Aus welchem Stoff besteht die Schutzkleidung (Radioaktivität)

4 Antworten

Nicht unbedingt, weil die Anzuege auch ein Schutz vor Beruehrung von radioaktiven Substanzen sein kann, dann reicht PVC, Teflon oder Gummi.

Die Anzuege koennen aber auch eine Innenschicht haben, die gegen radioaktive Strahlung abschirmt.

ich denke das da metallische gewebe mit drin sind, möglichst blei haltige, oder direkt bleischichten, weil blei so dicht ist das nix durchkommt, das ist keinesfalls nur stoff der kann davor nur bedingt schützen

Mal wieder die Verwirrung um Begriffe ;)

Es gibt zweierlei Problembereiche zu deiner Frage:

1) es geht um Radioaktivität, d.h. radioaktive Stoffe

2) es geht um ionisierende Strahlung, welche eben NICHT radioaktiv ist (z.b. Röntgenstrahlung, ß-Strahlung ...)

ad 1) Bereiche, wo mit solchen Stoffen gearbeitet wird, sind u.a. die Nuklearmedizin. Wer dort mit diesen Stoffen arbeitet, hat im "heißen Bereich" eine Schutzkleidung an, die eine Kontamination des Körpers verhindern soll (Kittel, Handschuhe, Mundschutz ...). Diese Kittel können z.b. normale Einmal-Zellstoffkittel oder auch mal Plastikschürzen sein, diese werden nach Gebrauch einfach entsorgt (je nach Kontamination). Der Schutz vor Strahlung wird im Wesentlichen durch entsprechende Abschirmungen am Arbeitsplatz gewährleistet ("Bleiburgen")

ad 2)

Bei der Arbeit mit ionisierender Strahlung, z.b beim Röntgen, erhält in aller Regel nur der Patient eine relevante Strahlendosis. Ausnahmen sind Situationen, wo der Arzt oder das Assistenzpersonal im - oder in der Nähe des Röntgenstrahles arbeiten muss, etwa bei einer Angiografie oder anderer sog. interventioneller Radiologischer Tätigkeiten.

Hierbei wird dann tatsächlich Strahlenschutzkleidung getragen. U.a. Kittel, die mit z.B. Bleigummi unterlegt sind:

http://german.alibaba.com/goods/radiation-protection-gown.html

In Bereichen mit hoher Dosisleistung und hohen Strahlungsenergie, wie sie in der Strahlentherapie auftreten werden KEINE Schutzanzüge getragen. Dies hat u.a. folgende Gründe:

Die in der Strahlentherapie üblicherweise verwendete Strahlung (hochenergetische Photonen oder Elektronen (und -selten- Protonen und Ionen)) würde durch die o.g. Schutzkleidung nahezu unbeeindruckt bzw. ungeschwächt durchtreten, hätte also keine wesentliche Schutzfunktion.

Da aber im sog. Sperrbereich, dort, wo also die o.g. hochenergetische Strahlung auftritt, sich ausschließlich der Patient aufhält, der dort behandelt wird, und ansonsten durch leistungsfähige Abschirmung eine Strahlenbelastung der Umgebung, einschließlich der Mitarbeiter vermieden wird, erübrigt sich die spezielle Schutzkleidung.

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