Aupair gekündigt und abgereist?

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3 Antworten

Im Nachhinein ist das schwierig, allerdings wenn sie unangemeldet beschäftigt wurde und nachweislich Geldzahlungen flossen, dann ist die Gastgeberfamilie fällig, denn man darf auch keine Menschen "schwarz" beschäftigen. Zunächst wäre für mich aber die Frage, läßt sich das beweisen? Wie sahen die Abmachungen aus?

Der Unfall ist zumindest kein Arbeitsunfall, er ist auch nicht auf dem Weg zur Arbeit passiert, sondern auf der privaten Reise deiner Freundin. Da es sich eher um ein "freundschaftliches gegeneinander Helfen" als um einen Gastarbeitervertrag gehandelt haben könnte, wird der gerichtliche Weg nicht unbedingt der einfachste sein.

Sicher, deine Freundin würde bestimmt in einigen Punkten Recht zugesprochen, aber vermutlich in einigen anderen eben auch nicht, somit sollte vorab gut überlegt werden, ob sich langwierige und kostenintensive Prozesse rentieren????

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Kommentar von Jangalle
04.11.2016, 08:11

Danke dir Osboha herzlich,

Eben wir möchten die Prozesse vermeiden. Und ja sie hatte eine Vertrag ( dort stand ihr monatslohn, zur Nutzung öffentlicher Verkehr soll alleine zahlen, steht 4 Wochen bezahlter Urlaub, Wochenstunden usw. Nichts stand von einer Kündigung. 

Und es kam raus dass die vorherige Aupair angestellte letztes Jahr sie verklagt hatte, wegen Schulden und ausbeute. Meine Freundin bekam also keine Referenzen, aber wir haben diese Angestellte auswendig gemacht, saßen und sie erklärte uns ihre Verlauf während ihr Dienst. 

Weil sie gerade zuhause ist, möchten wir eine Mahnung privat Mal Anschreiben damit sie sich entschuldigt, ihr das Geld auszahlt und eventuell eine Bescheinigung ( Referenz ) für ihren Auftrag dort. Wenn nicht dann dass wir eine dritte oder ich als 2 Person es bei der Staatsanwaltschaft Anzeige mit den Vertrag und ihre Beschimpfungen auch die Kündigung per WhatsApp. 

Danke dir nochmals

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Au Pairs haben keinen Anspruch auf den "normalen" Mindestlohn. Sie erhalten i.d.R. freie Kost und Logis, sowie ein kleines Taschengeld. In Deutschland meist um die 300€ pro Monat.

Was die Schwarzarbeit angeht, da machen sich immer beide strafbar - Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Man kann wohl davon ausgehen, dass ihr schon früher bekannt war, dass einige Formalitäten "versäumt" wurden. Da scheint es sie aber nicht gestört zu haben...

Genau wie die jetzt erhobenen Vorwürfe wegen Beledigung, sieht sowas schnell nach einer ziemlich billigen Racheaktion aus - solange es ihr gutging, wollte sie ja anscheinend trotz Schwarzarbeit, Unterbezahllung, Ausbeutung, verweigertem Urlaub und Dauerbeschimpfung einfach wieder ganz normal zurückkommen und weiterarbeiten...

Vermutlich würde sie mehr "Unterstützung" bekommen, wenn sie einfach gegen die Kündigung vorgeht oder "nur" ihren restlichen Lohn einfordert... Die anderen Geschichten kommen dann ohnehin zur Sprache.

Sie sollte sich aber in jedem Fall um die Ausländerbehörde kümmern, und dort ihren Status klären - Probleme dort können nämlich viel schwerwiegendere Folgen haben...

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Hallo Jan,
Deiner Freundin würde ich raten, sich einen Anwalt zuzulegen und da mal um Hilfe zu bitten. Gute Besserung an sie mit ihrem Fuß!

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Kommentar von Jangalle
04.11.2016, 07:41

Danke dir herzlich secretstory2015. 

Aber wird sie keine Schwierigkeiten kriegen wegen der 9 Monaten Schwarz? 

Sie ist ja in ihr Heimatland (nicht EU Land ) wieder.

Und ihr Vertrag ist fake ( selbst hergestellt mit komischen Bedingungen ) rein nur allgemeine Punkte betönt. (Arbeitsdauer, ferien usw) 

Danke dir

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Kommentar von Secretstory2015
04.11.2016, 08:04

Ach, das ganze war Schwarzarbeit!? Oh Mann, ihr macht ja Sachen ... Dann könnt ihr vermutlich nichts tun und solltet die Füße still halten, wenn ihr keinen Ärger haben wollt.

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