Augenmigräne behandeln?

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3 Antworten

Der Neurotransmitter in den Sinneszellen der Netzhaut (Stäbchen und Zapfen), der für die Übertragung des durch das Licht ausgelösten Rezeptorpotentials zu den ableitenden Nervenzellen in Richtung Sehnerv sorgt, heißt Glutamat. Glutamat kommt im menschlichen Körper an verschiedenen Stellen des Sinnes-Nervensystems natürlich vor und sorgt dort für die synaptischen Übertragungen, so auch am Auge.

Achte deshalb besonders darauf, kein zusätzliches Glutamat über Lebensmittel aufzunehmen. Da Glutamat ein erregender Neurotransmitter ist, der auch in den Geschmacksrezeptoren wirkt, wird vielen Fertigprodukten synthetisch hergestelltes Glutamat als "Geschmacksverstärker" zugesetzt. Die Mengen des künstlich zugesetzten Glutamats übersteigen die natürlich im Nervensystem vorkommenden Mengen häufig um einige Hundertfache. Wenn Du solche Produkte konsequent meidest, hast Du gute Aussicht auf Besserung.

Beachte bitte auch die wertvollen Ratschläge von Emelina.

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Kommentar von evaness
02.07.2011, 13:08

Zur Vorbeugung ist außerdem eine ausgewogene Ernährung notwendig, mit der man einen möglichst gleichmäßigen Blutzuckerspiegel aufrecht erhalten kann.

Man muss dabei unterscheiden zwischen Zucker (Mono- und Disaccharid) und langkettigen Kohlenhydraten. Langkettige Kohlenhydrate (Stärke aus Vollkornprodukten, Vollkornreis usw.) müssen von verschiedenen Enzymen nach und nach in kurzkettige zerlegt werden. Deshalb werden sie schön langsam verwertet und sorgen somit für einen gleichmäßigen Blutzuckerspiegel. Dieser ist wichtig, um Unterzuckerungen im Gehirn zu vermeiden. Nach der Aufnahme kurzkettiger Kohlenhydrate (Süßigkeiten, Marmelade, Konditoreiwaren usw.) schnellt der Blutzuckerspiegel erst nach oben, die Kohlenhydrate werden schnell verwertet und danach fällt der Blutzuckerspiegel steil ab. Das kann zu Unterzuckerungen in den Gehirnzellen führen, die bei manchen Menschen Migräneanfälle auslösen. Es geht also nicht darum, sich generell kohlenhydratarm zu ernähren, sondern darum, Süßigkeiten, Marmelade, Kuchen und süße Stückchen als Feind der eigenen Gesundheit zu erkennen und diesen Feind konsequent zu meiden.

Da das Glutamat ein erregender Neurotransmitter ist, der in den synaptischen Vesikeln gespeichert wird, veranlasst es angeregte Nervenzellen zu einem anhaltenden Dauerfeuern. Die Nervenzellen senden solange Aktionspotenziale, bis alles Glutamat verbraucht ist. Normalerweise ist es schnell verbraucht und die Zellen beruhigen sich von alleine wieder bzw. können von den GABA-ergen hemmenden Synapsen herunter gebremst werden. Wenn zu viel Glutamat vorhanden ist, weil es mit irgendwelchen Lebensmitteln künstlich zugeführt wurde, gibt es in den Nervenzellen bzw. Gehirnzellen ein neuronales Dauerfeuer, dass ihre Zellstoffwechsel überansprucht und in den Zellen zu der gefährlichen Unterzuckerung führt, die wir ja gerade vermeiden wollen. Glutamatkonsum führt zu der gefährlichen Unterzuckerung, weil die Nervenzellen vom Glutamat zum Dauerfeuern gezwungen werden, bis sie vollkommen ausgebrannt sind und ein Teil davon sogar abstirbt.

Die Reaktion auf das Glutamat ist allerdings individuell verschieden. Manche Menschen können es ziemlich schnell "verstoffwechseln", wobei es in GABA umgewandelt wird. Das ist natürlich ideal, denn GABA ist ein hemmender Transmitter und Gegenspieler des Glutamats, der das Gleichgewicht zwischen Erregung und Hemmung wieder herstellen kann. Etwa 10% der Menschen können die zusätzlich aufgenommenen Glutamatmengen aber nicht rechtzeitig verstoffwechseln und bei ihnen für es zu der oben beschriebenen Situation in den Nervenzellen.

Wertvoll zur Migräneprävention ist ein gleichmäßiger Blutzuckerspiegel durch die Aufnahme langkettiger Kohlenhydrate im natürlichen Stoffverbund, also zusammen mit den Vitaminen, Mineralstoffen und Enzymen, die im vollen Korn zur Verwertung mitgeliefert werden.

Es kann sein, dass eine Unterzuckerung über die Ausschüttung von Stresshormonen die Glutamatfreisetzung verstärkt, so dass ein Teufelskreis entsteht. Deshalb für gleichmäßigen Blutzuckerspiegel sorgen und zwar OHNE die Aufnahme von Zucker oder gezuckerten Lebensmitteln.

Außerdem ist eine gute Versorgung mit Proteinen wichtig, ohne die das Nervensystem nicht harmonisch arbeiten kann, weil viele Neurotransmitter und Neurohormone (z.B. Serotonin) aus Aminosäuren gebildet werden. Diese holt sich der Körper aus proteinreicher Nahrung. Auch die Versorgung mit gut verwertbaren Fetten bzw. Ölen ist wichtig, damit die Gliazellen versorgt werden können, die die Nervenzellen schützend umhüllen.

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Es gibt Migränemedikamente (Triptane), die im Notfall zuverlässig helfen. Die soll man aber nicht zu häufig einnehmen, da sonst ein Medikamenten-abhängiger Kopfschmerz hinzukommt. Triptane sind verschreibungspflichtig.

Ein Neurologe ist hier der zuständige Arzt. Am Besten einer, der Erfahrung mit Migränepatienten hat. Das ist leider nicht bei jedem der Fall, deshalb ist es ratsam sich vorher zu erkundigen.

Man kann der Migräne auch vorbeugen, damit sie nicht mehr so häufig auftritt, indem man die Migräneauslöser vermeidet:

Bestimmte Nahrungsmittel sind häufig Auslöser von Migräne. Das können bei jedem Migräniker andere sein - man muss einfach beobachten, was man in den Stunden (oder auch 24 Std.) vor einer Attacke gegessen oder getrunken hat. Häufig sind Geschmacksverstärker wie Glutamat, die in den meisten Fertigprodukten (Tütensuppen, Chips, ect.) enthalten sind Migräne auslösend. Einfach auf der Packung unter Zutaten nachlesen.

Auch Stress kann ein Auslöser sein. Wobei die Migräne häufig erst nach der Stressphase auftritt. Nach einer anstrengenden Arbeitswoche hat man am Wochenende Migräne. Die Vermeidung von Stress ist wichtig.

Ein regelmäßiger Schlaf-/Wachrhythmus und ausreichend Schlaf sind auch förderlich um der Migräne vorzubeugen. Wenn man die Möglichkeit hat einen Mittagsschlaf zu halten, kann das hilfreich sein. Dieser sollte aber nicht länger als 20 Minuten dauern. Generell ist ein geregelter Tagesrhythmus, auch was die Mahlzeiten betrifft, von Vorteil.

Migräne lässt sich von einem guten Heilpraktiker auch homöopathisch behandeln - zwar nicht heilen, aber die Häufigkeit der Attacken und die Intensität lässt sich reduzieren.

Der erste Weg sollte aber immer erst mal der zum Neurologen sein - für die Diagnose (um andere Ursachen auszuschließen) und zur Verschreibung der Schmerzmittel für den Notfall.

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Ist diese Lichtüberempfindlichkeit generell oder beschränkt sie sich auf bestimmte Jahreszeiten.

Ich frage deshalb, weil es in diesem Zusammenhang die Serotonin-Theorie gibt. Licht/Sonne erhöht den Serotoninspiegel, und möglicherweise ist der bereits bei dir erhöht. Bei einigen Betroffenen kommen deshalb sogenannte Serotoninantagonisten zur Anwendung. Auch hat man in einigen Nordländern eine positive Korrelation zwischen lichtreicher Jahreszeit und Migräneanfällen ausmachen können.

Wie sieht denn die Ernährung aus?

Oder besser noch: Mach doch auf www.miginfo.de mal den Online-Test "Hypoglykämisch?" (rechts oben im Kasten unter Online-Tests).

Natürlich kann das bei dir auch alles ganz andere Gründe haben (aber wir sind ja hier bei gutefrage.net und da darf man ein wenig herumraten), aber ein klein weisen deine Symptome auf eine verdeckte Hypoglykämie hin.

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Kommentar von Nasuke
26.06.2011, 00:14

Nein,das hab ich das ganze jahr über.

Achja,hypoglykämie ist doch unterzuckerung,oder?Mir wurde schon mehrmals blut abgenommen,und bei mir sind die blutwerte top! mhm

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