Aus einer Steckdose 21 machen mit Verteiler, Gibts da Probleme?

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7 Antworten

Ob das von der technischen Seite aus funktioniert, hängt von der Verdrahtung des Zimmers ab und der Absicherung deines Zimmers ab. Wenn es sich um einen reinen Steckdosenstromkreis handelt, der mit einem B-16 Automaten abgesichert ist, könntest du rein rechnerisch ca 3600W Leistung abverlangen. Wenn Licht und Steckdosenstromkreis gemischt sind, das heißt dein Zimmer hat eine einzige Sicherung, dann hast du für die Steckdose natürlich etwas weniger Leistung zur Verfügung.

Mit der einen Steckdose auf 21 Stück zu kommen würde bedeuten mehrere Verlängerungsleisten in einander zu stecken. Dies sollte in jedem Fall vermieden werden. sofern das möglich ist.

Zum einem können, vor allem wenn mehre Leitungen im Pulk liegen bzw aufeinander oder ineinander verworren, kleine Hot-Spots entstehen, da die Leitungen die Wärme, die durch den Stromdurchfluss erzeugt wird nicht mehr ideal ableiten können. Aus diesem Grund soll man eine Kabeltrommel auch immer komplett abwickeln, damit die Wärme abgeführt werden kann. Ansonsten kann es passieren das sich die Leitung langsam aufheizt und ggf. einen Punkt erreicht an dem sie anfängt zu brennen. Bei diesem Szenario würde auch erst mal keine Sicherung auslösen, da sie zwar über einen Überstromschutz, der auf einem thermischen Auslösemechanismus beruht, jedoch bezieht sich dieser auf den Stromfluss und nicht auf die Leitungstemperatur direkt.

Hinzu kommt, das mit steigender Temperatur auch der Widerstand der Leitung steigt. Mehr Widerstand bedeutet, mehrt Strom, mehr Strom wiederum mehr Temperatur.

Hinzu kommt das du mit jedem Steck-Kontakt einen Übergang erzeugst und ein Übergangswiderstand auftritt, der einen zusätzlichen Spannungsverlust bedeutet, zusammen mit dem Spannungsfall der Leitung (bedingt durch den spezifischen Widerstand des Leiter-Werkstoffs) führt dies ebenfalls zu mehr Strom.

Diese Größen dürften zwar in deinem Fall relativ gering ins Gewicht fallen, führen aber in der Gesamtbetrachtung dazu, dass es recht heikel sein könnte wie in deinem Fall mehre Verlängerungsleisten in einander zu stecken.

Außerdem kann es passieren, dass wenn du einen größeren Verbraucher ans Netz schaltest die SIcherung aufgrund des Anlaufstroms auslöst. z.B: bei einem Staubsauger o.ä.

Vllt hast du ja in deinem Bekanntenkreis auch einen Elektriker der sich das Ganze mal vor Ort anschauen kann und auch eventuell alternative Lösungsvorschläge bieten kann. Je nach verlegter Leitung und Machbarkeit vor Ort können Steckdosen nachträglich installiert werden.

Wenn dein Zimmer nahe an der Unterverteilung (Idealerweise an einer geeigneten Wand im nebenliegenden Zimmer) wäre es auch mit wenig Aufwand realisierbar noch weitere Steckdosen, bspw. in einem Brüstungskanal zu installieren. Und entsprechend abzusichern. Hängt aber von den Gegebenheiten vor Ort ab. Auch eine nachträgliche Leitungsverlegung könnte in Betracht gezogen werden, wenn es dich nicht stört, könnte man diese in einem Kabelkanal auf Putz verlegen. Vorteil: Die Wände müssen nicht aufgestemmt und neu verputzt werden.

Sorbas48 06.07.2011, 09:21

Der Übergangswiderstand spielt bei den angebenen Leistungen hinsichtlich Spannungsfall so gut wie keine Rolle. Sehrwohl aber für das Auslöseverhalten bei Kurzschluss am Ende der Kette. Für einen B16 LS ist ein maximaler Widerstand im Strang (zusätzlich zum Innenwiderstand des LS) von 2,89 Ohm zulässig. Das ist bei schlechten Steckverbindern schnell einmal erreicht. Bei 4,9A (entsprechend ganz oben angegebener Leistung) sind das gerade einmal 6,15% Spannungsfall am letzten Gerät, aber die Grenze für die Kurzschlusauslösung ist bereits erreicht.

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In diesem Fall würde ich einen Installationskabelkanal für Geräteeinbau installieren und dort die erforderliche Anzahl von (dafür geeigneten) Steckdosen installieren, eventuell in Gruppen mit davor gelagerten Schaltern. Von der Gesamtleistung her gesehen stellt das alles zusammen (vom Staubsauger abgesehen) kein Problem dar. Ich würde den Installationskanal wenn müglich so installieren, dass er über die bestehnede Steckdose reicht und die bestehende Steckdose ausbauen und den Anschluss zu einem Festanschluss für die Steckdosen im Installationskanal umfunktionieren.

Von einer "Hintereinander"-Schaltung von Steckdosenleisten sollte man jedenfalls für dauerhaften Bedarf absehen, auch wenn man sich weit unter der zulässigen Leistungsgrenzebefindet.

Die Verwendung ortsveränderlicher Mehrfachsteckdosenleisten und Verlängerungsleitungen als Ersatz für eine unzureichende ortsfeste Elektroinstallation stellt bei unsachgemäßem Gebrauch im Sinne der DIN VDE 0100 Teil 420 Abs. 4.1 eine Brandgefahr in elektrischen Anlagen dar.

Nach DIN VDE 0620-1:2010-02 Abschn. 8.9 müssen für ortsveränderliche Mehrfachsteckdosenleisten auf dem Produkt selber oder zumindest auf einem Beipackzettel mittels Text oder Piktogramm folgende Warnhinweise angegeben werden

• Nicht hintereinander stecken!

• Nicht abgedeckt betreiben!

Lass dir besser eine Mehrfachsteckdose installieren.

Wenn, würde ich allenfalls zwei 10er Leisten verwenden. Und mehr wie 3 hintereinander würde ich auf keinen Fall kaskadieren (bei 10er Leisten eh nur 2)! Und hochlastige Verbraucher hab da dran nichts verloren, also lass den Staubsauger da weg. Brandgefahr!

Auch der Kabelsalat ist nicht zu unterschätzen (z. B. Stolperfalle, Wärmestau).

Mindestens auf Qualität achten. Denn die Dinger aus China die 2,99 kosten, machen das meist nicht lange mit. Es gibt Computersteckdosenleisten mit Schalter und mind. 8 Steckmöglichkeiten, sowie Befestigungslaschen, z.B. von Brennenstuhl. Da steht eine Deutsche Firma für Qualität ein. Außerdem würde ich die Leisten abschalten, wenn ich nicht anwesend bin.

Wenn Du aus EINER Steckdose 21 machen willst, musst Du wohl oder übel das ganze kaskadieren. Und das kann schnell ins Auge gehen, wenn man es übertreibt und sich nicht auskennt.

So ein netter Kabelbrand kann schneller entstehen, als Du denkst...

kommt darauf an wie hoch deine Sicherung "abgeschützt" ist ... in Dtld. max mit 16 Ampere ... Ampere gleich Watt durch Volt ... dann weist du obs funktioniert ... aber mit dem Verteiler gibts definitiv keine Probleme

Kevinnetwork 05.07.2011, 21:42

mit meinen Ergebnissen, die ich schon habe bekomme ich 5 Ampere raus.

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JahDaGanj 05.07.2011, 22:00
@Kevinnetwork

dann überprüf wie hoch deine Sicherung abgesichert ist.... wenn es passt sollte es funktionieren ... allerdings ist diese Sache mit dem Kabelbrand wirklich nicht von der Hand zu weisen ... deswegen würde ich immer nur einen Teil erst dranstecken, und nach etwa 5 Minuten die Temperatur der Netzkabel überprüfen, werden sie nicht warm ok, dann wieder 1 o. 2 Geräte ... wieder überprüfen, werden sie wieder nicht warm, dann das selbe Spiel, werden sie allerdings warm würde ik umgehend Geräte (besonders die mit den warmen Netzkabeln) aus dem Stromkreis entfernen, da dann ein Kabelbrand droht ...

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JL1990 06.07.2011, 00:35
@JahDaGanj

Anmerkung: In Deutschland gibt es auch Sicherungen mit einem größeren Nennstrom als 16A. Eine größere Sicherung setzt jedoch den entsprechenden Leitungsquerschnitt voraus, um zu gewähren, dass die Leitung auch den Stromfluss aushalten kann.

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Sorbas48 06.07.2011, 09:12
@JL1990

für Steckdosenkreise ist die maximal mögliche Absicherung ein B16 Leitungsschutzschalter (schon ein C16 ist wegen dem hohen Kurzschluss-Strom nicht zulässig).

Der Strom ist auch garnicht das Thema. Für die in der Frage angegebene Leistung würde auch ein B6 LS genügen, solange der Staubsauger nicht betrieben wird.

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elektrofuzzi49 06.07.2011, 10:26
@JL1990

Schuko - Steckdosen Auf- oder Unterputz sind max für 16A also rund 3,3 KW zugelassen. Also ist ein 16A Sicherungslastschalter(Automat) das Maximum der Vorsicherung. Also nicht nur der Querschnitt ist entscheidend. Der sowieso nach den Umgebungsbedingungen, der Verlege - Art und der Länge der Leitung auszuwählen.

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Rein rechnerisch sicher. 1100 W hat jeder altersschwache Föhn.

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