

Eine einzelne Frage kann aus der Bewertung genommen werden, wenn es mehrere sind gibt es nicht genügend zu bewerten.

Allerdings hast du ja offensichtlich schon vor der Prüfung gemerkt, dass die einiges an Wissen fehlt. Da hättest du anfangen sollen dich zu beschweren und dafür zu sorgen, dass du zu dem Stoff kommst.

Torido 19.05.2017, 11:14

Mein chef sagt er bringt mir nichts mehr bei und es sei mein problem

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Goodnight 19.05.2017, 11:21
@Torido

Was hast du angestellt?

Er kann sich natürlich nicht aus der Verantwortung ziehen. Melde dich umgehend bei der IHK (so heisst das glaube ich bei euch).

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Rutscherlebnis 19.05.2017, 11:21
@Torido

Ganz übel und kann leider vorkommen.Geh zum Innungsmeister und besprich Dich mit Ihm.Oft sinds gleichzeitig die Fachdozenten in der Berufsschule.( Berufsschullehrer).Notfalls ,wirklich notfalls,nehme Dir Urlaub und versuche in einer Werkstatt eines anderen Betriebes spezifisch diese Kenntnisse vermittelt zu bekommen.Wenn du eine Prüfung bestehen willst,oder gut bestehen willst,bleibt Dir nichts anderes übrig,als klein bei zu geben.Wichtig ist,das Du Deine Ausbildungsinhalte genau kennst.So kannst dann selber einschätzen,was Du Dir aneignen musst.Allerdings gehört einiges dazu so zu handeln....die Pflicht des Lehrherrn ist natürlich was anderes.

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Goodnight 19.05.2017, 11:27
@Torido

Frag mal deine Kollegen in der Berufsschule wer einen guten Lehrmeister hat und dir evtl. helfen kann.

Wir haben einen Freund und Prüfungsexperte, der in solchen Situationen Lehrlingen unter die Arme greift. Solche Leute gibt es manchmal.

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Die von der IHK können doch nicht jedes Berichtsfest durchforsten, ob auch alle Azubis den geforderten Ausbildungsinhalt vermittelt bekamen!
Das ist ja Sache der Ausbilder, dass sie dafür Sorge tragen!

Wenn also in der Prüfung was gefragt wird, was du nicht gelernt hast, musst du deinen Ausbilder dafür verantwortlich machen und nicht die IHK!

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