Aus was genau besteht Licht?

13 Antworten

So weit unten in den Grundlagen der Physik sagt man nicht "besteht aus" (das tut man viel weiter oben, wo man sich in der Nähe der Chemie befindet), sondern "verhält sich wie", bzw. nicht mal das, sondern "verhält sich nach diesen Gleichungen".

Im Mikrokosmos (wo Abmessungen in der Größenordnung betrachtet werden, wo "Elementarteilchen" sichtbar werden, haben die Gleichungen die Form von Wellengleichungen. D. h. man kann hier die Natur so auffassen, als bestehe alles aus Wellen und nichts als Wellen.

Allerdings, wenn wir Wellenzustände betrachten, die über makroskopische Zeiträume einigermaßen unverändert bleiben (bis auf ihre submikroskopischen Eigenoszillationen natürlich), scheinen "Wirkungen" (was das ist, ist nicht so ganz leicht zu erklären) nur in ganzzahligen Vielfachen von ℏ zwischen Wellenfeldern übertragen zu werden. Das kann man auch so auffassen, als habe jedes Wellenfeld "Teilchen" bzw. "Quasiteilchen", die über Wellenfelder (diese oder andere) miteinander "wechselwirken".

In diesem Sinn bestehen Wechselwirkungsfelder aus Wechselwirkungsteilchen, sogenannten "Austauschbosonen"; im Fall von Licht nennt man sie "Photonen" (Lichtteilchen).

Ob man den Photonen - und überhaupt irgendwelchen "Teilchen" - eine eigene Existenz zuschreibt, ist Ansichtssache.

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Natürlich besteht alles aus irgendwas. Selbst in einem absoluten Vakuum ist noch Energie vorhanden und Energie ist eine Form der Masse. Wie schon die anderen schrieben besteht Licht aus elektromagnetischen Wellen bestimmter Wellenlängen. Diese Wellen können sich auch wie Teilchen (den Photonen) verhalten, im Prinzip besteht jede elektromagnetische Strahlung aus Photonen. Dazu zählt nicht nur Licht, sondern auch Radiowellen, UV Licht, Wärmestrahlung, Gammastrahlung usw.

Licht besteht aus elektromagnetischen Wellen, d.h. aus Anregungen des Feldes elektromagnetischer Kraft. Diese Anregungen - Schwankungen örtlich präsenten Kraftpotentials - breiten sich um die Lichtquelle herum kugelförmig aus, werden aber um Hindernisse herum gebeugt (gut vergleichbar mit einer Wasserwelle, die entsteht, wenn ein Stein in einen ruhenden See fällt: Sie breitet sich kreisförmig aus, wird aber auch um Hindernisse herum gebeugt).

Jede elektromagnetische Welle muss zudem als eine Portion von Energie begriffen werden. Wie viel Energie genau sie darstellt ist abhängig von der Wellenlänge (d.h. von der Frequenz der Welle: Je größer die Frequenz, desto mehr Energie transportiert die Welle).

Solche Portionen - man nennt sie Photonen - können stets nur ganz oder gar nicht verbraucht werden. Man hat sie früher als Teilchen missverstanden.

Wenn eine Lichtwelle auf unser Auge trifft - genauer: wenn sie ihre Energie an unser Auge abgibt, dort also zusammenbricht - merkt das unser Gehirn und wird der Größe dieser so empfangenen Energieportion eine Farbe zuordnen. Farbe also entsteht - nur als Eindruck - in unserem Gehirn.

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Holografisches Universum - Ich verzweifle.?

Hallo,

Und zwar frage ich mich die ganze Zeit, wie das Universum ein Hologramm sein kann/soll (nach dem Holografischen Prinzip).

Was würde das für mein Leben bedeuten?

Wenn mein Leben nur eine Projektion meines Handelns ist, dann muss die tatsächliche Handlung doch an einem anderen Ort geschehn sein, weil das tatsächliche Objekt bzw. das tatsächliche Leben ja nur auf unser Universum projiziert werden würde und eine Projektion einen Ausgangspunkt braucht. Da dies zeitliche Verzerrung mit sich bringen würde aufgrund der Distanz die die Projektion von irgendwo bis zum Universum überbrücken müsste, kann es sein, dass ich damals gelebt habe und das Jetzige nur noch projizierte Erinnerungen an mein damaliges Leben sind.

Das ganze ist noch recht vorstellbar. Das was für mich schwierig vorstellbar ist, ist der jetzige Moment. Jetzt gerade mache ich mir Gedanken darüber, ob mein Leben nur ein projiziertes Leben ist, d.h dieses "Gedankenmachen" ist auch nur eine Projektion davon, dass ich mir in dem Leben welches projiziert wird, genau diese Gedanken gemacht habe, was bedeuten würde ich habe in dem wirklichen Leben darüber nachgedacht, ob ich nicht ein projiziertes Leben lebe. Jetzt ist die Frage wann endet diese Kette?

Und die Frage aus welchen Strahlen diese Projektion an der Oberfläche unseres Universums zustande gekommen ist? Licht (wohl eher nicht..)?

Es tut mir leid aber seitdem ich mich mit dem Gedanken des holografischen Universums beschäftige, bin ich extrem durcheinander, aber will diesen Gedanken unbedingt verstehen. Kann mir jemand den Gedanken genauer erläutern und näher bringen und vor allem mögliche Konsequenzen erläutern die das für das jetzige Leben hätte.

Beste Grüße

Fabi

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