Aus welchem Gründen wird Suizid als so etwas Schlimmes angesehen?

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11 Antworten

Grüß Dich nameasecret!

Das Leben hat ansich keinen Sinn. Es gibt nur den Sinn, den Du in es hineinlegst. Das aber ist Deine Verantwortung, selbst dann, wenn Du Deinen Sinn darin siehst, das es sinnlos sei und Du es nicht mehr leben möchtest.

Da stehen also zwei Sinnauffassungen nebeneinander, ein Leben mit Sinn, ein Leben ohne Sinn. Der Unterscheid besteht darin, das ein Leben ohne Sinn nicht lebbar ist. Er müsste einen Sinn haben, selbst wenn er noch so verrückt wäre oder gar einen Sinn im Sinne von Lebenwollen bestreitet.

Die Konsequenz die sich daraus ergibt ist, das ein vollständig sinnloses Leben, wie eben beschrieben, nur den Suizid zur Folge haben kann, weil das Leben so unmöglich ist zu bestehen. Alles andere verursacht zwar Leiden, aber wenn die Konsequenz nicht gezogen wird, ist die Unterstellung zulässig, das dieses Leben doch gelebt werden will, nur eben nicht unter den von Dir akzeptablen Bedingungen. Das kann ich gut verstehen! 

Du aber lebst noch und hast diesen Lebenswillen, sonst wärest Du schon längst nicht mehr.

Das wiederum müsste aber zur Folge haben, sich selbst zu ändern, da das Leben selbst nicht änderbar ist. 

Es ist wie es ist! 

Das einzige was bleibt ist, sich selbst zu ändern und wenn alle das tun, dann läuft das Leben besser. Doch darauf ist nicht zu setzen, aber immerhin grundsätzlich zu hoffen. Und die Hoffnung allein, die erhält aufrecht und es gibt immer wieder Menschen, die einem zugetan sind und einem helfen. 

Darin liegt die Begründung für den Lebenswillen, denn er macht das Leben lebenswert und schürt ihn! Es ist ja auch Ausdruck von Liebe. 

Und eine Depression hat gute Chancen geheilt zu werden. 

Albert Schweitzer sagte folgendes:

Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will.

Ich habe es mir z.B. gründlich hinter die Ohren geschrieben!

Der Suizid als freie Entscheidung ist nicht verwerflich. Jeder darf über sein Leben und sein Ende selbst entscheiden. Diese Tat kann ja auch erlösend sein, keine Frage und ist auch nicht zu verurteilen. Es bleibt aber die Frage: habe ich als Mitmensch alles getan, damit das Leben desjenigen nicht doch noch sinnvoll hätte gelebt werden können? Und selbst wenn ich es mit ja beantworten kann, ist ja auch der Wille des anderen, sich helfen zu lassen entscheidend für einen Erfolg. 

Fühle Dich virtuell umarmt, ja! :-)

Du bist nicht allein!

PUR - Neue Brücken

Herzlichen Gruß

Rüdiger

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Ein Suizid ist nicht möglich. Es ist zwar möglich, seinen Körper zu verlassen, aber dann lebt man in anderer Form weiter - und nicht unbedingt viel zufriedener als vorher. So lange man noch in einem physischen Körper hier auf Erden lebt, kann man etwas an seinen Lebensumständen verändern. Wenn man aber einmal dort in der anderen Welt ist, dann ist es dafür zu spät.

Das ist ungefähr so, wie wenn man eine Klassenarbeit schreibt. Man kann die Lösung hinschreiben, wenn man sie weiß. Aber wenn man das Blatt abgegeben hat, ist es zu spät. Da nützt es einem dann nichts mehr, wenn einem die Antwort einfällt. Man muss die Antwort dann wissen, wenn man noch vor dem leeren Blatt sitzt. 

Mit unserem Leben ist es ähnlich. Es nützt einem nichts, wenn man weiß, wie es theoretisch geht. Man muss dieses Wissen auch umsetzen, so lange man das kann, weil man nämlich einen Körper hat und hier auf der Erde lebt.

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Warum suchst Du denn überhaupt eine Legitimierung für Dein mögliches, selbstgesetztes Lebensende?

Das wäre mir piepe, was der ohnehin ziemlich große Teil dummer Menschen darüber denkt. Aber ich verstehe, wenn Du aus Deinem direkten Umfeld möchtest, dass die sich verständnisvoll und wohlwollend von Dir verabschieden.

Das der Tod nichts Schlimmes ist, an diesem Gedanken müssen wir erstmal arbeiten. Der Tod ist nämlich so gar nichts Lustiges, Hippes und Cooles wie Smartphones, Apres Ski und Emojis.

Der Tod ist das Ende. Und davor haben die Menschen seit urgedenken Angst. Über Google Leute  zu finden, die mit Dir über Suizid *plaudern*, wird eher schwierig und Informationen kannst Du Dir aber sicher in der Schweiz holen, wenn Du verstehst, was ich meine.

Ich kann es durchaus verstehen, wenn man jahrelang nur gelähmt und traurig ist und keine Besserung kommt, dass man dann 'das Handtuch wirft'.

Und ich verstehe auch, dass Dich dass Morden und Metzeln in der Welt abstößt und niedergeschlagen macht. Ich denke, dass macht es uns alle.

Aber, wenn Du gehst dann war's das. DAS muss Dir eben klar sein. Aber ich glaube, das ist Dir schon klar.

Ich rate Dir, eine philosophische Praxis aufzusuchen. Mit oder ohne tödlichem Ende, wird es Dir gut tun.

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Es ist nun mal so, dass sich ein psychisch gesunder Mensch nicht vorstellen kann, wie man Hand an sich anlegen kann. Un was die Hinterbliebenen betrifft: Nein,  man kommt nicht über jede Trauer hinweg. Über eine mit Schuldgefühlen verknüpfte schon gar nicht.

Was wäre denn für dich eine "hilfreiche Antwort" auf deine Suizidgedanken? Dass man es dir ausredet, willst du ja nicht. Also soll man dich im Suizidgedanken bestärken? Wenn du das brauchst, dann bist du auch nicht wirklich zum Suizid entschlossen, sonst würdest du so einen Zuspruch nicht brauchen. Und nein, kein verantwortungsbewusster Mensch wird dich "pushen", das musst du schon selbst entscheiden.

Aber auch wenn du sagen würdest "ich werde meinen Nachbar töten" würde man genauso versuchen, es dir auszureden. Wie kommst du auf die Idee, nur bei Ankündigung von Selbstmord sei "Holland in Not", und bei Mordankündigung nicht?

Und wenn du weisst, wie man Kriege verhindert, dann sag's uns. Kriegst den Friedensnobelpreis. 

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Hi nameasecret,der Suizid wurde erst durch das Christentum als schwer sündhaft angesehen.Der Mensch ist Ebenbild Gottes,er hat uns das Leben geschenkt und nur er kann es auch beenden.Vorher war ein Menschenleben wenig wert.das erhellt schon das Sklaventum.Das medizinische Personal empfindet den Suizid als eigenes Versagen und ist komplett frustriert,wenn sowas passiert.Suicidanten sind fast immer psychisch krank und verlieren oft die Eigenberechtigung.Können daher ihr Leben nicht selbst beenden.Bis 1950 war der Versuch eines Suizides sogar gerichtlich strafbar.Das ganze ist eben ein kulturelles Problem,einige Religionen "verteufeln" auch heute den Suizid.Derzeit ist eine Patientenverfügung möglich,wonach der Patient im Falle seiner Entscheidungsunfähigkeit bestimmen,welche diagnostischen und therapeutischen Massnahmen zu unterbleiben haben.Verschiedene formale Voraussetzungen müssen erfüllt sein,So müsse alle zu unterlassende Massnahmen gen au beschrieben werden:zB "keine Wiederholung" reicht nicht.Überdies muss ein ärztliches und juridisches Gutachten beigebracht werden von wegen Einsicht-und Urteilsfähigkeit des Verfügenden!Genaueres unter "Patientenverfügungsgesetz.de oder..at.LG Sto

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Das Stichwort ist Schuld.
Wenn deine Mutter oder Oma stirbt, ist es hart, aber wie du schon sagstest kommt man darüber hinweg, weil es 'normal' ist.

Wenn aber dein Kind stirbt, und dann noch durch Suizid und nicht durch einen Unfall, dann kommen bei den Eltern und allen Angehörigen unheimliche Schuldgefühle auf.

"Wieso konnte ich nicht helfen?"
"War ich eine schlechte Mutter?"
"Wieso hat es mich nicht erwischt?"
....

Es gibt genug Eltern die durch so etwas selbst in Depressionen abgerutscht sind und selbst Suizid begangen haben.

Glaub mir, wenn es ein Gefühl gibt, das dich innerlich am meisten zerfrisst, dann ist es Schuld.

Und ein Abschiedsbrief mit "Ihr habt nicht Schuld" hilft da auch nicht.

Ich denke nicht dass du schon Kinder hast, also stelle dir vor dass die Person die dir am meisten bedeutet sich plötzlich umbringt, und du nichts dagegen tun konntest. Das ist unerträglich.

Ich gebe dir recht, man muss tagtäglich mit viel schlechten Dingen und schlechten Nachrichten klar kommen, aber man findet immer irgendetwas oder irgendjemanden, für den es sich lohnt zu kämpfen. Immer. Sage ich aus Erfahrung. Ich bin keiner von der Sorte der noch nie etwas mit Depressionen zutun hatte und von oben herab spricht.

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Und jetzt? Was ist deine Frage? 

Ich sehe in der Frage viel mehr Unterpunkte, die nichts mit dem eigentlichen Inhalt der Überschrift zu tun haben.

Genau so könnte ich dir nun auch entgegnen, warum du einfach so dein Leben wegwerfen willst, wenn es anderen unschuldigen Menschen genommen wird - sei es durch Krankheiten, Krieg, Mord. Das ist eine endlose Diskussion, die zu nichts führt. Du bist hier, du lebst, du bist existent, du bist ein Mensch - wir alle können diese Erde zu einem besseren Ort machen, aber wenn man sich derart abschottet und von "ihr" spricht, sich quasi davon entfernt, dann ist auch niemandem geholfen.

Keiner sagt, dass das Leben immer ein schöner Ponyhof ist, wo Friede, Freude und Eierkuchen ist. Ich glaube nicht an Frieden, ich glaube aber daran, dass es gute Menschen gibt. Menschen, die diese Welt lebenswert machen. Nicht mehr und nicht weniger.

Erdreißte dir nicht, dass du über irgendeine Person Urteile fällen kannst, nur weil dir dein Lebenswille fehlt. Keiner von uns hat es einfach.

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nameasecret 21.02.2016, 04:26

Ich rede von "ihr" weil ich mir sicher bin das das hier größtenteils nur leute lesen die keinen todeswunsch haben, du vergleichst mich mit unschuldigen toten was ich auch sinnlos finde da ich ja wohl kaum mein leben an jemanden abgeben kann, ich weiß das es keiner leicht hat nur seid jahren mit starken psychischen problemen zu leben ohne das es einen lichtschimmer gibt ist find ich was anderes
Meine frage ist warum die menschheit so intolerant ist und einem bei so etwas nicht geholfen wird schließlich ist morden im auftrag vom staat auch erlaubt aber sich selbst töten ist verboten und kann angezeigt werden

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Akainuu 21.02.2016, 04:35
@nameasecret

Nein, ich vergleiche dich eben nicht mit ihnen. Ich wollte dir nur zeigen, dass diese ganzen Vergleiche - die in anderer Form in deiner Antwort enthalten sind - alle Schwachsinn sind. 

Nein, Suizid ist nicht verboten. Wie willst du einen Toten rechtlich belangen? 

Aber es ist der falsche Weg. Ich möchte dich von nichts überzeugen, ich sage nur meine Meinung. Suizid ist falsch. Es ist nicht richtig. 

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Ich bin deiner Ansicht ja wir sind frei also dürfen wir auch entscheiden wann und wo wir gehen. Ich habe auch schon einigen Leuten hier geholfen und mit diesen stehe ich auch weiterhin auf whatsapp in Kontakt.ich wollte Prinzipiell nur helfen. Einen anderen Grund gab es nicht. Und ja vielleicht können wir diesem jenigen nicht helfen aber man kanns ja wenigstens mal versuchen. Und naja wieso wir grade diesen Leuten helfen und nich denen die an Hunger sterben? Im Internet lässt sich "das wird schon wieder." Halt schneller schreiben.

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Ich habe kein Problem damit wenn jemand nicht leben will, von mir aus. Es ist dein Leben und du kannst bestimmen. Das einzige wäre echt nur die Trauer der Angehörigen für mich.

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Wahrscheinlich einmal, weil es schon schlimm genug ist für die, die weiterleben, wenn Verwandte/Freunde durch Krankheiten oder Unfälle sterben.

Wenn diese sich aber selbst das Leben nehmen, dann ist man fassungslos und macht sich evtl. sogar noch Vorwürfe, dass man nichts gemerkt hat.

Diese Äußerung von dir stimmt übrigens nicht:

sich selbst töten ist verboten und kann angezeigt werden

Strafbar ist die Selbsttötung oder auch der Versuch in Deutschland nicht.

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Och du armer, haste psychische Probleme? Wie soll es denn auch helfen, wenn du gar nicht willst, dass es hilft. Ich glaube nicht, dass ich dir irgendetwas sagen kann, was dich von diesen Gedanken abbringt, aber stell dir mal die Menschheit vor. Und jetzt stell dir vor, die wären wie du im Moment. Jie Welt wär im nu ratzeputz leer!!!

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