Auna CM001S XLR mit dem Behringer Xenyx 302 oder doch dem Behringer Xenyx 802 betreiben?

1 Antwort

Hallo SwiftIBaSh,

Ich habe einige Zeit gebraucht, bis ich die verschiedenen Mischpulte komplett verstanden habe, leider sind die Informationen von Behringer und auch Thomann und anderen, die diese Mischpulte anbieten, gleichermaßen unvollständig, was die Phantomspeisung und andere technischen Daten betrifft.

Aber mal der Reihe nach:

Du bekommst die Mischpulte mit und ohne USB-Schnittstelle, die USB-Variante hat intern einen A/D-Wandler mit 16 Bit und 48 kHz Samplerate verbaut, ist also die Kombination eines Mischpultes mit einem (einfachen) USB-Audio-Interface.

Alle Mischpulte ohne USB-Anschluss sind tatsächlich nur Mischpulte, der Sound geht zum PC oder Laptop und wird dort erst digitalisiert, wobei in der Regel Onboard-Soundchips qualitativ nicht so gut sind wie die in externen USB-Audio-Interfaces verbauten A/D-Wandler.

Die andere sehr irritierende Eigenschaft ist die Art der Phantomspeisung. Erst ab dem 502 ist eine echte, zuschaltbare Phantomspeisung von allerdings nur 15 Volt vorhanden (in einigen Beschreibungen steht auch 48 Volt....was soll man glauben?), wohingegen die 302-Serie diesen Umschalter nicht besitzt!!!
Scheinbar haben die 302 eine dauerhafte, nicht abschaltbare Phantomspeisung von 15 Volt....Auf jeden Fall haben diese einfachen Geräte keinen Drucktaster zur Umschaltung zwischen normalem Mikrofonbetrieb, (z.B. dynamische Mikrofone, die keiner Phantomspannung ausgesetzt werden dürfen) und dem Betrieb von Kondensatormikrofonen, die eine Phantomspeisung benötigen.

Erst ab der 502-Serie ist dieser Umschalter vorhanden.

Deshalb kann ich dir nur den Rat geben, von dem 302 mit oder ohne USB-Anschluss die Finger zu lassen.

Erst dass 802 hat echte zuschaltbare Phantomspeisung von +48 V.

Nun etwas zur Qualität der verwendeten D/A-Wandler in den USB-Versionen, die Samplerate sind die bereits erwähnten 48 kHz, normalerweise ausreichend....aber die Bit-Breite beträgt nur 16 Bit, und deshalb rate ich dir von diesen Mischpulten ab, den die 16 Bit garantieren keinen guten Rauschabstand und eine etwas eingeschränkte Dynamik, es sollten schon 24 Bit sein.

Insgesamt bin ich ziemlich angefressen von Behringer, die nicht ehrlich mit den technischen Daten umgehen, nicht so gute Daten werden einfach weggelassen, insgesamt alles nicht vollständig und nur halb-richtig beschrieben. Das nervt und überzeugt mich nicht.

Das Mischpult ohne USB-Schnittstelle ist ab dem 802 ein ordentliches Gerät, wenn aber die interne Soundkarte in deinem PC nicht gut ist, kannst du auch mit diesem Mischpult kein gutes Ergebnis erzielen.

Ich würde dir ein gutes und über jeden Zweifel erhabenes externes USB-Audio-Interface empfehlen, da stimmen die Wandler, die Phantomspeisung stimmt, alle Daten stimmen.

Sehr gute Geräte beginnen mit Modellen von Focusrite und Steinberg, wobei Steinberg noch bessere Soundprozessoren verwendet, der Unterschied ist aber sehr klein.

Focusrite sampelt bis 96 kHz in 24 Bit, Steinberg schafft sogar 192 kHz Samplerate bei 24 Bit.

Alle folgenden Links nach dem ersten sind von mir verändert worden, da man bei GF nur einen Link posten darf. Ersetze das von mir vorangestellte x durch www oder das y durch http, kopiere den Link in die Adresszeile deines Browsers und alles funktioniert wieder.

Mit dem geht es los

http://www.thomann.de/de/focusrite_scarlett_solo.htm

und mit 2 Mikrofoneingängen

x.thomann.de/de/focusrite_scarlett_2i2.htm

y://focusrite.de/usb-audio-interfaces/scarlett-solo

bei Steinberg sind es diese Interfaces

x.thomann.de/de/steinberg_ur12.htm

x.thomann.de/de/steinberg_ur22.htm

x.steinberg.net/de/products/audio_interfaces/ur_serie/modelle/ur12.html

Schau dir mal alles in Ruhe an, und wenn du bei einem Mischpult bleiben möchtest, können wir das noch einmal besprechen, vielleicht gibt es dann noch eine andere günstige, aber bessere Lösung.

Grüße, Dalko

Also erstmal Danke für die so detailreiche Antwort und ja, ich würde lieber gerne bei einem Mischpult bleiben, weil man da alles in einem (meistens) hat und es für mich auch leichter ist meine Stimme, bzw die Aufnahme des Mikrofons, am Mischpult zu regeln. Aber mal so gesagt, wenn es nicht schwer ist die Stimme über z.B. Audacity zu bearbeiten und sie schon so von der Aufnahme her gut klingt, dann würde ich mir auch so ein Audiointerface kaufen, solange dass dann ausreicht.

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