Aus welchem Grund werden an Unis Klausuren konzipiert, die zeitlich extrem knapp bemessen sind, aber für die auch keine volle Punktzahl für 1.0 benötigt wird?

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4 Antworten

Hi hamilton,

ich bin selbst Korrektor in einem Fachbereich, für den sowas normal und typisch ist. Ich persönlich störe mich sehr an so etwas. Es führt dazu, dass die Verfasser/innen in der Regel nur von einem Schwerpunkt zum nächsten huschen, diese jdoch nicht bearbeiten. Es ist übrigens keineswegs so, dass nicht die Klausur vollständig bearbeitet werden müsste um 1.0 (bzw. bei uns etwa vergleichbar mit 13-15 Punkten) zu erlangen. Sollte ein Schwerpunkt nicht deutlich überdurchschnittlich bearbeitet werden, ist jede Chance für ein "Sehr gut" sofort weg. Für ein "gut" müsste ausnahmslos der Rest der Klausur überragend bearbeitet worden sein.

Diese Klausuren sind daher i.d.R. eher unfair gestellt. Die "Fehler" bei der Klausurerstellung dürfen wir dann auffangen indem wir sanft benoten. Ich halte von solchen Klausuren nicht viel ... es führt oft dazu, dass man den Eindruck hat dann Noten zu vergeben, die ungerechtfertigt sind. Die Studenten hingegen wissen i.d.R. sogar, dass ihre Bearbeitung unvollständig ist und sind verärgert, dass sie gar nicht zeigen konnten was sie alles können. Jedenfalls erging mir das immer so.

Viele Grüße, JS

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Vermutlich den Wissenstand zu pruefen um evtl. die Vorlesungen anzugleichen.

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Vermutlich, um einen Lernerfolg im Punkt "Stressresistenz", "Strategisches Vorgehen", "Zeiteinteilung" und "kluges Abwägen" sowie "unter immensen Zeitdruck was ausreichendes zustande kriegen" zu erreichen :)

Ich finde das tatsächlich viel näher an der Arbeitsrealität als das Prinzip: Genug Zeit für absolute Perfektion ^^

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Kommentar von HamiltonJR
12.09.2016, 19:26

wäre möglich, aber das müsste ich dann tatsächlich noch lernen^^.. ich gerate bei so etwas gerne in Rage und verhaue dann die Dinge, die ich eigentlich beherrsche -.-

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Hmm...ich könnte mir vorstellen, dass es für den, der die Prüfung konzipiert, etwas leichter ist: Man muss die Aufgaben ja sonst ziemlich genau so stellen, dass sie 60 bzw 90 Minuten ausfüllen, außerdem muss man vorher einschätzen, wie die Punkteverteilung in etwa sein sollte.

In die "Überhangklausuren" packt man einfach etwas mehr Stoff, schaut sich am Ende die Punkteverteilung an und zieht die Notengrenzen so, wie sie passend sind. Auf diese Weise kann man auch genau so sieben wie es fürs nächste Semester nötig ist.

Aus Studentensicht könnte man argumentieren, dass man durch den Überhang größere Chancen hat, Themen zu finden, die man auch gut gelernt hat.

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