Aufteilung bei der Nebekostenabrechnung. Anteil qm oder Wohneinheiten?

...komplette Frage anzeigen

9 Antworten

Aber geht das gesetzlich überhaupt???

Geht.

§ 16 WEG

(3) Die Wohnungseigentümer können abweichend von Absatz 2 durch Stimmenmehrheit beschließen, dass die Betriebskosten des gemeinschaftlichen Eigentums oder des Sondereigentums im Sinne des § 556 Abs. 1 des Bürgerlichen Gesetzbuches, die nicht unmittelbar gegenüber Dritten abgerechnet werden, und die Kosten der Verwaltung nach Verbrauch oder Verursachung erfasst und nach diesem oder nach einem anderen Maßstab verteilt werden, soweit dies ordnungsmäßiger Verwaltung entspricht.

http://dejure.org/gesetze/WEG/16.html

Bei der Versammlung war ich nie (keine Zeit)

Dein Pech.

Was heißt Pech. Bei insgesamt 9 WP u 8 größeren Wohnungen hätte ich mit meiner Stimme nicht gegen 8 Stimmen mit größer Wohnungen "gewinnen" können. Die Mehrheit entscheidet ja!

0

Als Verteilungsschlüssel können entweder Wohneinheiten oder Miteigentumsanteile verwendet werden. Da aber der Verwaltungsaufwand für eine kleine Wohnung nicht wirklich geringer als für eine große Wohnung ist, ist die Aufteilung nach Wohneinheiten meist nahe liegender.

http://www.software24.com/blog/verwaltergebuhren-vergutung-fur-hausverwaltung/

Richtig, das sehe ich auch so.

0

Hallo!

Soweit ich weiß wird der Hausverwalter nicht quadratmeterabhängig bezahlt, sondern nach Anzahl der zu verwaltenden Wohnungen. Müll, Wasser und so weiter kann eigentlich auch nichts mit der Größe der Wohnung zu tun haben, sodern orientiert sich (in der Regel) an der Anzahl der Wohnungen - logischer wäre noch nach Anzahl der Bewohner. Zur "Eigentümerversammlung" gehen nur die Wohnungseigentümer, nicht die Mieter. Und du bist doch Mieter, oder habe ich dich falsch verstanden?

Falsch verstanden. ich war Eigentümerin. Der Hausverwalter wird sicherlich nicht per qm bezahlt. Müll etc. sehe ich allerdings etwas anders. Wer mehr qm hat zahlt mehr. Auch das Hausgeld ist höher.

0
@condesa

Ja, das sage ich doch!

"Soweit ich weiß wird der Hausverwalter nicht quadratmeterabhängig bezahlt..."

Die Hausverwaltungskosten werden, wenn nicht anders beschlossen, nach Wohneinheiten umgelegt. Die Eigentümer zahlen also pro Wohnung, egal wie groß.

Wieso falsch verstanden?

Ich habe mich übrigens über das Thema nochmal genauer informiert:

Kosten wie Müllabfuhr, Gebäudeversicherung, Allgemeinstrom etc. richten sich (wenn kein abweichender Verteilungsschlüssel beschlossen wurde) nach Miteigentumsanteilen, d.h. nach den "Anteilen" am Gemeinschaftseigentum. Diese Anteile wiederum werden im Regelfalll nach der Wohnfläche verteilt.

0
@Sandra210

Also so kenne ich das auch. Miteigentumsanteile. richten sich nach der Größe. Ich hatte bei meinen vorherigen Eigentumswohnungen diegleiche Berechnung. Und nun auf einmal pro Wohnpartei. Ich finde das ungerecht. Stimmrecht ist sowieso für den A..., wenn ich das mal so sagen darf.

0

Nimm ersteinmal Einblick in die Teilungserklärung/Gemeinschaftsordnung und schaue nach, ob dort durch Vereinbarung ein entspr. Kostenverteilungsschlüssel festgelegt ist.

Ist dort nichts festgelegt, gilt ersteinmal der gesetzl. Kostenverteilungsschlüssel nach Miteigentumsanteilen, vgl. § 16 (2) WEG.

Alsdann überprüfe bitte weiter die in der Vergangenheit (ab 01.07.2007) gefaßten Beschlüsse in den Versammlungsprotokollen - auch wenn Du nicht an den Versammlungen teilgenommen hast, diese müssen Dir ja vorliegen.

Nimm also Einblick hierin und schaue nach, ob die Gemeinschaft einen entsprechenden Beschluß gem. § 16 Abs. 3 WEG bezüglich des Kostenverteilerschlüssels 'Verwalterentgelt' nach Wohnungen gefaßt hat.

Auch ein durch Vereinbarung festgelegter Umlageschlüssel kann durch Mehrheitsbeschluß nach § 16 Abs. 3 WEG geändert werden.

Dieser Beschluß jedoch muß transparent sein, es genügt nicht, das der Schlüssel lediglich einer Abrechnung oder dem Wirtschaftsplan zugrunde gelegt wird, ebenso ist es nicht möglich, diesen rückwirkend zu beschließen.

Vielleicht hilft Dir ja zur Info auch dies weiter: BGH, Urteil vom 09.07.2010 – V ZR 202/09

Also ich kenne das nur so, dass die Verwaltergebühren pro Wohneinheit umgerechnet werden. Was sollten auch die Quadratmeter damit zu tun haben? Eine Wohnung von 100 qm macht nicht mehr Arbeit als eine von 70 qm. Dass du nie bei den Versammlungen dabei warst, ist dein Problem. Solche Versammlungen sind schließlich wichtig. Zudem wirst du von davon Protokolle und vorher eine Einladung mit den Tagespunkten erhalten haben.

Ich denke , der Aufwand für die Verwaltung einer Wohnung hängt nicht von der Größe der Wohnung ab , insofern ist das schon korrekt.

Andere Umlagen , wie z.B. Grundsteuer , Versicherung etc. sollten nach Wohnungsgröße umgelegt werden.

Du bist Miteigentümer? Und machst Dir erst jetzt Gedanken um die Nebenkosten? Oder welche Versammlung meinst Du?

Verwaltungskosten werden meines Wissens nicht nach Fläche umgelegt, ist ja auch Unsinn. Eine große Wohnung verwaltet sich ja nicht schwieriger als eine kleine.

Wenn du Eigentümer bist, wird nach Wohneinheit am Gesamteigentum abgerechnet. Das ist sehr fair, denn die großen Wohnungen zahlen auch mehr als du.

Eigentlich, aber in meinem Fall wird per WP abgerechnet. Und da alle anderen Wohnungen größer sind finde ich das sehr ungerecht.

0

Was möchtest Du wissen?