Aus Kirche ausgetreten - Wo und Wie wird man bestattet?

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17 Antworten

Ich möchte Dir die Frage aus zwei Gesichtspunkten heraus beantworten. Erstens mache ich selber Bestattungen und zweitens ist mein Bruder vor ein paar Jahren gestorben. Er war auch aus der Kirche ausgetreten. Als Bestatter kann ich sagen, man wird selbstverständlich auf dem gleichen Friedhof beerdigt wie andere. Es gibt viele sogenannte "freie Redner", die eine Trauerfeier wirklich schön gestalten können. Bestatter haben da ihre Adressen. Bei meinem Bruder haben wir das gemacht, was ich persönlich eigentlich für selbstverständlich halte. Der (evangelische, katholische sehen es vielleicht noch etwas strenger) Pfarrer hat ohne Probleme die Trauerfeier abgehalten, und zwar aus Respekt vor meinen Eltern, die Kirchenmitglieder sind. Im Prinzip arbeitet jeder, der mit dem Sterben zu tun hat, zum grossen Teil für die Angehörigen, warum dann nicht auch der Pfarrer? Ist Alles nur eine Sache des miteinander Redens.

Auf einem öffentlichen Friedhof oder in einem Friedwald. (Für jeden Menschen in Deutschland, egal ob und welcher Religion er angehört, gilt das.) Aber natürlich ist dann kein Pfarrer dafür verantwortlich. Das wäre doch auch nicht im Sinne des Verstorbenen. Wenn er aus der Kirche ausgetreten ist, wollte er das nicht. Und der Wille des Verstorbenen sollte doch wohl berücksichtigt werden. Du kannst jedoch durch das Bestattungsunternehmen einen freien Redner bestellen. Der wird dann ein paar Worte reden. Natürlich kann diesen Part auch ein Angehöriger übernehmen.

Auf einem dafür ausgewiesenen Friedhof! Das Bestattungswesen liegt längst nicht mehr in kirchlicher Hand!

Sockendiebin 12.10.2010, 18:52

Nicht auf den "normalen" Friedhöfen in der jeweiligen Ortschaft?

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Saemmie 12.10.2010, 20:09
@Sockendiebin

Sicher auf den normalen Friedhöfen,in den jeweiligen Ortschaften, mein Bruder ist so auch beerdigt worden, keine Angst.

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Bis jetzt sind noch alle beerdigt worden, auch die, die aus der Kirche ausgetreten sind. Dass die Kirche, zumindest die katholische, ein kirchliches Begräbis ablehnt, dürfte verständlich sein.

Wer aus der Kirche ausgetreten ist, der wird selbstverständlich ebenfalls bestattet, nur kümmert sich darum nicht die örtliche Pfarrgemeinde.

Man kommt auf den Friedhof, dies kann übrigens auch ein kirchlicher Friedhof sein, wenn der Pfarrer nichts dagegen hat (einfach mal fragen). Es finden natürlich keine gottesdienstlichen Feiern statt, kein Rosenkranz, keine Messe, und auch um die Grabrede müssen sich die Angehörigen selber kümmern, weil das nicht die Aufgabe des Pfarrers ist. Vielleicht macht es der örtliche Feuerwehrkommandant.

Du wirst so bestattet wie du das willst, entweder Erd oder Feuerbestattung. Nur ein Pfarrer wird keine Rede am Grab halten. Wenn aber eine Trauerfeier abgehalten wird dann machen das Redner vom Bestattungsinstitut oder es können auch Angehörige oder Freunde eine Rede halten.

Ganz normal, wie Kirchenmitglieder auch, nur dass statt eines Pastors ein Freiredner die Trauerfeier gestaltet.

Wo ist klar, das kann man vorher festlegen. Wie ist schwierig. Normalerweise nicht von einem/r Pfarrer/in, sondern durch einen "Redner" (Rentner, Schauspieler....) Ich kenne einige Fälle, wo die Angehörigen wegen der Qualität entsetzt waren. Aber das muss nicht dein Problem sein.

bestattet wird man immer am örtlichen friedhof. eben ohne pfarrer und ohne segnung ein verwander oder sonstiger redene rkann reden

Sockendiebin 12.10.2010, 18:51

Sicher? Gibt's dann auch eine Messe oder nicht?

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Auf dem Friedhof und für das Brimborium musst du dir halt einen privaten Prediger engagieren usw. Machen alles die Bestattungsdienste.

Entschuldigung, die Hinterbliebenen müssen die Leute engagieren, denn du wirst es dann nicht mehr können.

ganz normal wird man bestattet. das einzige, daß kein pfarrer die trauerrede hält. man kann aber einen laienprediger verpflichten

Genauso wie die Leute die nicht ausgetreten sind. Man kann sogar einen Pfarrer kommen lassen.

Sockendiebin 12.10.2010, 18:51

Meine Mutter ist jetzt aus der Kirche ausgetreten und da hat sie glaube ich irgendwann mal erwähnt, dass sie dadurch nicht auf dem Friedhof beeerdigt wird?!

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imago 12.10.2010, 19:24
@Sockendiebin

Nee leider doch. Alle Menschen müssen gesetzlich geregelt auf einen Friedhof, nur es bleibt jedem persönlich überlassen ob er sich einäschern lassen will. In seltenen Fällen ist auch ne Seebestattung möglich.

Ich würde es vorziehen, einfach im Wald liegen zu dürfen, damit mein Kadaver Nahrung für andere Konsumenten und auch Destruenten wird. Ganz natürlich eben. Und das meine ich wirklich ernst.

Nur leider darf man sowas nicht, auch nicht wenn ich schriftlich vorher festlegen würde, dass ich so vergehen will. :/

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Du bekommst einen weltlichen Pfarrer, wenn du es wünscht und das Bestattungsunternehmen suchst du dir selber aus. Lg Sonnenblume533

gottesanbeterin 18.10.2010, 08:09

Was ist denn ein "weltlicher Pfarrer"?

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Sonnenblume533 18.10.2010, 09:52
@gottesanbeterin

Ein weltlicher Pfarrer kommt, wenn kein richtiger da ist oder zur Verfügung steht, oder nicht klar ist welcher Konzession der verstorbene angehört. Oder auch wenn jemand aus der Kirche ausgetreten ist. Lg Sonnenblume533

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auf einem staatlichen friedhof, aber durch einen 'normalen' menschen und keinen pfarrer. kriegst also keinen segen ;)

JoshuaPason 12.10.2010, 18:47

man kann aber pfarrern geld geben im nachhinein, dass sie es doch machen oder wenn du dennoch zur kirche gehst und dich der pfarrer kennt, macht er es meistens ohne geld, weil er auch menschlich ist

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Auf dem Friedhof, man kann eine Redner/in beauftragen.

gute Frage...

.

falls es das arme Sünder Eck noch geben würde, dann würde ich sagen dort, aber so....

auf dem Friedhof und nach wunsch des verstorbenen wird man bestattet..

gottesanbeterin 18.10.2010, 08:08

nach Wunsch der Hinterbliebenen, der Verstorbene kann keine Wünsche mehr äußern und er zahlt ja auch nicht.

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