Aus notwehr töten?

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8 Antworten

Dein Kumpel hat zum Teil recht, denn die Antwort ist situationsabhängig.

Überraschst du einen Einbrecher in deinem Haus und der zieht ein Messer, dann darfst du dich als Privatmann mit allen Mitteln verteidigen, welche dir zur Verfügung stehen. Auch die tödlichen! D.h. wenn du zum Feuerhaken greifst, weil der halt gerade in der Nähe steht und der Einbrecher stirbt aufgrund eines Kopftreffers, dann ist das Notwehr.

Du musst dich dabei auf kein unnötiges Risiko einlassen. Einen bewaffneten Einbrecher kampfunfähig zu machen - während du selbst unbewaffnet bist - ist extrem riskant. Das ist kein Videospiel oder Film, wo der Typ mit Messer beim ersten Tritt gegen das Knie schreiend und kampfunfähig umfällt. Deshalb kann keiner von dir verlangen, dass du den Feuerhaken stehen lässt, weil er gefährlich ist.

Du darfst den Einbrecher natürlich nicht "erledigen", d.h. wenn er - vom Feuerhaken getroffen - blutend am Boden liegt, darfst du nicht nachschlagen oder nachtreten, um ihm den Rest zu geben. Das wäre Mord.

Zieht der am Boden liegende Einbrecher allerdings eine weitere tödliche Waffe - z.B. eine Pistole - dann darfst du wieder alle dir zur Verfügung stehenden Mittel nutzen.

Hast du eine Feuerwaffe im Haus, dann darfst du in Deutschland den Typen nicht einfach niederschiessen. Denn eine legale Feuerwaffe setzt in D voraus, dass du einen Waffenschein besitzt. Und das setzt Sachkunde und regelmässige Schiessübungen voraus, so dass du rechtlich als Experte zählst. Als Experte wird von dir erwartet, dass du die Waffe angemessen einsetzt z.B. ein Schuss ins Bein bei einem Messerangreifer.

Hinweis: Die Antwort ist keine rechtliche Beratung, sondern meine Interpretation des deutschen Notwehrgesetzes.

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Du darfst dich mit allen nötigen Mitteln verteidigen und ihn kampfunfähig machen, oder ihn dazu bringen, dass er von dir ablässt und abhaut. Extra nochmal draufhauen, um es ihm so richtig zu geben, is jedoch nich. Töten darfst du ihn nicht, wenn es natürlich zufällig aus der Notwehr heraus geschieht, also wenn du ihn z.B. so "schubst", dass er hinfällt und sich das Genick dabei bricht, dann hat er halt "Pech".

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$ 32 StGB

(1) Wer eine Tat begeht, die durch Notwehr geboten ist, handelt nicht rechtswidrig.

(2) Notwehr ist die Verteidigung, die erforderlich ist, um einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff von sich oder einem anderen abzuwenden.

Du darfst Ihn Töten wenn es KEINE andere Möglichkeit gäbe ! Das Prüft dann die Staatsanwaltschaft und dann ggf. ein Gericht !

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Aus Notwehr darf man töten, wenn die Tötung das mildeste zur Verfügung stehende Mittel ist. Ist es das nicht, kommt aber auch eine Überschreitung der Notwehr aus Verwirrung, Furcht oder Schrecken in Betracht (§ 33 StGB). Diese Überschreitung bleibt dann ebenfalls straflos.

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Kommentar von gekicher4
27.11.2013, 21:33

Das wollte ich auch etwas vereinfacht sagen.

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Kommt darauf an:

Wenn du ausgebildeter Scharfschütze bist und ihn mit deiner Dienstwaffe gelocht hast musst du beweisen, dass du ihn töten musstest weil es nicht anders ging.

Wenn du ihn als körperlich unterlegene Frau in Panik mit einem Brieföffner lochst dann muss der Staatsanwalt dir beweisen dass es anders gegangen wäre.

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Seh ich genauso wie du

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Nein ganz und garnicht schlagen is notwehr aber bei Töten wirts ernst, dafür wirst bestraft

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Kommentar von gekicher4
27.11.2013, 21:32

Stimmt so nicht.

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