War schon mal jemand Augenzeuge bei einem Schienensuizid?

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ich habe mal was ähnliches gesehen. Einen Autounfall bei dem drei junge Frauen starben. ich kam gerade dazu, als es vielleicht gerade vor 5 Minuten zum Auffahrunfall kam. Ich werde nie vergessen, wie die junge Frau am Steuer mir mit blutunterlaufenen Augen, den Motorblock in den Bauch gerammt, geschockt nachschaute und die zwei Mitfahrerinnen anscheinend schon tot im Gurt hingen, als ich an diesem Sommertag aufgrund der kreuz und quer stehenden Fahrzeuge ganz knapp vorbeifahren musste. Lange, sehr lange und heute noch nach über 30 Jahren sehe ich als ein Raser der ich war immer wieder als einen Grund langsam und vorsichtig zu fahren. Ich würde dir raten, wie vorher schon andere. Rede einfach mit Bekannten, Freunden darüber. Immer wieder und schreibe eventuell deine Gedanken auf. Versuche auf jeden Fall das nicht zu verdrängen, sondern zu verarbeiten.

Liebe MrsWillson, ich kann mich voll in Deine Lage versetzen. Vor Jahren habe ich einen ähnlichen Vorfall erlebt. Eine mir zunächst unbekannte Person hat sich vom Dach eines sehr hohen Hauses gestürzt, ich war dabei und hörte den Aufprall, das Knacken der Knochen, so, als würde man eine Holzlatte wegschmeißen. Das Auslaufen der Körperflüssigkeit (Blut) habe ich nicht selbst gesehen, wurde mir aber berichtet. Habe später die Reste der Blutlache gesehen, die selbst von der Feuerwehr nicht vollkommen beseitigt werden konnten. An diesem einen Moment der "Flugphase" des Selbstmörders hatte ich meinen Mann an meiner Seite, Dieser hat sich instinktiv die Hände vor das Gesicht gehalten, was ich auch tat. Meine Ohren jedoch konnte ich nicht zuhalten. Und dieses Geräusch kann ich bis heute abrufen. Es beherrscht mich aber nicht mehr. Kurz nach dem Vorfall war ich noch normal, fand ich. Dem war aber nicht so. Stunden später erlitt ich einen Kreislaufkollaps, dagegen half Schlaf. Die Tage danach waren die Hölle, ich ging kaum mehr aus dem Haus, aus Angst, es könnte mir jemand auf den Kopf fallen, schlich an der Hauswand entlang. Eines Tages wurde mir berichtet, wer dieser Selbstmörder gewesen ist und was ihn bewogen hat, dies zu tun. Er war unheilbar krank, sah keinen Ausweg. Ich habe das akzeptiert und seit diesem Tag ging es wieder bergauf mit mir. Eine psychologische Behandlung brauchte ich nicht.

Wie Du siehst, ist dieser Vorfall auch noch nach Jahren in meinem Kopf, er beherrscht mich aber nicht mehr. Es ist nur noch eine Lebenserfahrung. Und das wird es für Dich auch irgendwann sein. Solltest Du gar nicht klarkommen, rate ich Dir, geh zum Psychiater/Psychologen, ohne Rücksicht auf eventuelle Kosten. (Was hast Du für Eltern?)

Viel Glück!

wir wohnen in einem mehrfamilienhaus. zwei etagen unter uns lebte ein mann mit seiner frau, die sich von ihm trennen wollte. der mann war schütze. (also von beruf) und hat dann erst seine frau und dann sich selbst umgebracht. (er hatte seine waffen ja bei sich zu hause und noch einen waffenschrank im keller und sein keller war genau gegenüber von unserem keller) da meine eltern getrennt leben, wussten wir erst nichts davon (ich war zu der zeit bei papa, also ist es bei mama passiert) aber dann trafen mein vater und ich beim einkaufen jemand der zwei blöcke witer wohnt und die hat uns das erzählt. (wir haben es erst nicht geglaubt weil sie meinte die hatten einen hund, hatten sie aber nicht) wir sind dann erst mal zu mama gefahren. wir schalten fernseher an und nach einiger zeit kam es dann und es stimmte! ich habe ca. 1 woche schlecht geträumt und ich hatte angst in meinem zimmer zu schlafen und war deshalb immer im zimmer meiner eltern. ich habe mich nicht getraut an deren wohnung vorbei zu gehen (aber was blieb mir anderes übrig wenn ich runter oder hoch wollte?) und im hausflur roch es dann noch so nach desinfektionsmittel (ein geruch der es auch noch schlimmer machte, den vergesse ich nie.) . ich fahre immer mit dem fahrrad also musste ich in den keller. und das habe ich mich auch nicht allein getraut, selbst mit meinen eltern hatte ich noch angst! und dann diese bilder aus dem fehrnsehn und der zeitung vor der haustür wie der sarg da stand. ich hatte solche angst!

okey, genug erzählt. nach einem monat war es von alleine verschwunden. (aber ich kann mir vorstellen das es bei dir noch viel schlimmmer sein muss, da du ja dabei warst) ich war 11 als es passiert ist, nun bin ich 12. ich weiß ja nicht wie alt du bist aber ich glaube wie gut man darüber hinweg kommt hängt auch ein bisschen vom alter ab. ich würde dir raten erstmal abzuwarten, allerdings geh am besten öfter an dise stelle und stell dich genau davor und sage dir: ES IST VORBEI! DU KANNST DICH BERUHIGEN!!! (ich hab mich dabei vor diese wohnung gestell und 2 rosen hingelegt für die beiden) vielleicht hilft dir das. ich wünsch dir viel glück! LG diealh

DAS ist der mit Abstand rührendste und hilfreichste Kommentar, den ich hierzu gelesen habe. Vor allem der Vorschlag, den ausgemachten "Ort der Angst" zu besuchen, dort zu verweilen (so lange wie nötig und möglich) und schließlich mit den (gedenkenden) Blumen (oder etwas vergleichbarem) zu schmücken, um Anteilnahme zu zeigen, erscheint zwar zunächst simpel, hilft aber tatsächlich :-)

Ich erlebte in sehr jungen Jahren (17-18-jährig) im Rahmen diverser Praktika zu einer meiner Ausbildungen Einsätze im Rettungswesen, bei denen ich mit Dingen konfrontiert wurde, die ich glaubte, alleine verarbeiten zu müssen/können (auch Suizide - sogar einer, der vor Ort nicht hat verhindert werden können ...).

Am Längsten benötigte ich aber für eine "Helmbergung" (mit Inhalt) nach einem Motorradunfall, weil ich erstens der Bergende war (den "Inhalt" registrierte ich erst bei der Übergabe) und zweitens der Verunfallte an seinem Todestag nur wenige Tage älter war als ich. Diese machohafte "ich-schaff-das-schon-alleine-Philosophie" hat sich als totaler Schwachsinn herausgestellt. Ich bemerkte das aber erst, als mich versteckte Spätfolgen aus den erworbenen zahlreichen Traumata in meiner Arbeit aber auch privat zu behindern und einzuschränken begannen (unbewußtes Vermeidungsverhalten, Angstzustände).

Das ging dann schließlich soweit, dass ich einmal sogar privat Hemmungen zu überwinden hatte, erste Hilfe bei einem offensichtlich extrem schweren Verkehrsunfall zu leisten - obwohl ich ja geschulter Profi bin: sekundenlang benötigte ich, mein Auto auf einer Autobahnfahrt an die Seite und zum Halten zu bringen, um dann nach weiteren sekunden der Selbstüberwindung zu entscheiden den Warnblinker einzuschalten und mich richtig zu ZWINGEN zum Unfallort zurücksetzen. Von den drei Verunfallten konnte ich so wenigstens einem das Leben retten.

Danach habe ich bewußt alle "meine schwierigen Orte" persönlich besucht und Andenken hinterlassen (Blumen, Gegenstände, liebevolle und anteilnehmende Kommentare an vorhandenen Devotionalien). Das hat MIR jedenfalls ungalublich geholfen und ich kann heute wieder ungehemmt/angstfrei entscheiden. Mit meinen heute 52 Jahren bin ich froh, mich seinerzeit meinen Eltern und einem befähigten Psychologen (Pflicht-Kasse zahlte auch damals schon!) anvertraut zu haben. DAS war wohl einer der besten Entscheidungen in meinem ganzen Leben!!

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