Aus was besteht eine Atombindung?

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3 Antworten

Hallo madisonia

Atombindungen entstehen zwischen Atomen mit keinem oder relativ geringen Unterschied in den Elektronegativitäten.

Ein Beispiel ist das Cl2. Der Elektronegativitätsunterschied ist hier null. Jedes Cl-Atom benötigt ein Elektron, um seine stabile Edelgaskonfiguration (Oktett) zu erhalten. In seiner Umgebung findet dieses Cl-Atom aber auch nur weitere Cl-Atome, die ebenfalls nur ein Elektron benötigen. Das Problem wird dann so gelöst, dass sich zwei Cl-Atome zusammentun und sich das gemeinsame Elektronenpaar teilen.

Ähnliches geschieht im O2. Hier sind die Sauerstoffatome über eine Doppelbindung miteinander verbunden. Beim Stickstoff N2 ist es dann eine Dreifachbindung.

LG

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Na endlich liest man hier auch eine gute Frage!

Auch wenn sich einige Mitglieder bereits mehr oder weniger Gedanken zu dieser Frage gemacht haben tu ich mir doch schwer damit eine der Antworten als zurreichend hinzunehmen.

Auf die Frage woraus eine Atombindung besteht ist im materiellen Sinne gesproch wohl die passende Antwort "nichts"!

Eine chemische Bindung wird durch den energetischen Zustand des Systems bestimmt. Jedes System strebt nach einem energetisch möglichst günstigen, das bedeutet niedrigen Zustand. Für der Abstand zweier Atomkerne zueinander gibt es zwei wesentlische Energiebeiträge, zum einen die potentielle Energie, also die Lageenergie, welche im wesentlichen durch die Wechselwirkungen der Kerne und Elektronen miteinander bestimmt werden (gleichnamige Ladungen stoßen sich ab, verschiedennamige Ladungen ziehen sich an). Der andere Beitrag erfolgt aus der kinetischen Energie, also der Bewegungsenergie der Teilchen. Grob gesagt halten zwei Teilchen umso schlechter zusammen je heftiger sie sich bewegen. Zumindest kann man es sich so vorstellen. Der resultierende Abstand zwischen zwei Atomkernen ist letztendlich der Kompromiss aus beiden Beiträgen, denn durch die Abstoßung der Kerne wird das Potential riesig je näher die Kerne beieinander sind, bei einem großen Abstand steigt die kinetische Energie der Teilchen. Wenn du interessiert bist kannst du ja mal nach der Potentialkurve in Korreelation zum Kernabstand eines zweiatomigen Moleküls googeln, dann fällt es in der Vorstellung vielleicht ein bisschen leichter.

Die exakten Berechnungen liefert die Quantenmechanik, eine sehr skurile Wissenschaft für sich selbst, weshalb es auch schwierig ist ein einfache und doch zufriedenstellende Antwort zu liefern. Die Vorstellung von Teilchen die durch eine Wellenfunktion beschreiben werden können hat schon so manchen Wissenschaftler um den Verstand gebracht, gerade als diese Theorien postuliert wurden und dennoch sind die Ergebnisse der Berechnungen sehr präzise.

Eine Bindung ist ein Zustand von Teilchen, an dem die Gesamtenergie des Systems minimal ist.

Wie diese Zustände aussehen und miteinander wechselwirken, damit kann man sich ausgiebig während eines Studiums der Chemie auseinandersetzen ;-)

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Aus mindestens zwei Atomen. Oder suchst du nach dem Bindeglied? Das gibt es nicht, Atome werden durch Anziehung an einander gebunden.

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