Aus was sind die besten survival messer?

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4 Antworten

Ich werde dir kein bestimmtes Fabrikat empfehlen, sondern ein paar Kriterien nennen, die ich für wichtig halte.

Zunächst: Mache aus der Anschaffung eines Messers keinen Kult. Es ist ein Gebrauchsgegenstand, kein Statussymbol und auch keine Sache zum groß herumschwadronieren.

Ich halte eine Klinge aus Karbonstahl mit einer durch den ganzen Griff hindurchführenden Griffzunge für sinnvoll. Karbonstahl ist recht bruchfest, schnitthaltig und gut zu schärfen. Kann aber rosten, aber mit etwas Pflege sollte das kein Problem sein.

Eine Drop-Point-Klingenform ist für (fast) alle Zwecke geeignet, auch um sich mal 'ne Stulle zu schmieren. Daran denken die wenigsten! ;-) Nur wenn du Jäger bist oder viel feine(!) Schnitzarbeiten machst, solltest du eine Clip-Point-Klinge nehmen. Aber für feine Schnitzereien geht auch ein Faltmesser mit festsellbarer Klinge, das ich dir als Zweitmesser mitzunehmen empfehlen würde.

Von irgendwelchen spektakulär oder exotisch aussehenden Formen nimm Abstand, - die sind für Sammler und Angeber, aber nicht für den Gebrauch.

Du solltest das Messer vor dem Kauf in die Hand nehmen und auf das Feeling achten. Merkst du an der Grifform, ohne hinzuschauen, welches die Schneidenseite und die Rückenseite des Messers ist? Fühlst du dich sicher? Besteht die Gefahr, dass du bei kraftvollem arbeiten mit dem Finger auf die Schneide rutschst? (Damit scheidet eine ziemlich renomierte skandinavische Messerschmiede schon aus!)

Wenn du mit der Klingenlänge unter 12 cm bleibst, kommst du in Deutschland nicht in Konflikt mit dem Waffengesetz, auch wenn du das Messer griffbereit trägst. Das reicht auch für die allermeisten Zwecke. Ich habe eines mit 14 cm Klingelänge, mit dem sich dann auch gut eine Scheibe Brot vom Laib abschneiden lässt. Im Rucksack getragen oder wenn man eindeutig mit Outdoor-Aktivitäten beschäftigt ist, dann ist das aber auch kein Problem.

Ob du Griff und Scheide der Robustheit wegen Kunststoff wählst oder etwas stilvoller Holz und Leder, ist Geschmackssache. Bzw. eine Frage, wo du damit hin willst. In den Tropen kann Leder faulen.

Lass die Finger von Survival-Mätzchen wie einem Fach im Griff (der macht den Griff instabil) oder einer Paracord-Umwicklung an Stelle vernünftiger Griffschalen. Denn was bringt es dir, wenn du im Notfall drei Meter Leine von deinem Messergriff abwickeln kannst, dafür das Messer an der blanken Griffzunge anfassen musst.

Viel Freude draußen! :-)

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Also ich habe seitJanuar ein neues Messer aus N690 (Böhler Stahl) Bisher der beste Stahl den ich neben dem S-30V bei einem Messer hatte. :-)

Sonstige Stähle die ich genutzt hab waren 440A, AUS-8, 4034 eins aus Edelstahl da weiß ich nicht welcher Stahl es ist und natürlich der Edelstahl der Victorinox Messer.

Aber von der Zufriedenheit was das Schneidefeeling, Haltbarkeit der Schärfe angeht würd ich sagen diese Reihenfolge:

1. N690 / S30V

2. AUS-8 / Victorinox Stahl

3. 4034 / 440A

Abgesehen von den Victorinox Messern liegen die von Kategorie 2 und 3 aber nur noch zur zierde rum.

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Kommentar von wooghie78
14.03.2017, 09:09

Wie sind denn die Preise und Ausmaße der jeweiligen Typen? Wird für solche heutzutage grundsätzlich N690 verwandt?

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Früher gab es einmal das Schweizer Taschenmesser, an welchem viele Kleinigkeiten existierten, die vorallem das Camperleben höher schlagen ließen. Zu den heutigen Zeiten, wo der Mensch allerhöchstens noch im Wohnmobil mitten in den Wald oder an den See fährt, dort außerdem noch seinen Fernseher mit Schüsselempfang neben dem Grill aufstellt, sind nun Dinge, die einst noch zur Lagerfeuer-Romantik zählten jedoch aus der Mode. Keine Dosenöffner am Taschenmesser daher mehr nötig, auch keine Zelte. Erinnert man sich allerdings nochmals an seine Kindertage zurück, dann weiß man, dass gerade auch besondere Formen von Jagdmesseren, einst nämlich als kindgerechte Überlebensmesser in Handel geraten, sich später größter Beliebtheit erfreut hatten. An solchen gab es neben dem Kompass oben auf, vorallem auch einen Schleifstein auf dem Halfter sowie Angelzubehör im Griff und das alles zu Sage und Schreibe gerade einmal 10,-DM, erhältlich so natürlich allüberall, etwa im beliebten Divi-Markt, auf welchen danach jedoch ebenso Real und Marktkauf gefolgt waren. Tatsächliche Jagdmesser gab es seit jeher und gibt es für Kundige natürlich auch weiterhin im Waffengeschäft, wenn diese auch mehr und mehr aus unseren Städten schwinden. Doch warum sind die Abenteuermesser für Kinder, aus dem Supermarkt damals eigentlich auch wieder verschwunden? Allerwahrscheinlichkeit nach, da diese durch Armbanduhren mit Taschenrechnerfunktion abgelöst werden konnten, die sich gerade in der Grundschule ebenfalls größter Beliebtheit erfreuten und heute nun abermals an neuzeitliche Uhren mit Telefonfunktion erinnern. Der Unterschied: Damalige Kinderuhr 10,-DM, heutige Telefonuhr 333,- €. Ob auch diese noch zeitliche Umschwünge einläuten werden?

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Kommentar von Aleqasina
02.03.2017, 16:46

"Doch warum sind die Abenteuermesser für Kinder, aus dem Supermarkt damals eigentlich auch wieder verschwunden?"

Weil es nichts taugte! Die Klinge war aus billigem Blech, mehr gewalzt als geschmiedet, und anständig schärfen ließ es sich auch nicht. Da nützte der Mini-Schleifstein auf der Scheide auch nichts. Im Gunde ist ein stumpfes Messer gefährlicher als ein scharfes, weil man dazu verführt wird, mit Kraft statt mit Feingefühl zu arbeiten. Dabei rutscht man viel leichter ab.

Und was nützt der Angelhaken im Griff, wenn man damit nicht umzugehen weiß bzw. keinen Angelschein hat? Der Kompass oben am Griff war auch nur ein Spielzeug.

Plunder!

Was nicht heißt, dass ein gutes Messer teuer sein muss. Für 25 € bekommt man schon ein brauchbares Stück.

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Kommentar von Aleqasina
02.03.2017, 16:54

"Früher gab es einmal das Schweizer Taschenmesser, an welchem viele Kleinigkeiten existierten, die vorallem das Camperleben höher schlagen ließen."

Gibts immer noch. Der Haken ist, dass diese Taschenmesser um so weniger taugen, je mehr Krimskrams dran ist. Das meiste ist nur Spielzeug.

Was dran sein sollte:

  • feststellbare Klinge,
  • Säge,
  • Pfriem/Ahle,
  • Flaschenöffner/Schraubenzieher,
  • Dosenöffner,
  • Korkenzieher.

Für Outdoorzwecke ist das vollkommen ausreichend.

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Linder super Edge schaus dir mal an meine Empfehlung

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