aus der Kirche ausgetreten - WO wird man begraben?

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10 Antworten

Wer aus finanziellen Gründen aus der Kirche austritt, ist meines Erachtens damit doch nicht automatisch ein "Heide". Tief im Innern kann man trotzdem ein gläubiger Christ sein und ein guter und verständnisvoller Priester wird bestimmt auch im Todesfall den Angehörigen zur Seite stehen, wenn er gerufen wird. Und eine würdevolle Bestattung ist auch gewiß! Ich wünsche Ihnen und Ihrem Mann ein langes Leben! Gruß JuWie.

Deshalb hab ichs ja auch in "Gänsefüßchen" gesetzt. Gläubig ist mein Mann - mehr oder minder. Kirchgänger sind wir alle nicht, trotzdem lese ich meinen Kindern aus der (Kinder)Bibel vor und spreche mit ihnen über Jesus, usw. In jedem Schlafzimmer hängt auch ein Kreuz. Also damit hat der Austritt nix zu tun!

Danke für die Antwort und die guten Wünsche! Ebenfalls alles Gute!

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Da kann man beruhigt sein,die sogenannten Heiden dürfen auch auf dem Friedhof beerdigt werden,meines Wissens gibt es den speziellen Platz für Nichtchristen nicht,wäre irgendwie ungerecht.Die Kirche erlaubt sich aber,bzw.der soziale (?)Staat,zu verbieten,die Urne mit nach Hause zu nehmen,wieviel Platz würde auf dem Friedhof mehr sein,wenn viele Interessenten ihre lieben Verstorbenen in Urne zu Hause im Garten oder im Schrank zu stehen hätten,bezeichnet das bitte nicht als Witz,ich könnte mir das gut vorstellen,mein Vater hatte eine schöne kobaltblaue Urne.Mutti weiß ich nicht mehr.

In den meisten Gemeinden gibt es auch einen "städtischen" Friedhof oder die Kirchengemeinde muss auch "Heiden" oder Muslime oder ... auf ihrem Friedhof bestatten - natürlich ohne Pastor.

Ausserdem gibt es noch die Seebestattung oder den Friedwald, die beide unabhängig von der Kirche funktionieren.

Seebestattung kommt nicht in Frage - Friedwald ist zu weit weg...

Mein Mann möchte wie ich eine Feuerbestattung - aber die Urne mit nach Hause nehmen geht in Deutschland ja auch nicht! Ausser man geht den (teuren Weg über Holland, da ist das dann soweit ich weiß, möglich!?)

Mein Mann sagte mir gestern, man könne jetzt aus der Asche auch künstlich einen Diamanten pressen, hat er wohl im TV gesehen...

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Hallo! Bei uns ist es genau der gleiche Fall, mein Mann ist aus der Kirche ausgetreten, unsere Kinder nicht mal getauft. Ich hab mich diesbezüglich mal mit einem Pfarer unterhalten. Er sagte mir, dass man zwar ganz normal auf dem Friedhof begraben wird, allerdings ist dann kein Pfarrer da, der die Grabesrede hält!

Klar auf dem Friedhof, aber eben ohne Pfaffer halt. Oder im Friedwald...

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@Kabark

Da hab ich mich wohl etwas falsch ausgedrückt, ich meinte, da gibt es keine speziellen Plätze irgendwo am Rand des Friedhofes.

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@DaniH

Vielen Dank, das hilft mir schon mal sehr weiter - auch wenn ich hoffe, dass ich noch viele Jahre mit meinem Mann verbringen kann!

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Jeder Mensch hat einen Anspruch auf ein Grab auf einem Friedhof an seinem aktuellen Wohnort, egal ob er Mitglied einer Kirche ist oder nicht. Wenn kein Pfarrer kommt oder nicht gewünscht wird dann kommt ein Trauerredner. Jedes Bestattungsinstitut hatte eine Auswahl an Trauerrednern zur Verfügung. Eine Liste von Namen gibt es auch unter der Internet-Adresse http://www.batf.de.

"Wer aus der Kirche austritt, erklärt damit auch, dass er auf eine kirchliche Trauerfeier verzichtet. Stattdessen kann ein Redner eine Trauerfeier durchführen. Die Kosten für den Redner müssen Sie selbst bezahlen, und die Bestattung gilt dann nicht als kirchliche Bestattung. Wenn Sie als Angehörige Trost suchen, können Sie sich selbstverständlich an Ihre Kirchengemeinde wenden. In Ausnahmefällen entscheidet der Pfarrer vor Ort nach dem seelsorgerlichen Gespräch über eine christliche Beerdigung."

Quelle: http://www.kirche-magdala.de/bestattung.htmlhtm

Vielen Dank, die Seite ist sehr informativ!

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Man ist sicherlich kein Heide, wenn man aus Kirche austritt. Man darf jedoch nicht vergessen, das von der Kirchensteuer, die ja vom Lohn einbehalten wird, die Pfarrer und sonstige Dienste der Kirche bezahlt werden müssen.( Übrigens auch viele sozialen Einrichtungen wie Kindergärten usw. ). Das Geld schickt leider nicht der liebe Gott und die Pfarrer oder sonstige Bediensteten der Kirche arbeiten nicht alleine für einen Gotteslohn. Nicht mal der Tod ist umsonst. Ist leider so. Es gibt leider viele Gläubige, die aus wirtschaftlichen Gründen aus der Kirche ausgetreten sind, was ich auch durchaus verstehe. " Gott sei Dank " ist ja möglich aus de Kirche auszutreten, während es ja nicht möglich ist aus dem Staat auszutreten, der ja den Löwenanteil des Lohnes einbehält. Wenn dein Mann kein Heide ist, wird er bei Vorsprache sicherlich auch ein christliches Begräbnis bekommen, mit Pfarrer usw. Ganz sicher auch auf dem normalen Friedhof, gegen einen entsprechenden Obulos. Sollte er tatsächlich ein " Heide " sein, denke ich mal, dürfte ihm egal sein, wie und wo er beerdigt wird. Aber sollte deinen Mann die Frage beschäftigen, dann kann er ja auch wenn es ihm finanziell vielleicht wieder besser geht, und er kein " Heide " sein will, wieder in die Kirche eintreten.

Sicher wird der Pfarrer von der Kirchensteuer bezahlt - und auf dessen Dienst wird der "Heide" ja vermutlich auch keinen Wert legen.

Wir haben in Deutschland (leider) die offizielle gesetzliche FRIEDHOFSPFLICHT, der man sich allenfalls bei einer Seebestattung oder einer Beisetzung im Friedwald entziehen kann.

Wenn die Hinterbliebenen also gern ein Grab mit Stein haben wollen, dann MUSS die Bestattung auf dem Friedhof stattfinden und dafür muss jeder gleich viel zahlen, egel ob Mitglied der Kirche oder "Heide".

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Als mein Mann mir vorgerechnet hat, was ihm nach seiner Scheidung noch zum leben blieb, konnte ich den Austritt mehr als verstehen! Jetzt, sagt er, fehlt ihm auch nicht unbedingt was - in die Kirche geht er eh nie...

Ich geh zwar auch selten in die Kirche, bin aber (von den Omas) christlich erzogen worden und (skeptisch) gläubig!

Will sagen, ich glaube zwar nicht alles 1:1, was in der Bibel steht, jedoch einen großen Teil oder zumindest sinngemäß!

Auch ich erziehe meine Kinder so, dass sie wissen, es gibt da noch etwas übergeordnetes und sie kennen auch die Bedeutung der christlichen Feste wie Weihnachten und Ostern!

Mein Mann sitzt zwar dabei, wenn wir in der Kinderbibel lesen und redet mit, aber ich konnte ihn (leider) noch nicht davon überzeugen, wieder in die Kirche einzutreten!

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@Kolibri

Ich hoffe, Du klärst sie aber auch darüber auf, daß Ostern und Weihnachten keine christlichen, sondern durch und durch germanische Feste sind.

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Ich kenne keinen Friedhof deren Träger die Katholische Kirchengemeinde ist, er wird allein von den Komunen getragen.

Es gibt besondere Friedhöfe da kann man beerdigt werden, wenn man nicht in der Kirche ist. Letztens war ich bei so einer Beerdigung dabei.

Bei uns in Dortmund werden die "Heiden" auf einen städtischesn Friedhof begraben.

Wir haben nur einen kirchlichen, dort werden evangelische und katholische Menschen des Ortes bestattet. Diese Möglichkeit scheidet also aus - trotzdem Danke für die Antwort!

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