Augegrenzt aus der konservativen Dorfgemeinschaft - weil ich *anders* bin.

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17 Antworten

Das kenn ich aus eigener Erfahrung, nur mir ist es egal was die Leute denken ich lebe mein Leben. Ich denke mir, was sind das für Christen kaum raus aus der Kirche wird das Gebetsbuch übern Gartenzaun geworfen und dann beginnt das lästern. Ich tue mehr Gutes ohne darüber groß Worte zu machen als diese notorischen Kirchgänger Denke nicht mehr daran die änderst du sowieso nicht.such dir Menschen die so sind wie du heute ist man ja flexibel jeder hat ein Auto. Mein Rat, raus aus den Dorf und die Freizeit woanders verbringen.

hoppelboppel96 27.12.2012, 16:05

Mein Problem ist, dass ich immernoch an die öffentlichen Transportmittel gebunden bin, aber dies wird sich in spätestens 2 Jahren auch ändern... Meine Freunde und meine Freizeit verbringe ich aber so oft wie möglich ausserhalb des Dorfes, das klappt schon ziemlich gut. Danke dir !

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Das klingt sehr nach Schwarzwald. Ich empfehle dir, deine Freunde und sozialen Kontakte ausserhalb deines Dorfes zu suchen. Möglichst in einer Stadt. Mit 14, ohne Moped ist das zwar schwer, aber orientiere dich trotzdem dorthin. Internet hilft dir. Nach ein, zwei Jahren hast du dann die nötige Distanz und es macht dir nicht mehr viel aus.

Die Zeit spielt übrigens für dich. Diese Kirchgänger werden Monat für Monat, Jahr für Jahr eine immer kleiner werdende Gruppe. In Deutschland treten jedes Jahr ca 300'000 Leute aus der Kirche aus. Vor 20 Jahren waren noch 73% in der Kirche. Heute sinds nur noch 58%. Es werden immer weniger, immer weniger. Du kannst deine scheinheilige Dörflergruppe mit diesen Augen anschauen: In einigen Jahrzehnten werden Bilder von euch nur noch als Folkloretruppe existieren. Ihr seid dann ein belächeltes Völkchen, die man dann wie die alten Griechen anschaut, wie sie ihren lustigen Zeus-Ritus zelebriert haben.

Hier die Entwicklung der Todgeweihten Institution "Kirche". http://www.kirchenaustritt.de/statistik/

hoppelboppel96 27.12.2012, 16:09

Nein, Schwarzwald ist es nicht, aber wahrscheinlich schaut die Lage dort recht ähnlich aus. Meine Freunde habe ich schon längst ausserhalb des Dorfes gefunden, da ich schon lange eine andere Schule besuche als die dortige. Ich bin zwar 16, aber du hast recht, ich bin immernoch an die öffentlichen Verkehrsmittel gebunden, besonders im Winter.

Die Statistik hab ich übrigens mal studiert, ist sehr interessant zu sehen was sich da alles abspielt - übrigens sollte ich unseren Kirchgängern mal eine Kopie an die Kirchentüre hängen ;-)

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Finde toll wie du bist und zu dir stehst. Bleib so wie du bist. Doch das ist leichter gesagt wie getan. Solange sie dich nur ausgrenzen ist alles noch relativ ok. Es tut zwar weh, aber du bist frei. Wenn Sie anfangen dich zu Mobben musst du dich schützen! Und damit meine ich spätestens dann geh weg da. Ich habe den Fehler gemacht zu glauben man könnte mit einer solchen Dorfgemeinschaft reden, oder sie überzeugen. Du bist anders, und das ist toll! Alleine schon deine Art wie du schreibst mit den vielen smilies zeigt dass du ein lebensbejahender Mensch bist der lieb eingestellt ist. Suche dir Leute die sind wie du! Nur dann bleibst du glücklich und du bleibst du. Zu viel Umgang mit diesen Menschen im Glauben sich respektvoll und offen zu zeigen verändert dich nur in eine Richtung wie du dich Nichtmehr magst und gut fühlst. Also weg da sobald du kannst. Wünsche dir alles gute! :)

Auf der einen Seite hast du total recht, aber auf der anderen Seite lies dir doch mal deinen Text durch. Das ist nun auch nicht gerade ein sehr toleranter Text gegenüber dem was die Anderen glauben und tun. Du tust scheinbar auch viel zu deiner Ausgrenzung dazu. Du gehst nicht zu den Festen, du schaust auf ihre Verhalten herab. Ich glaube, wenn du toleranter mit dem Verhalten der anderen umgehen würdest ohne dies zu verurteilen würden dir auch weniger Vorurteile entgegen kommen. Ganz wird es nicht weggehen, aber so wie du es beschreibst grenzt du dich derzeit auch selbst aus. Bitte denke daran, du kannst nicht das Verhalten der anderen ändern, du kannst nur dich und deinen Umgang damit verändern. Erwarte also nicht von den anderen, das sie sich ändern, sondern schau was du dazu beitragen kannst, das es für alle gemeinsam gut wird.

hoppelboppel96 27.12.2012, 16:25

Ich verstehe deine Ansicht des ganzen, sicher rage ich selbst auch daran bei, aber was für einen Sinn hat es für mich, an diese Veranstaltungen zu gehen, wenn ich sowieso, nur durch meine Anwesenheit an den Rand der Gesellschaft gedrückt werde? Es macht mir einfach keine Freude mehr, hier zu sein. Dass sie ihren Glauben so leben wie sie ihn wollen, das kann mir ja grundsätzlich egal sein, ich hab keine Einwände, aber dass man mich ausschliesst, weil ich anders denke, das finde ich intolerant ihrerseits, und das ist wohl das einzige, was mich am ganzen stört. Mehr als zum fest gehen kann ich nicht, ich kann denen ja nicht in die Arme fallen, wieso auch? Ich bin so wie ich bin, werde von meinen Freunden als toleranter Mensch bezeichnet, und das bin ich auch, nur in diesem Dorf bringt dich Toleranz nicht weiter: Entweder bist du wie sie, oder du gehörst nicht dazu. Trotzdem Danke für deinen Beitrag, er hat mich zum Nachdenken gebracht.

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Hi Hoppelchen, ich kann deinen Frust über die scheinheilige Gemeinschaft sehr gut nachvollziehen. Aber ich gratuliere dir dazu, gerade in so einer feindlichen Umgebung für dich selbst einzustehen.

Die Situation lässt sich zwar so schnell nicht bessern, aber vielleicht besser ertragen, wenn man sie vollständig verstanden hat. Du solltest wissen, dass deine scheinheiligen Mitmenschen dich dafür insgeheim hassen, dass du dich nicht anpasst, auch wenn sie noch so fromm tun. Unbewusst wissen sie nämlich, dass du stärker bist als sie, weil du dich der Vormundschaft der Kirche verweigerst. Ursprünglich konnte jeder diese religiöse Bevormundung nicht ausstehen, aber die meisten knicken unter dem Anpassungsdruck ein und verleugnen (und damit verdrängen) ihren ursprünglichen Wunsch nach Freiheit. Dass du nicht einknickst, nehmen sie dir extrem übel, weil du sie damit an ihre eigene Schwäche erinnerst. Sie müssen zum Schutze ihrer eigenen Verdrängung alles dafür tun, dass du doch einknickst oder derart bestraft wirst, dass sich deine Stärke für dich nicht lohnt, frei nach dem Motto: Wenn ich meine eigene Suppe versalzen habe, spucke ich dem nächsten gleich noch in seine.

Freud hatte diesen Mechanismus als erstes entdeckt und Projektion genannt: Die Verfolgung der eigenen verdrängten Wünsche in anderen. Ich kann dir nur empfehlen, dich damit etwas auseinanderzusetzen. damit du nicht irgendwann der enttäuschenden Illusion erliegst, sie würden dich doch noch irgendwie so akzeptieren wie du bist. Das können sie aufgrund ihrer Psychostruktur nicht.

Ich weiß, Freud und seine Erkenntnisse sind sehr unbeliebt geworden, das werden mir gleich ein Dutzend Leute hier um die Ohren zu hauen versuchen. Aber was er herausgefunden hat, können du und viele andere täglich am eigenen Schicksal nachvollziehen.

Ich wünsch dir noch gutes Durchhalten, und falls du Fragen hast, schreib mir einfach!

hoppelboppel96 27.12.2012, 15:57

Ich muss zugeben dass dein Beitrag sehr interessant klingt. Freud's Theorie werd ich mal wirklich näher studieren, da sich ja dieser Mechanismus nicht nur auf "meine" Situation bezieht, sondern auch auf's alltägliche Leben. Falls Fragen auftauchen werd ich dich fragen! :) Dankeschön!

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Demandanto 27.12.2012, 23:33
@hoppelboppel96

Eine erste Leseempfehlung wären vielleicht seine "Vorlesungen zur Einführung in die Psychanalyse", welche sogar online zu finden sind: http://gutenberg.spiegel.de/buch/926/1

Du magst dich da vielleicht wundern, dass er zunächst von Erkenntnissen aus der Neurosentherapie ausgeht, diese Erkenntnisse über die menschliche Psyche dann aber auch in jedem anderen Menschen wiederfinden konnte. Und wenn man bedenkt, dass er nachweisen konnte, dass die Religion psychisch gesehen eine Massenneurose ist, die gewaltsam von oben induziert wird, dann ist auch klar, wie schnell man da direkt am Thema dran ist.

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In der kath Kirche heißt es ganz klar, dass niemand diskriminiert werden darf. (sei es wegen Hautfarbe, Religionsangehörigkeit, Sexualität usw.) Wenn die ach so katholischen Bewohner in deinem Dorf mal den Katechismus der katholischen Kirche studieren würden, würden sie das wissen. Das kannst du ihnen ja mal sagen ;-) Es ist nicht richtig Menschen auszuschließen. Das zeugt nur von der Schwäche dieser. Wir müssen, denke ich, selbst aufpassen, dass wir nicht auch solch ein Verhalten annehmen.

Alles Gute und Gruß

munus

hoppelboppel96 27.12.2012, 16:13

Wie aus eine Munde behaupten sie alle hier, wie tolerant sie mit ihrer Religion sind. Bestes Beispiel ist ja das Minarettverbot welches in der Schweiz eingeführt wurde. Von wegen Toleranz!

Selbst aufpassen das man darin nicht hineingezogen wird ist wohl immernoch die beste Möglichkeit. Danke auch für deinen Rat!

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Ich hab auch 20 Jahre auf dem Dorf gewohnt, ich kann das nur bestätigen. Dagegen hilft allerdings nur fortzuziehen, in die große anonyme Stadt. Ich kann viele Dörfer und Leute die sich dort nicht wohlfühlen, leider kann kein einzelner sture Bauernschädel in 100er Zahl ändern. Ich wohn jetzt wieder in der Stadt, wo ich auch geboren wurde.... hat auch seine Nachteile, weite Wege zur Arbeit, Lärm und dDreck.... aber auch Vorteile. Ich wünsche dir eine gutes neues Jahr, vielleicht mit den Veränderungen, die du dir wünschst. Alles gute

hoppelboppel96 27.12.2012, 16:00

Viele meiner früheren Jahrgänger und ihre Familien sind in die nächstgelege Stadt "ausgewandert". Alle sind mit ihrer Entscheidung auch jetztnoch zufrieden, wird wohl sobald als möglich auch bei mir stattfinden! 2 Jahre sind wirklich nichtmehr lange ;-)

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Mit 16 schon Studentin? ;-)

Ändern kannst du so eine eingeschworene bigotte Gemeinschaft sowieso nicht. Die paar Jahre, bis du da weg kannst, stehst du noch durch, dann gehst du wirklich studieren, am besten weit weg.

hoppelboppel96 27.12.2012, 15:55

Sudentin - wie man's nimmt ^^ Da muss ich dir recht geben, zur Schule geh ich sowieso schon in der Stadt, mich verbindet praktisch nichtsmehr zu dem Dorf !

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Wenn ich deine "Anklageschrift" lese, die mich durchaus auch an meine eigene Jugend erinnert ,dann frage ich mich ,ob es dir wohl wie mir damals ...vor vielen Jahren geht ...?

Mit 14 distanzierte ich mich von der Dorfgemeinschaft und hatte danach lange das Gefühl ich wäre ausgeschlossen ....worden . Ich wollte nur weg und wanderte am Ende mit 17 in ein anderes Land aus ....ich wollte es sozusagen allen zeigen ...

Ich will nicht abstreiten das dich sicher auch gewisse leute im Dorf verurteilen würden ,wir alle können nicht immer mit allen Freund sein.....oder das dein Vater eine schwierige Kindheit hatte ,aber ich kann nicht glauben das alle Leute in deinem Dorf dich verurteilen ...es ist lediglich eine Annahme die du machst . Auch ist es nicht immer einfach etwas anders als die andern zu sein . Aber jeder Mensch ist anders als der andere .

Das erkannte ich dann im Fremden Land ,denn dort hatte ich in etwa die gleichen Gefühle am Ende .....ich fühlte mich auch dort isoliert ,da erahnte ich das es nicht an meinem Dorf liegen konnte....sondern irgendwas in meinem innern sein musste das da nicht im Lot wäre..

Ich selbst war im Grunde diejenige die diese Leute für Rückständig diagnostizierte ... Aber ich habe damals nicht realisert das in Wahrheit ich mich selbst ausgeschlossen hatte ....und das hatte ich der Dorfgemeinschaft angehängt .

Du sprichst von scheelen Blicken ,aber ,im Grund kannst du von dir auch nicht sagen das du einen neutrale Haltung diesen Leuten gegenüber vertrittst ...das spürt deine jeweiliges Gegenüber .

Viele Jahre später habe ich das erkannt und nachdem ich selbst meine Einstellung gegenüber diese Hinterwäldlern geändert hatte ,wurde mein Verhältnis zu diesen Leuten völlig eine anderes . Heute habe ich immer noch eine andere Einstellung als diese Dörfler ,aber ich verstehe mich heute mit allen diese Leuten aus zwei Gründen ...die uns hindern uns in eine Gemeinschaft einzufügen auch wenn diese eben nun mal eine menschliche und noch keine himmlische ist ...

  • Ich habe mein Selbstwertgefühl geheilt

  • Ich habe erkannt das der ander auch geliebt werden will, genau so wie ich ,egal was für einen Hut er trägt ...und wenn er das Gefühl hat ich liebe ihn nicht, er dann abweisend reagiert .

Deshalb gib dir selbst und den anderen eine Chance !

hoppelboppel96 27.12.2012, 16:45

Du hast sicher in mancher Hinsicht recht - vielleicht trage ich auch selbst dazu bei. Dass sich nicht jeder liebt ist mir wohl klar, dass nicht alle Leute hier gleich denken, dass ist wohl auch so. Aber ich sollte dir vielleicht sagen, dass wir nurnoch 2 oder 3 Familien sind, die hier anders denken, die anderen haben schon viel weiter gedacht und sind längst weggezogen. Uns steht das finanziell nicht zu. Ich habe, auch wenn mein Text im Nachhinein wirklich nicht sehr tolerant klingt, oft versucht, mich der Gesellschaft wieder zu nähern, aber sobald ich mit meine Prinzipien zu nahe komme, spüre ich erst recht wie abweisend sie hier sein können. Dies nicht nur punkto Religion, auch allgemein was das Leben in der Familie betrifft, wie man Kinder "erzieht", wie diese sich verhalten sollten, was man tun sollte, was man nicht tun sollte etc. Ich muss zugeben, dass ich den Versuch mich wieder integrieren zu wollen, schon längst aufgegeben hab, da ich ausserhalb des Dorfes viele gute Freunde gefunden hab, die mich verstehen und akzeptieren, die meine Lage verstehen und die mich in dieser, manchmal sehr belastenden Situation, unterstützen. Ich bin eigentlich ein sehr offener, toleranter und warmherziger Mensch,aber diese Menschen haben mir mit ihrer Eisigkeit und Engstirnigkeit eine auf's maul gehauen, als ich ihnen meine Gedanken "vorgestellt" habe. Ich habe mir anfangs oft viele Selbstvorwürfe gemacht, da ich sehr streng zu mir selbst bin wenn ich Fehler mache. Ich hab lange den Fehler bei mir gesucht, doch ich musste erkennen, dass es nicht nur mein Fehler ist, sondern auch der Fehler dieser Menschen mit ihrer Einstellung. Ich hoffe du siehst ein wenig was ich meine, ohne wieder total untolerant rüber zu kommen. Vielen Dank für deinen hilfreichen Beitrag!

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ALATI 27.12.2012, 18:38
@hoppelboppel96

Das glaube ich dir gerne und ich denke das du und ich uns sicher gut verstehen würden ...(Ich wohne übrigens auch nicht in meinem Dorf ) es ist nur so das ich heute weiss ,dass ich nur mich selbst ändern kann.

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Das schwierigste für uns Menschen ist, unsere Mitmenschen so anzunehmen, zu akzeptieren – wie sie sind. Man findet halt immer etwas zum aussetzen, zum meckern usw. Das kommt aber nicht von ungefähr. Es gibt ein Naturgesetz der Resonanz. Das was an mir fehlerhaft ist, bemerke ich bei anderen Menschen. Und meistens ist es dann so, dass mir das nicht gefällt. Jetzt müsste ich eigentlich in meinen inneren Spiegel schauen, um zu erkennen , dass i c h das Problem bin, und jetzt an mir etwas zum verändern habe. Sicher , ich kann davon laufen, und mir eine neue Stätte suchen. Aber etwas was der Mensch nicht kann, ist – vor der Resonanzschwingung , die sich in einem anderen Menschen widerspiegelt - davonlaufen. Das “ Schicksal “ wird dir das “ Problem “ so oft liefern , bis du dich damit auseinandersetzt.

Das heisst auf deutsch – suche , forsche und ändere in dir , dass du so wirst, wie du es von anderen erwarten würdest. Am besten fängst du damit an – immer in lieben Gedanken zu bleiben. Und denke auch daran – ohne Demut und Geduld – wirst du es nicht schaffen.

Kronprinz1 27.12.2012, 18:45

Und nicht vergessen, lieber Ruppi, dass sie regelmässig die Bibel lesen soll, gleichzeitig auch in die örtliche Bibelstunde gehen soll, bis ihr die dort Versammelten eingepflanzt haben, dass Gottes Wort ausschliesslich in der Bibel steht und Gottes einzig wahre Religion das Christentum ist. Ausserdem sind wir alle in Sünde geboren und unser Heiland ist für unsere Sünden gestorben - das musst du sagen, sonst kapiert sie's nicht! Nur wer diesen Glauben annimmt ist errettet. Alle, die das nicht so sehen, inklusive Schwule und Nichtchristen sind die Bösen, und werden am Ende alle in der Hölle schmoren. Die Christen sind die Guten, und Jesus wird nur sie am Ende aller Tage wiedererwecken von den Toten und ins Himmelreich führen, die anderen werden in einem Feuersee verbrannt. Das haben sie dann davon uns dauernd zu kritisieren- eigene Schuld. Gottes Rache ist grauenhaft, aber sie hatten ja ne faire Chance. Haleluja und Amen!

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Nun hab ich früher nie gemerkt, wie dieser feine Unterschied mich von der Dorfgemeinschaft abgrenzt. Ich gehöre praktisch überhaupt nicht mehr zur Gemeinschaft, was mich nicht eigentlich weiter stört, da ich sowieso nicht von allem hier wissen will. Nur finde ich die Tatsache himmeltraurig, dass Menschen einen anders finden und abgrenzen, sogar wenn es darum geht, an wen oder was man glaubt. Nur weil ich nicht akzeptiere, wie man hier handelt, und darum anders handle, werd ich ausgestossen?

Wenn du Romane schreiben willst oder meckern ist dies der falsche Ort dafür - dafür gibt es das Forum. Du beschwerst dich, das DU ausgegrenzt wirst und merkst offenbar garnicht, das du selbst es bist, der sich ausgrenzt. Du bist ja sogar noch stolz drauf und wertest die Meinung und die Werte der Dorfgemeinschaft ab. Wer aber mit sowenig Respekt andern gegenüber auftritt, braucht sich nicht zu wundern, wenn er nicht dazugehört.

hoppelboppel96 27.12.2012, 16:20

Anscheinend musst du wohl der sein, der hier am allerwenigsten tolerant ist. Ich akzeptiere und habe mich schon lange mit der Eigenart dieser Dörfler abgegeben, nur habe ich nicht verstanden, wie es dazu kommen kann, dass eine Gemeinschaft so denken kann und jeden, der sich im Geringsten unterscheidet, aus ihrer Gruppe ausstossen will, da sie wahrscheinlich Angst haben, dass ich ihr Scheinheiliges Bild beschmutze. Bevor du mich auf solche Weise anschuldigst, komm doch mal hier her und lebe meinen Alltag in dieser Gemeinschaft, vielleicht wird sich das Brett von deinem Kopf lösen!

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Kronprinz1 27.12.2012, 18:01
@hoppelboppel96

Auch lugsciath ist ein Christenmensch. Der verteidigt nur wieder seine eigene Zweifel und seine eigene Rasse. Hör nicht darauf.

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lugsciath 06.01.2013, 20:01
@Kronprinz1

Ich kenne solche Nachbarn und Dorfgemeinschaften sehr, sehr gut ;) ... und gerade deswegen ist mir bekannt, das man gerade in einem Dorf schnell Probleme bekommt, wenn man sich aus der Dorfgemeinschaft ausschliesst. Das muß nicht religiös bedingt sein, es kann auch durch Verhalten, ethische und sittliche Gründe oder schlichtweg persönliche Antipathien passieren. Letztendlich ist eione sichere Methode aber eine Mischung von allem: Ein erster Schritt sollte daher sein, die eigenen Verhaltensmuster zu überprüfen, bevor man gegen die Dorfgemeinschaft wettert. Schliesslich kommt diese wohl ganz gut ohne dich aus ...

Übrigens ich bin Christ und zweifle nicht dran, das es Rassismus gibt ;)

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Ja diese Scheinheiligen, die Sonntags regelmäßig die Kirche stürmen, kenn' ich nur zu gut. Aber frag' mal einen davon im Anschluss an den Gottesdienst, was der Pfarrer denn nun gepredigt hat. Das können nur die Wenigsten beantworten. Was aber Frau Hinz und Kunz für einen Mantel oder Hut getragen haben, das können sie ganz genau wiedergeben. Wenn du nicht die Möglichkeit hast, dieses Kaff zu verlassen, musst du dich mit der Situation dort irgendwie arrangieren. Weil diese Menschen wirst du nicht ändern können, leider.

hoppelboppel96 27.12.2012, 16:14

Jawohl, so schaut es aus, leider. Tun kann ich nichts, ausser weiterhin hoffen das ich bald von hier weg kann! Danke für deinen Beitrag!

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Jeder Mensch sucht sich offensichtlich eine andere Methode seinen persönlichen Frust (worüber auch immer) loswerden zu wollen. - Du offenbar mit deiner provozierenden und anklagenden Frage gegen ländliche, gläubige Menschen in deiner Nachbarschaft. - Du zeigst mit dem Finger auf andere, offensichtlich nicht wahrnehmend, dass 4 Finger deiner Hand auf dich selbst zurückzeigen, so abwertend wie du dich in der Beschreibung deiner Umwelt äußerst.

Mein Tipp: Sei du doch den Anderen ein Vorbild durch dein ehrliches, freundliches, entgegenkommendes und tolerantes Verhalten, damit sie daran erkennen, was an ihrem eigenen Verhalten falsch ist.

hoppelboppel96 27.12.2012, 16:54

Ich danke dir sehr für deinen Beitrag. Ich habe in einem anderen Kommentar zwar schonmal erwähnt, dass ich eigentlich sehr offen bin für jeden und alles, aber diese Menschen gaben mir mit ihrem Denken den Rest. Wie würdest du dich fühlen, wenn du anderen Menschen deine Gedanken preisgibst, diese aber deine Gedankenvorgänge sofort abweisen, und dir dann kein bisschen Beachtung mehr schenken? Würdest du diesen Personen weiterhin entgegenkommen wollen? Mein Verhalten wollen sie nicht, dafür hab ich andere tolerante und gleichgesinnte Menschen gefunden, die aber nicht hier leben. Du kannst, einmal dieses Denken eingetrichtert, dich nur schwer aus deinem Verhalten lösen. Ich sage nicht dass mein Verhalten makellos ist, aber ihres sicher auch nicht, denn viele die ausserhalb dieses Dorfes wohnen oder daraus ausgewandert sind kennen sie und ihre merkwürdige Denkweisen. Ich bin nicht die einzige die so über die Gemeinschaft denkt, und ich glaube nicht dass alle Menschen ausserhalb dieses Dorfes darum jetzt untolerant sind. Hoffentlich siehst du meine Lage ein bisschen besser! Grüsse und Danke Hoppelchen

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pasmalle 27.12.2012, 19:32
@hoppelboppel96

@Hoppelchen

Wenn ich nicht den Kern deines Problems getroffen habe und das Problem nicht durch dein Verhalten verschuldet ist, sondern möglicherweise doch von der Gegenseite - vielleicht auch beidseitig, tut es mir leid. - Ohne die Situation vor Ort näher zu kennen, kann dann zumindest ich dir keinen weiteren sinnvollen Rat geben. - Du solltest dann Unterstützung und Rat bei Leuten suchen, welche orts- und ortsmenschenkundig sind. Hier bei GF aus der Ferne geht das nicht.

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Kronprinz1 27.12.2012, 17:47

Siehst du nicht, dass du hier einen missionierenden Christen vor dir hast? Seitdem du als Thema "Religion" und "beten" dazugenommen hast, lesen jetzt viele deine Frage und du siehst an den vielen "Daumen hoch" dieser Frage, dass da dieselbe Grundhaltung dahinter steckt, wie bei denen, die dich in deinem Dorf schneiden und hinter deinem Rücken reden. Wenn man Scheingeilige "scheinheilg" nennt, dann darft du nicht wundern, dass der Scheinheilige dich zuerechtweisen will, indem er dir empfiehlt, dich "Vorbildlich in deinem toleranten Verhalten" zu zeigen.

Der "Christen-Verein" versucht sich hier gerade selbst wieder hochzuschaukeln. (ALATI und Sanja2 gehören auch dazu)

Hier ist ein Link einer der brillantesten und wortgewaltigsten Religionskritiker unserer Zeit. Kein Christ in keiner Diskussion kann ihm annähernd das Wasser reichen. Der Bursche heisst Christopher Hitchens und er ist wirklich genial. Er traut sich DAS auszusprechen, was andere sich nicht trauen. (Allerdings in Englisch) http://www.youtube.com/watch?v=mQorzOS-F6w

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pasmalle 27.12.2012, 19:25
@Kronprinz1

@Kronprinz

Siehst du nicht, dass du hier einen missionierenden Christen vor dir hast? 

Dein Kommentar ist eigentlich eine einzige Unterstellung und zudem unwahr - eine Frechheit also.

Wenn hier jemand missioniert, auch wenn es nicht die religiöse Richtung ist, dann bist du das.

In meiner Antwort jedenfalls kannst du nicht ein einziges missionierendes Wort finden. Mein Rat in meiner Antwort hat Allgemeingültigkeit, weltweit und unabhängig von Religionen.

Hast du den Charakter dich zu entschuldigen??

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Kronprinz1 27.12.2012, 20:49
@pasmalle

Deine Interessen in GF sind "Religion" "Glaube" Christentum", "Islam". Schau dir deine Kommentare an, die beim Thema Islam gibst, dann wiederhole bitte hier nocheinmal, dass du nur "allgemeingültige Antworten unabhängig von Religionen gibst". Lach

Die Geisteshaltung, die hinter deiner Antwort steckt, riecht man Kilometer gegen den Wind.

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pasmalle 27.12.2012, 22:44
@Kronprinz1

@Kronprinz

Was soll deine geistlose Feststellung? - Nur weil man beispielsweise im Sport zuhause ist, heißt das doch noch lange nicht, dass man nicht auch andere Interessen und Themen vertritt. - Oder ist das bei dir so?

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Sei übrigens froh, dass du nicht als Thema "Kirche" oder "Beten" angegeben hast, sonst hättest du jetzt alle Christen im Chat, die dich wieder zum "wahren Glauben" hätten bekehren wollen.

hoppelboppel96 26.12.2012, 20:13

Ich fand dein Beitrag sehr amüsant, darum hab ich die Themen hinzugefügt ;-)

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Was ist denn mit Sportvereinen, Schützenverein, freiwillige Feuerwehr ..? Gibt es bei euch wirklich keine andere Dorfgemeinschaft als die Kirche?

hoppelboppel96 27.12.2012, 16:28

Ausser den Oma-Sportverein wirst du hier wohl kaum etwas auffinden, und die Kirche natürlich. Auch nicht sehr verwunderlich bei knapp 600 Einwohner. Und als 16-jährige muss ich zugeben dass ich andere Beschäftigungen suche als das, shoppen gehen, Freunde treffen, Schule... findet schon alles nicht mehr hier statt, dafür geh ich schon lange in die Stadt! Trotzdem danke für deine Anregung :)

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das ist das los der sensieblen menschen,die weiter denken und fühlen als die das grobe leben genießenden anderen.


sie bleiben einsam, bis ihr schicksal sie mit einem seelenverwandten menschen bekanntmacht.


halte durch!

Tritt einfach in den örtlichen Karnevalsverein ein, dort kannst nach Herzenslust den Bekloppten spielen.

nowka2 27.12.2012, 00:47

seelig sind die "bekloppten", dnn DIE brauchen keinen hammer mehr.

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hoppelboppel96 27.12.2012, 16:16

Den gibt es nicht, soviel dazu. Und es ist nicht mein Ziel, solchen zu spielen, ich hoffe du verstehst das ;-)

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