Aufzucht Blindenführhund

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3 Antworten

Es gibt in der Schweiz eine sehr gute Schule für Blindenführhunde deren Tiere auch von deutschen Krankenkassen bezahlt werden. Wenn ich es recht erinnere müsste diese bei Basel sein.

Schon das Wort Aufzucht stört ungemein. Ein Blindenführhund kann ohne Vertrauen in Menschen und unsere Umgebung, unsere Umwelt nicht tätig werden. Aufzucht und Vertrauen schließen sich aber aus wenn Du mich fragst.

Weiter funktioniert das nicht so dass ein Hund dazu ausgewählt wird nun Blindenführhund zu werden, er entsprechend dressiert wird und gut ist. Entweder ein Hund eignet sich dazu oder nicht. Das bedeutet im Klartext: Nicht jeder Hund aus einem Wurf ist dazu geeignet. Geeignet sind aber auf alle Fälle Hütehunde mit einem angemessenen Beschützerinstinkt die möglichst angstfrei sich entwickeln können. Dass sie möglichst viele Eindrücke erleben so früh als möglich in angstfreier Atmosphäre versteht sich. Die Vorstellung, so ein Hund könne nach einem festen Plan dressiert werden, wird dann ausgewählt, bezahlt und abgeholt ist auch irrig. Denn jeder neue Hundehalter muss dann auch erst mal lernen mit dem Hund ein Team zu bilden während der Hund lernen muss sich auf den neuen Besitzer einzustellen. Also braucht es Hunde welche dies vom Charakter her leisten können.

Schaust Du im Netz bei der SHG für Blinde vorbei wirst Du sicher weitere Informationen finden. Die tauschen sich ja darüber aus wo es die besten Hund gibt. - Du wunderst Dich dass ich bezüglich Blinder auf das Netz verweise? Tja, dann weißt Du reichlich wenig über Blinde. Würde nicht schaden auch da ein wenig dazu zu lernen.

Diese Hunde müssen gezielt vielen Umwelteinflüssen ausgesetzt werden, also möglichst viel kennenlernen um später nicht in Panik zu geraten. Also z.B: Kinder im Haushalt, andere Tiere, Verkehrslärm, Menschenmengen, Baustellen, öffentliche Verkehrsmittel, .... Außerdem erlernt er auch schon die Grundkomandos wie Sitz, Platz, etc. Dazu muss man regelmäßig mit dem Hund auch zu dem Ausbildungsinstitut und wird dort genau gecoachet was erwartet wird und wie man es am Besten macht.

Die Hundepaten sollen den Hund wie einen ganz normalen Hund behandeln! Er soll nur als guter Familienhund aufwachsen. Aber das wird einem von den Betreuern des Hundes ohnehin gesagt. Soweit ich weiß kommt der Hund dann mit ca. 1,5 Jahren in die Ausbildung. Das heißt, man verbringt nur eine sehr kurze Zeitspanne mit dem Tier. Ich würde mir sehr gut überlegen, ob ich mir so einen Hund nehmen könnte! Denn ich denke, dass die Trennung extrem schwer fällt. Ich habe selber zwei Hunde, und könnte sie niemals abgeben, auch wenn es sich um eine so tolle Sache handelt wie bei Blindenführhunden! Wenn ihr das wirklich vorhabt, dann kann ich euch nur meine Hochachtung aussprechen! LG Cat

Nein nein, wir haben bereits einen Welpen (Border Colli), ich schreibe nur meine Facharbeit über Blindenführhunde und da geht ein Teil über die ''Aufzucht''. Ich lese nur überall ''Die Patenfamilien müssen den Welpen zielgerichtet auf seine späteren Aufgaben vorbereiten''... nur mehr finde ich leider nirgendswo

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@AlinaUNDKira

Dann frag doch bei einem Ausbildner für Blindenführhunden nach. Der kann Dir sicher die richtigen Auskünfte geben. Ein weiterer Tip wäre "Hund, Katze, Maus" von Vox. Die hatten vor einiger Zeit einender guten Bericht über die Zeit vor der Ausbildung der Hunde, wie auch über die Ausbildung selbst. Im Internet auf Vox. de kann man alte Folgen ansehen. Vielleicht findest Du diese Folge noch.

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