Aus der Kirche ausgetreten

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Aus der "Kirche austreten" heisst nichts anderes als die Kirchensteuer nicht mehr bezahlen zu wollen, im "Glauben" sich das Geld sparen zu können und es evntuell anders anlegen zu können. Nun, wieviel dass ist und es sich lohnt ist fragwürdig und jedem selbst überlassen. Mit dem Glauben hat das nicht zu tun! Schliesslich glaubt man an Gott und nicht an die Institution Kirche! Ist man dann gestorben kann es einem gleich sein wie und wo..oder? Nun, es hängt vom Testament, letzten Willen und der Familie, den Rang und Namen so wie von der stellung in der Gemeinde ab wie man beerdigt werden soll/sich wünscht und vollzogen wird..... Zu aller letzt, die Kirche und der dazugehöriger Pfarrer sind Dienstleister, somit verrichten sie die Arbeit für die sie bezahlt werden! Die Zeiten sind längst vorbei als die "Ungläubigen" hinter der Kirchenmauer verscharrt wurden..Ausserdem und zu letzt, da die Zeit gerade danach ist.... an Weihnachten sind min. 70% der Messenbesucher in den Kirchen, aus der Kirche ausgetrettene.... ein blanker Hohn!? Oder???

Sehr fragwürdig, warum der meiste Anteil der "Ungläubigen" noch immer in Religiösen Einrichtungen sprich: Friedhof, begraben werden. Da spielt wohl das Finanzielle eher im Vordergrund und die Moral zugleich.

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Nicht jeder tritt nur deshalb aus der Kirche aus, um die Kirchensteuern nicht mehr bezahlen zu müssen. Es gibt tatsächlich auch Menschen, die andere Gründe haben. Diese Institution, die trotz anderslautendem Grundgesetz vom Staat mehr als genug unterstützt wird und vom Staat eine Macht verliehen bekommt, die ihr in meinen Augen nicht zusteht, erhält diese Macht zum Teil auch aufgrund der Zahl ihrer Mitglieder. Abgesehen davon, dass ich an keinen Gott glaube, finde ich die Politik in diesem Zusammenhang absolut widersprüchlich und unlogisch, und ich möchte die ungerechtfertigte Vormachtstellung der Kirchen in keinster Weise unterstützen. Projekte der Kirchen, die in meinen Augen unterstützenswert sind, kann ich jederzeit durch freiwillige Spenden unterstützen - aber den Verwaltungsapparat von Vater Staat dafür missbrauchen, dass diese Vereine ihre Beiträge erhalten - in meinen Augen ist das verfassungswidrig...

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Es bekommt jeder die Bestattung nach Wunsch, wenn dafür genug gezahlt wird.

Ja eigentlich fällt, die komplette kirchliche Zeremonie weg, für einen Laien hat aber eine wie auch immer gestaltete weltliche Zeremonie durchaus Gemeinsamkeiten mit kirchlichen Ritualen. Liebe Vorredner, verboten ist es einem Geistlichen nicht, Menschen zu beerdigen und den Totenritus entsprechend der jeweiligen Glaubensrichtugng auszuführen, auch wenn der Verstorbene nicht offiziell in der Kircche war. Hier sind den Geistlichen doch große persönliche Entscheidungsfreiheiten zum Wohl der Gemeinde und des Gemeindelebens an die Hand gegeben. Und ein katholische Geistlicher kann sehr wohl noch auf dem Totenbett oder in der Beichte vom Sinneswandel seines Schäflein erfahren haben.

aber ganz wichtig: du wirst auch beerdigt, und nicht irgendwo verscharrt.

im prinzip läuft solch eine beerdigung ganz ähnlich ab (wird auch in der kapelle auf dem friedhof abgehalten), allerdings ohne religöses drumrum.

annokrat

hi,

prinzipiell gibt es eine kirchliche Bestattung nur für Kirchenmitglieder. Bittet jedoch z.B. die Ehefrau ihres aus der Kirche ausgetretenen Mannes um eine kirchliche Bestattung für ihren Mann, wird diese meist "aus seelsorgerlichen Gründen" gewährt. Oftmals beerdigen PfarrerInnen jede/n Verstorbene/n - gegen eine Spende!

Am ehrlichsten finde ich: wer keine Verbindung zur Kirche hatte kann auch so würdevoll bestattet werden!

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