Ausbildung abbrechen und Urlaub nehmen?

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5 Antworten

Hallo Leon1967,

(Für alle Leser: Die Angaben beziehen sich nur auf die Ausbildung!)

Also eigentlich wird sowas vermieden indem man als Firma und als Auszubildender, die 1-4 Monate Probezeit nutzt (also richtig nutzt).

Kündigen kannst du so gesehen jeder Zeit, hier der Link:

http://www.gesetze-im-internet.de/bbig_2005/__22.html

Du solltest das aber eventuell vorher ansprechen, bzw. muss es dein Ausbilder oder der Ausbildende eigentlich sehen und merken, dass da etwas nicht stimmt. Die haben wahrscheinlich keine Ahnung, und mit einer plötzlichen Kündigung würde die Situation noch schlimmer werden.

Ich geh mal von 4 Wochen aus, du kannst natürlich deinen dir zustehenden Resturlaub nehmen. Der muss in deinem Vertrag stehen und wurde ja anhand deines Alters und deines Beitrittszeitraums (Monat) festgelegt.

Siehe Link (Urlaub, falls du unter 18 bist)

https://www.gesetze-im-internet.de/jarbschg/__19.html

Grundlegend muss man aber nicht Gleich den Beruf wechseln, weil ich kann mir kaum vorstellen, dass deine beschriebene Tätigkeit dem Ausbildungsrahmenplan entspricht, den du zu Beginn deiner Ausbildung erhalten hast! (oder auch nicht, falls nicht hat der Betireb schon hier versagt)

Den Betireb kannst du jeder Zeit wechseln bitte die IHK einfach um Hilfe.

Ansonsten erst Kündigen wenn du eine neue Ausbildungsstelle gefunden hast (sprich den Vertrag unterschrieben hast, bzw. wenn auch der Arbeitgeber unterschrieben hat). Wichtig

Hier kannst du auch die IHK um Hilfe bitten, also um eine neue Lehrstelle zu finden.

Infos zu deinem Ausbildungsberuf:

https://www.bibb.de/de/berufeinfo.php/profile/apprenticeship/fhjk7888

Viel Erfolg

Den Betrieb kannst du jeder Zeit wechseln

Aber nur, wenn die Ausbildung in einem anderen Beruf ergriffen wird.

Nach dem von Dir ja schon zitierten Paragraphen aus dem Berufsbildungsgesetz BBiG ist eine ordentliche Kündigung nämlich nur aus diesem Grund möglich oder wenn die Berufsausbildung ganz aufgegeben wird.

Ansonsten kann es Probleme geben!

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Du kannst jederzeit fristgerecht kündigen, aber der Urlaub wird vermutlich nicht reichen. Denke bitte daran, dass Du laut Berufsbildungsgesetz in DIESEM Beruf dann nie wieder eine Ausbildung wirst machen können. 

Sinnigerweise suchst Du dir erst was anderes.

Warum darf er dann nicht mehr eine Ausbildung in diesem Beruf machen?

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dass Du laut Berufsbildungsgesetz in DIESEM Beruf dann nie wieder eine Ausbildung wirst machen können

Das ist Unsinn und steht auch nicht im Berufsbildungsgesetz!

Zwar erlaubt das Berufsbildungsgesetz BBiG keine Kündigung, die nur den Grund hat, für die gleiche Ausbildung lediglich den Ausbildungsbetrieb zu wechseln.

Das bedeutet aber nicht, dass das die von Dir fälschlich beschriebene Konsequenz hätte (das wäre auch ein Verstoß gegen die grundgesetzlich garantierte freie Berufswahl und Berufsausübung).

Eine Konsequenz kann allerdings sein, dass dem "verlassenen" Ausbildungsbetrieb nach dem BBiG ein Schadenersatzanspruch zusteht, sofern ihm durch den Wechsel des Auszubildenden zu einem Konkurrenzbetrieb tatsächlich ein dezidiert nachweisbarer Schaden entstanden sein sollte.

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@Familiengerd

Gerade noch mal nahgeschaut: §22, Punkt 2: "von Auszubildenden mit einer Kündigungsfrist von vier Wochen, wenn sie
die Berufsausbildung aufgeben oder sich für eine andere Berufstätigkeit ausbilden lassen wollen."

Kann so augsgelegt werden und wird es in der Praxis auch definitiv. Es gibt aber auch Kammern, denen ist es egal und die sehen das lockerer, weil sie eh schon nicht genug gute Azubis bekommen. Bei uns ist es nicht so.

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@sozialtusi

Die Kammer wird mit völliger Sicherheit auch nicht sagen, dass der Auszubildende, der ein Ausbildungsverhältnis kündigt, um die Ausbildung in einem anderen Betrieb fortzusetzen, "nie wieder eine Ausbildung" in diesem Beruf würde machen können!

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@sozialtusi

Der Gesetzestext ist mir selbstverständlich bekannt!

Diesen Text aber dahingehend zu interpretieren, wie Du es tust, ist abwegig!

Das ändert auch alles nichts an meiner Feststellung, dass die Aussage, der Auszubildende würde "in DIESEM Beruf dann nie wieder eine Ausbildung [...] machen können" rechtlich alleine auch schon deswegen nicht haltbar ist, weil ein solches Vorgehen einen Grundrechtsverstoß darstellen würde (Grundgesetz GG Art 12).

Das gilt auch für "Deine" Kammer!

Problematisch wird es für den ordentlich kündigenden Auszubildenden, wenn er ohne dringende Gründe eben nur den Betrieb bei gleicher Berufsausbildung wechseln will, dadurch, dass es sich gegenüber dem Ausbildungsbetrieb nach dem BBiG schadenersatzpflichtig macht.

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@Familiengerd

Ich interpretiere das ja nicht ;) In so fern ist das gerade einfach mal nicht meine Baustelle ;)

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Was machst du denn, wenn du keine andere Ausbildung findest?

Erst kündigen, wenn ein neuer Ausbildungsvertrag unterschrieben ist!

Alles andere ist sehr unvernünftig.

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