Augenlaser als Werbungskosten?

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3 Antworten

Werbungskosten sind Kosten, die in irgendeiner Form berufsbedingt entstanden sind. Wohlgemerkt, beruflich. 

Da Du keinen Beruf hast, sondern erst einen ergreifen willst, ist die Antwort normalerweise NEIN, es gibt keine Anerkennung als Werbungskosten. Eine Laser-OP könnte ja auch nur rein privaten Zwecken dienen. 

Aber, da ja eine steuerliche Beratung nur durch Fachpersonal gemacht werden darf, hilft hier eine Anfrage beim Steuerberater, aber auch beim Finanzamt. Dort sitzen nicht unbedingt nur sture Beamtenköpfe, sondern es gibt durchaus auch hilfsbereite Sachbearbeiter. Einfach mal anrufen und fragen kostet doch nichts. 

Außerdem ist die Frage, was genau mit der OP korrigiert werden soll. Und es gibt mindestens drei verschiedene OPs mit unterschiedlichen Ergebnissen und Heilungschancen. Da solltest Du nicht einfach loslegen, sondern Dich vorher ganz genau informieren. 

Die EU lässt ja beim Visus (und der steht im Fokus einer Laser-OP) für Berufspiloten +5,0/-6,0 Dioptrien zu; dies ist aber nur ein kleiner Teil der Augenuntersuchung, die rund ein Dutzend Punkte umfasst. 

Auch lehnen viele Airlines eine Laser-OP grundsätzlich ab. Deshalb sind Alleingänge ohne fachkundige Beratung immer falsch. 

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Kommentar von Hefti15
07.08.2016, 12:37

Also bei einem Punkt liegst du mächtig daneben "Werbungskosten sind Kosten, die in irgendeiner Form berufsbedingt entstanden sind. Wohlgemerkt, beruflich. Da Du keinen Beruf hast, sondern erst einen ergreifen willst, ist dieAntwort normalerweise NEIN, es gibt keine Anerkennung als Werbungskosten."

§9 EStG: Werbungskosten sind Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung der Einnahmen.

Und im aktuellen Fall ist auch deine Aussage "Eine Laser-OP könnte ja auch nur rein privaten Zwecken dienen." Weil ein gutes Sehvermögen ja Voraussetzung für die Wahl des Berufes ist. Ein "rein" privater Zweck ist damit ja ausgeschlossen.

Hier liegen eindeutig "gemischte Aufwendungen" vor und es stellt sich einzig die Frage, ob man die aufteilen kann.

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Man kann es versuchen, ob es anerkannt wird glaube ich nicht. Für die Pilotenausbildung muss man meistens aber doch sowieso Geld mitbringen und bekommt keines, so dass man oft keinerlei Steuerpflicht unterliegt.

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Kommentar von thorsengel
06.08.2016, 16:54

Ja, aber dieses Geld kann man ja dann ansetzen

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Kommentar von Hefti15
07.08.2016, 12:40

Für den Werbungskostenabzug ist es vollkommen egal, ob man während der Berufsausbildung nun Einkommen hat oder nicht. Und ob eine Steuerpflicht besteht, hat überhaupt keinen Einfluss auf Werbungskosten!

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Nein, kann man nicht.

Man kann es ja auch sonst gut "gebrauchen", nicht nur beruflich.

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Kommentar von Hefti15
07.08.2016, 12:43

Gemischte Aufwendungen können grundsätzlich in als Betriebsausgaben oder Werbungskosten abziehbare sowie in privat veranlasste und damit nicht abziehbare Teile aufgeteilt werden.

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