Aus der MS Sache wiederrauskommen ohne Jojo Effekt?

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6 Antworten

Nun da hast du leider ein kleinen Denkfehler. Den Jojo-Effekt verhindert man nicht hinterher, sondern davor bzw. bei der Diät. Die Frage wie man ihn nachher verhindert ist in etwa wie wenn du dein Haus in Brand steckst, zusiehst wie es abbrennt und danach fragst, was du machen kannst, dass du die Sachen dort unverbrannt rauskriegst, dafür ist es dann leider zu spät.

Kurz ja du wirst zunehmen und das ist auch gut so. Bei so extremen Abnahmen bzw. generell Abnahmen die mit sehr wenig Nahrung verbunden sind usw. wird sehr viel an Muskelmasse abgebaut. Das verringert den eigentlichen Kalorienverbrauch, sorgt dafür dass du weniger Leistungsfähig bist usw. Das Herz ist ebenfalls ein Muskel, nur mal so am Rande.

Also ja du wirst zunehmen und das ist auch gut so. Ess einfach völlig normal, wenn du möchtest machst du noch ein wenig Sport, das wird auch nicht schaden. Wenn sich dein Gewicht dann irgendwann eingependelt hat, egal bei welcher Zahl es ist, kannst du immernoch drüber nachdenken ob es dir so gefällt oder du abnehmen möchtest.

Das machst du danach aber vernünftig mit einem moderaten Kaloriendefizit von 500 Kcal, ergänzenden Sport, nicht durch weniger Nahrung, sondern kalorienärmeren Lebensmitteln, mehr Gemüse usw.

Jetzt ist nicht dein Gewicht dein Problem, sondern deine Esstörung zu besiegen und dein Verhältnis zum Essen wieder in den Griff zu kriegen. Über alles andere kann man danach nachdenken.

Hallo,

also erstmal vorab: Meines Erachtens spricht erstmal nichts dagegen, wenn man bei 181 cm ein Gewicht von 68 kg hat. Damit kratzt Du ja auch schon an der unteren Grenze von dem, was Du haben solltest.

Interessant wird es sicherlich, da Dein Körper, wie schon vorher erwähnt wurde, sich vermutlich an die Situation angepasst hat und nun versucht einzulagern, was er kann. Hier gilt es nun die Grenze zu finden. Es ist natürlich einfacher gesagt als getan, aber grundsätzlich kann man sagen, dass bei Dir sicher genau das Gleiche erstmal angesagt ist, was man auch anderweitig empfehlen würde. Iss natürlich und vollwertig. Also nach Möglichkeit selber kochen und nicht wahllos essen, bis man seine Kalorien voll hat. Was die Kalorienanzahl betrifft kann man (mal ganz grob) sagen, dass Du im Wochendurchschnitt mehr Kalorien zu Dir nehmen solltest, als Du verbrauchst. Hier kommt es dann wieder darauf an Maß zu halten. Aber angesichts Deines aktuellen Gewichts würde ich hier in jedem Fall dazu raten, dass Du einen Arzt besuchst.

Solltest Du hier noch Fragen zu haben, dann schreib mich gern an.

Beste Grüße Jens

Du musst dich entscheiden: gesund werden und eine Gewichtszunahme akzeptieren oder krank bleiben und dein starkes Untergewicht halten. Beides geht nicht und das muss dir klar werden.

Das kannst du vergessen. Herzlichen Glückwunsch. Du hast es geschafft in den Jojo Effekt zu kommen.

Dein Körper denkt jetzt es ist Hungersnot angesagt und schaltet sich auf Sparflamme. Um da wieder rauszukommen braucht es Zeit. Viel Zeit. Könnten auch viele Monate sein.

Du kannst versuchen deinen Körper langsam wieder an mehr essen zu gewöhnen. Also jede Woche 100 Kalorien mehr essen bis du wieder im Normalen Modus bist.

Aber zunehmen wirst du so oder so wieder.

Das nächste mal richtig Abnehmen.

schizoliebe 07.09.2014, 15:23

"Das nächste mal richtig Abnehmen" sagt man zu keiner Magersüchtigen ! Dass es ungesund war und sie selbst Schuld ist , wusste sie glaube ich selber . Es ist kein Schlankheitswahn sondern ne Krankheit

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apachy 07.09.2014, 15:48
@schizoliebe

Es ist kein Schlankheitswahn? Die Leute wollen also nicht schlanker werden? Ich glaub vielen kommt die Klassifizierung Krankheit sehr recht, sowohl den betroffenen, die sich in der Opferrolle wohlfühlen, als auch Leute, die solche "Krankheiten" ggf. unterstützen (Medien und co.).

Der große Unterschied zu physischen und psychischen Erkrankungen ist meiner Meinung nach, dass man bei einer psychischen Erkrankung sehr gut selbst was machen kann und ja auch jemand Magersüchtiges kann beim nächsten mal richtig abnehmen bzw. aus Fehlern lernen.

Das jemand eine Essstörung hatte, heißt noch lange nicht, dass diese Person nie mehr abnehmen darf oder ähnliches. Ich hab das Gefühl das hier oft wie in der normalen Medizin auf Symptome gefeuert wird, dabei würde meiner Meinung nach ein fundiertes Wissen oft sehr viel hilfreicher sein.

Warum soll jemand der mal Magersucht hatte z.B. nicht abnehmen dürfen, viel Sport treiben dürfen und ggf. auf gesunde weise einen relativ niedrigen Körperfettanteil erreichen?

Wo sie ein gerade zu fanatisches Verhalten ohne Wissen hinführt hat sie nun gesehen und wie sie damit ihren Körper zugrunde richtet. Nun heißt es aufpeppeln und bei Bedarf mit ein wenig Wissen und Köpfchen an die Sache ran.

Sicher gibt es auch einige mit einen total verzehrten Selbstbild und co. die meisten verfolgen aber bestimmte Ziele und gehen diese einfach total falsch an. Wollen z.B. ihre Fettpolsterchen loswerden aber tun dafür eben etwas falsches, wiegen zwar irgendwann 40-50 Kilo und sind kurz vorm tot umfallen aber haben eben in der Realität neben hervorstehenden Knochen und starkem Untergewicht hier und da wirklich noch minimale Fettpolsterchen, weil sie ihr Gewicht zum großen Teil auf Kosten ihrer Muskelmasse verloren haben.

Und ich denke mit jemand Magersüchtigen oder psychisch Kranken muss man generell nicht groß anders sprechen. Die Wahrheit sollte nie etwas sein, was man zensieren muss.

Fakt ist wer überhaupt mit dem Abnehmen beginnt, der ist unzufrieden mit sich selbst und in eine Essstörung geraten dabei zu 99% Leute, die das ganze falsch angehen. Ich hab zumindest von relativ wenigen, eigentlich von keinen Fall gehört bei dem jemand mit einem moderaten Kaloriendefizit von 500 Kcal und ergänzenden Sport zuviel abnimmt, vielleicht gibt es so Fälle, scheinen aber doch sowas wie ein Lotto Gewinn zu sein, von der Chance bzw. Häufigkeit.

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Oh das Problem hatte ich auch ist verdammt schwer ..... Leute die keine Ahnung haben sagen , langsam essen steigern , Sport usw aber das klappt bei den Wenigsten da der Sport wieder in die Sucht treibt und man fast nur Ess Anfälle hat .. Ich bin 1,60m Startgewicht : 44 kg Tiefstgewicht : 38 kg Gewicht nach Klinik und Jojo Effekt , manchmal Essanfälle : 50 kg Meine ES ist jetzt über ein Jahr besiegt aber phasenweise ist es immer noch sehr schwer alles . Vielleicht helfen Ernährungsberater . Such Dir auch gute Schönheitsideale um besser mit dem Zunehmen klar zu kommen . Denn gerade bei deinem BMI solltst du zunehmen auch wenn du das nicht hören magst . Lg Gute Besserung

Ashleym11 07.09.2014, 15:22

Das Problem ist ich will ja nichtmal zunehmen sondern einfach nur normal Essen und damit normal Leben zukönnen ..

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schizoliebe 07.09.2014, 15:24
@Ashleym11

Keine Magersüchtige "will" wirklich zunehmen :/ So ging es mir zu meinem Tiefstgewicht auch , aber ich konnte mich nie aufraffen bis ich in die Psychiatrie eingewiesen wurde und zunehmen MUSSTE -.-

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Selbst 68kg sind bei der Größe Untergewicht

Aushan 07.09.2014, 15:38

Hallo,

68 kg sind noch kein Untergewicht (aber immer noch sehr wenig).

Gruß Jens

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