Aus welchem Grund darf man Tote eigentlich nicht fachgerecht in seinem eigenen Garten begraben - kann mir das bitte jemand einleuchtend begründen, danke?

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12 Antworten

Hallo, weil es in Deutschland ein Gesetz gibt und eine Friehofsordnung sowie einen Friedhoszwang.. Von einer Leiche geht die Gefahr einer Seuche aus, daher die strengen Gesetze. Auch das Grundwasser wäre in Gefahr.

Auch die Asche eines Toten darf in Deutschland nicht irgendwo verstreut werden und das liegt am Friedhofszwang. Damit die Gemeinde und Kirche auch noch etwas verdienen.

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Kommentar von DudelFlanders
10.03.2016, 12:27

Von einer Leiche geht die Gefahr einer Seuche aus

Das kann ich natürlich nachvollziehen... aber ob die paar menschlichen Leichen so viel ausmachen? In der Natur sterben schließlich auch täglich tausende (größere) Tiere... 

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Der Hauptgrund liegt darin, dass Trauer nicht nur Privatsache ist, sondern dass jeder zu einem Grab gehen können soll.

Ein weitere Grund hat mit der Würde der Menschen zu tun: Niemand soll einfach nur verscharrt werden. Und manchmal muss man trotz der Friedhofsgesetze darauf achten, dass dies auch real nicht passiert.

Wobei man heute sagen muss: Wo ein Wille ist, ist zumindest für die Urnenbestattung auch ein Weg (mit dem Umweg über eine Kremation im Ausland). Das ist nicht legal. Wird aber angeblich immer wieder erfolgreich gemacht. Ob ich es gut finde, ist noch eine andere Sache. Das Ganze ist komplex, und es trauern oft viel mehr Leute als die engsten Angehörigen.

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Weil in Deutschland noch (bis auf eine Ausnahme, Bremen) Friedhofspflicht/zwang besteht.

https://www.bestattungsplanung.de/bestattung/friedhoefe/friedhofspflicht.html



Gründe für die Friedhofspflicht


Die Friedhofspflicht ist in vielen Ländern Europas bereits aufgehoben. In Deutschland wird die Friedhofspflicht, die von Kritikern auch Friedhofszwang genannt wird, auch heute noch angewendet.
Besonders die Kirchen setzen sich für den Erhalt der Friedhofspflicht ein. Als Grund wird in der Regel der Schutz der Bestattungskultur genannt. Die Friedhofspflicht garantiert darüber hinaus einen öffentlich zugänglichen Trauerort, den alle Angehörigen besuchen können.
Bei einer Abschaffung der Friedhofspflicht ist der Zugang zu einem zentralen Ort der Trauer nicht mehr gewährleistet. Mit der Friedhofspflicht kann zudem zu einem  hohen Maße die fachgerechte Entsorgung der Überreste eines Verstorbenen beziehungsweise der Totenasche nach Ablauf der festgeschriebenen Ruhezeit garantiert werden.
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Aus Gründen der Pietät. "Wieso ist euer komposthaufen nicht dahinten am Zaun, sondern mitten im Garten?" - "Am Zaun kompstieren wir schon Opa und Tante Fridoline."

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Kommentar von DudelFlanders
10.03.2016, 12:18

"Am Zaun kompstieren wir schon Opa und Tante Fridoline."

Ahja... wenn man seine Leichen im Garten begräbt, ist es also ein Kompostieren, aber wenn sie auf einem Friedhof liegen, dann nicht.

Logik?

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Hallo,

zum einen geht es wirklich um den Schutz des Trinkwassers, das nächste wäre die Situation wenn du deinen Garten verkaufst....was passiert dann? Einen Verstorbenen kann man nicht mal eben so einfach umbetten. Mit dem Körper passiert ja etwas, er verwest....und das willst du dann wie umbetten?

Was würdest du mit den Knochen machen?

Dann geht es auch um die freie und allgemeine Zugänglichkeit auf einem Friedhof. So das jeder der an das Grab möchte auch dort hin kann und dort um den Verstorbenen trauern kann.

Abgesehen davon sind die Einnahmen für die Städte nicht unerheblich...

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Das ist ähnlich wie beim Anschlusszwang für Wasser. 

Klar KÖNNTEN die Leute alles richtig machen. Aber um sicherzustellen, dass auch wirklich alles richtig gemacht wird, muss man eben die offiziellen Wege gehen.

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Die Toten werden auf Friedhöfen beerdigt, weil diese dort zugeordnet werden und man natürlich auch tote Menschen auf einem Friedhof erwartet.

Wenn du in 200 Jahren verstorben bist und deine Nachmieter/-eigentümer plötzlich in ihrem eigenen Garten eine Leiche (Knochen/Überreste) finden würden oder deine Nachbarn sehen, wie du eine Leiche vergräbst, wirft das Fragen bzw. Probleme auf.

Dann steht ganz schnell z.B. die Kriminalpolizei bei dir vor der Tür und du kannst nichts beweisen/nachweisen da du keine Unterlagen etc. für den Toten bzw. das "Grab" hast. Im schlimmsten Fall wirst du dann wegen Totschlag bzw. Mord verhaftet.

Um solche Probleme zu vermeiden, gibt es einen transparent geführten Betrieb wo die Toten beerdigt werden.


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Kommentar von DudelFlanders
10.03.2016, 12:24

Wenn du in 200 Jahren verstorben bist und deine Nachmieter/-eigentümer plötzlich in ihrem eigenen Garten eine Leiche (Knochen/Überreste) finden würden oder deine Nachbarn sehen, wie du eine Leiche vergräbst, wirft das Fragen bzw. Probleme auf.

In meinem Beispiel ging ich davon aus, dass es gesetzlich erlaubt ist. Das wüsste dann natürlich auch die Polizei. Und dass ich die Leiche dort legal begrabe und es sich um kein Mordopfer usw. handelt, könnte ich ja anhand des Totenscheins belegen.

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In Bremen darf man seit dem 01.01.2015 die Asche seines Verblichenen im eigenen Garten verstreuen. Dazu muss man aber einige Voraussetzungen erfüllen.

http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.neues-bestattungsgesetz-gartenbestattung-ewige-ruhe-im-garten.c3b425b6-6946-42a7-bc77-e59de5504961.html

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Kommentar von Weisefrau
10.03.2016, 12:30

Und soweit ich weiss dürfte es dennoch niemand. Die Kirche hat nämlich noch mal ein Votum eingelegt.

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der staat hat angst vor leichengiften

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Stell Dir mal vor du wohnst da nicht mehr, die reißen das Haus ab und wollen ein neues bauen, aber genau da wo der Beerdigte liegt.

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Kommentar von DudelFlanders
10.03.2016, 12:22

Dann muss man den Toten eben entfernen. Entweder umbetten oder wegschmeißen, so wie es auf Friedhöfen ja auch nach durchschnittlich 20 Jahren getan wird.

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Muss man doch gar nicht?!

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Kommentar von DudelFlanders
10.03.2016, 12:14

Nicht? Aber wieso hat dann keiner ein Grab in seinem Garten?

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Kommentar von Lillelolle
10.03.2016, 12:15

im Garten darf man nicht, das stimmt. Aber es gibt doch keine Sagpflicht, gibt doch Urnen, Verbrennungen...

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Kommentar von Lillelolle
10.03.2016, 12:37

hm, wusste ich jetzt nicht so genau. finde ich aber ehrlich gesagt auch fast besser

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Kommentar von derbas
10.03.2016, 14:08

Eine Verbrennung würde auch ohne weiteres ohne Sarg nicht funktionieren, denn Sarg und Körperfett bilden zusammen das brennbare Material.

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