Ausbildung abbrechen, Regelfall

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2 Antworten

Gem. § 22 Abs. 2 Nr. 2 BBiG kann der Azubi "mit einer Kündigungsfrist von vier Wochen" seine Ausbildung kündigen, wennn er "die Berufsausbildung aufgeben oder sich für eine andere Berufstätigkeit ausbilden lassen" möchte.

Jede andere Kündigung oder fehlende Begründung wäre als unwirksam zurückzuweisen.

Bis dahin hast du am Blockunterricht teilzunehmen, für den du freigestellt ist.

Einen Urlaub muss man außerhalb der Schulferien nicht gewähren, Krankmeldung hinnehmen oder amtsärztlich überprüfen und wenn du die Schule oder Schicht schwänzt, streicht man deine Vergütung oder schmeisst dich fristlos aus, wenn du nach Abmahnung immer noch nicht erscheinst.

Und ein qaulifiziertes Zeugnis muss man nach diesen Eindrücken ja auch noch schreiben. Wenn einem da nicht Gutes mehr einfällt, fällt es eben demnenstprechend knapp aus.

G imager761

Da passiert in der Regel nicht ganz viel. Was soll die Firma tun, dich verklagen weil du nicht mehr kommst? Wenn man aber einfach so nicht mehr kommt, kann es auch passieren dass die Firma einfach so das Geld nicht überweist. Und dann sitzt man da.

Da passiert in der Regel nicht ganz viel. Was soll die Firma tun, dich verklagen weil du nicht mehr kommst?

Aber das sagt aber das Berufsbildungsgesetz BBiG in § 23 "Schadensersatz bei vorzeitiger Beendigung" dazu:

Wird das Berufsausbildungsverhältnis nach der Probezeit vorzeitig gelöst, so können Ausbildende oder Auszubildende Ersatz des Schadens verlangen, wenn die andere Person den Grund für die Auflösung zu vertreten hat. Dies gilt nicht im Falle des § 22 Abs. 2 Nr. 2 [Anmerk.: Beendigung aus wichtigem Grund].

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@Familiengerd

Eben: Entweder hälst du vier Wochen Kündigungsfrist durch oder haust in den Sack und zahlst Schadensersatz. Ist doch eindeutig erklärt, oder?

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Was soll die Firma tun, dich verklagen weil du nicht mehr kommst?

Ja, genau den Schadesersatzanspruch hat sie, § 23 BBiG :-O

G imager761

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@imager761

Ja, es ist an sich das was ich gemeint habe. Ganz viel wird nicht passieren, ausser dass die Firma ausstehende Zahlungen einbehalten werden und dies als "Schadensersatz" annehmen. Dann muss der Arbeitnehmer schon selber vor Gericht gehen, wo er aber allein durch die Tatsache dass er nicht mehr gekommen ist quasi null Chancen hat. Ich denke nicht dass eine Firma wegen einem Azubigehalt vor Gericht geht, alleine die Anwaltskosten würden deutlich mehr als ein paar hundert Euro kosten.

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