Aufstand wegen einer Taufe?

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17 Antworten

Meiner Meinung nach müssen die Eltern des Kindes dies ganz alleine gemeinsam diskutieren. Sie alleine müssen eine Einigung finden und entsprechend entscheiden.

Großeltern, sonstige Anverwandte und das soziale Umfeld im Allgemeinen haben dahingehend "nichts zu kamellen". Klar, sie können lamentieren und tausende ihrer "guten Gründe für eine Taufe" auf den Tisch bringen - letztlich ists aber wirklich alleine die gemeinsame Entscheidung der Eltern des Kindes.

Was durfte ich mir schon anhören.... irgendwann schaltete ich auf Durchzug. Unser Nachwuchs soll sich selbst entscheiden dürfen später. Mir ist es egal ob mein Nachwuchs ungetauft bleibt oder sich als religionsmündige Person irgendwann für die eine oder andere Religion entscheidet.


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Du hast vollkommen richtig gehandelt und einen sehr weisen Vorschlag gemacht.

Hier nun ein paar Argumente für Dich:

Tatsächlich steht es Deinen Eltern als Großeltern des Kindes, das evtl. getauft werden soll, nicht zu, darüber zu bestimmen, ob die Taufe stattfinden soll. Die Einigung darüber müssen Dein Bruder und Deine Schwägerin miteinander erzielen.

Natürlich steht Dein Bruder unter keinem geringen Druck, wenn seine Frau das Gegenteil von dem will, was seine Eltern wollen. Der Ehepartner und die eigenen Eltern sind so wesentliche Personen im sozialen Gefüge, dass man sich kaum wohl fühlen kann, wenn man gezwungen ist, es einem von beiden nicht recht zu machen, um es dem anderen recht zu machen.

Vermutlich werden Deine Eltern sich damit abfinden müssen, dass das Kind vorerst nicht getauft wird. Denn es wird sich kaum ein(e) Pfarrer(in) finden lassen, die das Kind tauft, wenn die Mutter des Kindes dies ausdrücklich nicht will.

Die religiöse Erziehung obliegt der Mutter weitaus stärker als dem Vater - das beobachte ich in allen verschiedenkonfessionellen Ehen im Bekanntenkreis - und es gibt später enorme Konflikte, wenn die Mutter um des lieben Friedens willen einer Taufe zugestimmt hat, die sie so nicht wirklich für ihr Kind wollte.

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Ich würde Dir aber raten, das Gespräch nun nicht so sehr mit Deinen Eltern zu suchen, als vielmehr Deinen Bruder darin zu bestärken, sich unbeeinflusst von den Wünschen Eurer Eltern gemeinsam mit seiner Frau zu einigen.

Fällt die Entscheidung dann gegen eine Taufe, ist es Zeit, Deine Eltern darüber hinwegzutrösten, dass ihr Enkelkind vorerst nicht in dem Sinne bei einer Tauffeier gefeiert und im Glauben erzogen wird, wie sie es sich gewünscht hätten. Geht es ihnen mehr um die Feier, so könnt ihr vielleicht ersatzweise ein besonders tolles erstes Geburtstagsfest planen. Geht es ihnen mehr um die religiöse Erziehung, so wird es sie vielleicht etwas trösten, wenn ihr darüber sprecht, welche Möglichkeiten das Kind dennoch haben wird, mit dem Glauben vertraut zu werden und später selbst eine Entscheidung für den Glauben zu treffen.

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Kommentar von Dovahkiin11
03.02.2017, 10:47

Inwiefern ist es weise und absolut richtig, jemanden von einer für gewöhnlich nach langem Überlegen getroffener Entscheidung abzubringen? Es handelt sich um den Lebensweg und die individuelle Lebensphilosophie seines Bruders und nicht die seine. Die freie Auslebung des Glaubenslebens steht ihm seit dem 14. Lebensjahr zu.

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Du wirst Deine Eltern nicht überzeugen können, von ihrer Meinung Abstand zu nehmen.

Jedoch finde ich, dass die Schwägerin eine gesunde Einstellung hat - und das sollte jeder in der Familie akteptieren.

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ich finde, du hast dich recht gut verhalten

Dein Bruder war dagegen sehr ungeschickt, dieses Thema anzusprechen, ohne das es mit seiner Frau richtig abgesprochen war

bei der Taufe sind beide Elternteile wichtig. Bei der Taufanmeldung müssen beide Elternteile unterschreiben, sonst darf nicht getauft werden.

Und man bleibt auch nicht in  der Bank sitzen, sondern man steht vorne am Taufbecken mit dem Kind, dem Pfarrer und den Paten

Ich finde auch am besten, wenn das Kind erst ein mal nicht getauft wird.

Deine Eltern können das Kind ja trotzdem religiös erziehen, wenn ihnen das wichtig ist. Dann kann das Kind ja später getauft werden.

wir haben hier immer wieder Kinder, die erst vor der Erstkommunion getauft werden (falls ihr katholisch sei)

Alles Gute!

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Da gibt es die Frage an die Eltern, ob sie ihr Kind taufen lassen also christlich erziehen wollen

Das sind ZWEI Fragen.

Für mich (Baptist) hat die Taufe zunächst einmal NICHTS mit "gutem oder schlechtem Glauben" zu tun. Und schon gar nicht mit der Erziehung.

Meine Mutter war katholisch, mein Vater Protestant. Ich wurde NICHT getauft als Kind.

Dazu habe ich mich selbst entschlossen, als ich jenseits der 30 war.

Und christlich erziehen kann man seine Kinder auch ohne Taufe. Wir sind wie gesagt Freikirchler. Unsere Kinder sind nicht getauft. Sie kommen gerne in den Gottesdienst mit und besuchen die Sonntagsschule, haben da auch Freunde. Wenn Sie es mit Jesus ernst meinen, können sie sich später taufen lassen.

Jesus predigte FRIEDEN und keine Streiterei. Ihr solltet das bedenken. Es geht bei eurem Disput nicht darum, ob ihr an Jesus glaubt oder nicht, sondern ob ihr ein Ritual zelebrieren solltet oder wolltet, mit dessen Ablauf offenbar nicht alle einverstanden sind. Ich würde vorschlagen, den Pastor oder Pfarrer hinzuzuziehen. Bestimmt lässt sich da etwas finden, womit alle zufrieden sein können.

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Hallo,

es war sehr lieb, daß Du Partei für Deine Schwägerin ergriffen hast.

Eigentlich hätte die Frage, ob die gemeinsamen Kinder getauft werden oder nicht, bereits vor der Hochzeit von Deinem Bruder und seiner Frau geklärt werden sollen.

In dieser Frage haben weder die Großeltern noch sonst jemand mitzureden.

Dein Bruder hat sich sehr unfair verhalten, indem er das Thema ohne vorherige Rücksprache mit seiner Frau auf den Tisch gebracht um Eure Eltern als Verbündete zu gewinnen.

Und das Ergebnis war ein ausgewachsener Familenstreit, bei dem sich jede(r) im Recht gefühlt und den anderen seine Meinung aufzwingen wollte.

Ich finde, es ist leichter für ein Kind, mit einem Glauben aufzuwachsen und sich später anders zu entscheiden. Dazu ist es wichtig, daß die Eltern auch die Entscheidung des Jugendlichen akzeptieren, aus der Kirche auszutreten, wenn er oder sie nicht mehr Teil dieser Gemeinschaft sein will.

Ich weiß nicht, ob Deine Schwägerin selbst nie getauft wurde oder schlechte Erfahrungen in ihrer Religionsgemeinschaft gemacht hat. Vielleicht hilft dies, Deinem Bruder und auch Deinen Eltern, ihre Vorbehalte zu akzeptieren.

Wenn ein Kind zu einem guten und anständigen Menschen erzogen wird, ist es in meinen Augen nicht entscheidend, ob es getauft ist oder nicht. 

Alles Gute für das Kind,

Giwalato 

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Dein Bruder und seine Frau sind erwachsene Menschen - ob das Kind jetzt oder später erst getauft wird, müsse sie erstmal unter sich klären; genau das solltest Du auch Deinen Eltern klarmachen.

Beim Segen nicht aufzustehen, ist natürlich ein unmögliches Verhalten - so geht das schon mal gar nicht - dann müßte auf die Taufe verzichtet werden.

Wenn die beiden sich absolut nicht einigen können, müssen sie einen Kompromiss finden: Die Idee, das Kind später selbst entscheiden zu lassen, ist doch gar nicht so schlecht; man muss ja nicht direkt bis zum Erwachsenenalter warten.

Ich selber bin auch erst mit 9 Jahre getauft worden, weil meine Eltern wollten, dass ich das auch bewußt miterleben kann.

Die Tochter von meinen Freunden wurde erst bei ihrer Konfirmation getauft, beides fand gleichzeitig statt - auch eine denkbare Lösung.

Es gibt auf jede Fall Alternativen und wenn die Mutter des Kindes das zum jetzigen Zeitpunkt nicht will, sollte darauf Rücksicht genommen werden

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Ich finde es gut, dass du deine Meinung klar geäußert hast. Das ist dein Recht und das darfst du dir von niemanden verbieten lassen. 

Die Entscheidung der Taufe müssen aber letztendlich dein Bruder und deine Schwägerin treffen. Sie scheint mit der Taufe nicht einverstanden zu sein, aber lässt sich wohl ziemlich unterbuttern. Es liegt aber an ihr, sich hier gegen ihren Mann durchzusetzen, wenn ihr das so wichtig ist oder doch klein beizugeben, um Ehemann und Schwiegereltern nicht zu vergrätzen. Du hast deine Meinung kundgetan, lass dich jetzt aber nicht in Diskussionen verwickeln. Einfach raushalten.

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Jeder wird seine eigene Meinung und sein persönliches Werteverständnis in dieser Sache haben. Letztendlich ist es aber so, dass die Eltern des Kindes das für sich allein ausmachen müssen. Es ist nicht Dein Auftrag und auch nicht der Deiner Eltern dort Druck in die eine oder andere Richtung auszuüben. Letztendlich stellt sich die Frage: Was ist eine Taufe und eine christliche Erziehung wert, wenn sie nicht von beiden Elternteilen mitgetragen wird?

Ich finde es schade, dass die Eltern des Kindes die Angelegenheit offensichtlich nicht allein diskutieren und entscheiden können. Sie nutzen äußere Meinungsverstärker um ihre eigene Position beim Partner durchzusetzen und Druck aufzubauen.  Letztendlich sehe ich es so, dass es der Job Deines Bruders wäre, Deinen Eltern zu verdeutlichen, dass sie sich aus der Angelegenheit raushalten sollen.

Mein Tip also:  Halte Dich da raus. Mach die Angelegenheit durch Dein Eingreifen nicht noch komplizierter.

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Die Großeltern haben das nicht zu entscheiden und wenn Dein Bruder und seine Frau sich nicht einig sind finde ich es unmöglich von Deinem Bruder seine Eltern als Verstärkung gegen die Mutter des Kindes aufzubringen.

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Kommentar von dandy100
03.02.2017, 09:40

Naja, ob ein Enkelkind getauft bzw. christlich erzogen wird, geht natürlich auch die Großeltern etwas an; sicher müssen sich in erster Linie die Eltern einig sein, aber es ist doch ganz klar, dass die Familie - und das sind auch die Großeltern - sich darüber auseinandersetzt und jeder seine eigenen Vorstellungen einbringt

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Das ist eine Frage, die die Eltern des Kindes alleine treffen müssen. Am besten ohne, dass sich einer von beiden plötzlich Schützenhilfe sucht. Das ist auf keinen Fall die Entscheidung der Großeltern oder anderer Familienteile
Ich persönlich fände unter den Umständen die Option, das Kind entscheiden zu lassen völlig in Ordnung. Das sollte auch in religiösen Familien akzeptiert werden. Mein Cousin hatte irgendwann selber den Wunsch getauft zu werden. (er wurde also nicht als Säugling getauft). Meine Großeltern haben bei der Landeskirche oder so gearbeitet, meine Tante ist im Kirchenvorstand... also ist ein gewisser religiöser Hintergrund vorhanden.

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Hi, stehe deiner Schwägerin weiterhin zur Seite, ist gut von dir diese Lösung zu suchen. Es gibt immer noch die Möglichkeit sich auch erwaachsen taufen zu lassen und da ist das von denjenigen die eigene Entscheidung. Denn viele verlassen auch als Erwachsene die Kirche und da ist immer ein unangenehmer Vorgang. lg

Hoffentlich stehst du nicht zu sehr in Abhängigkeit von deinen Eltern

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Der Vorschlag, das Kind nicht taufen zu lassen, offenbart zunächst mal einiges über die eigene Einstellung zum Thema Glaube und Taufe.

Die Reaktion deines Bruders und deiner Eltern ebenfalls. Für sie ist es wichtig, dass das Kind getauft wird, damit es - jetzt schon - in einer Gemeinschaft aufwächst, damit es - jetzt schon - in der Gnade Gottes steht und damit es - jetzt schon - in den Himmel kommen kann.

Insofern wäre nach einer Lösung zu suchen, wie man deiner Schwägerin die Teilnahme an diesem Segen erleichtern kann. Alles andere wäre das Kind mit dem Bade ausgeschüttet.

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Das müssen die Eltern des Kindes entscheiden und alle anderen soll die Füße still halten. Es ist GANZ ALLEIN die Entscheidung der Eltern und die sollen es als erstes unter sich bereden und einig werden. 

Du hast richtig gehandelt. 

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Kommentar von Dovahkiin11
03.02.2017, 12:51

Und was die Person will, die es eigentlich betrifft, ist ebenso GANZ EGAL? 

Seit dem 14. Lebensjahr gilt hier das Recht der freien Wahl der Religion. 

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Wenn dein Bruder das möchte, ist es doch sein gutes Recht. Was geht denn die Schwägerin das an, wie er seinen Glaubensweg beschreitet? Sie muss ihren Segen nicht geben, aber sich so zu freuen, wenn jemandem die Entscheidung dürr die Taufe genommen wird, hört sich schon hinterhältig an. 

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Du solltest lieber deiner Schwägerin mitteilen, daß  sie sich nicht so anstellen soll. Es geht dabei nicht um sie, sondern um das Kind!

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Kommentar von dasdrittemal
03.02.2017, 09:37

darum geht es aber! Ich finde, bis zu einem bestimmten Alter haben doch wohl die Eltern über die Kinder zu "entscheiden" und wenn die Mutter nichts mit Kirche groß am Hut haben möchte, sollte man dies akzeptieren. Später in der Schule wird sich das Kind selber ein Bild davon machen und entscheiden ob es sich mehr für Religion oder Ethik ect. interessiert.

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Kommentar von volker37
03.02.2017, 09:51

Nur weil man nicht als Säugling getauft wird, heißt es noch lange nicht, dass man nie getauft wird.

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Eigentlich hast du dir die Frage schon selbst beantwortet! Wieso so einen Stress machen wegen einer Taufe!? Es ist ja nicht das Leben bzw. die Entscheidung deiner Eltern und wenn "Kinder" alt/reif genug sind Kinder zu bekommen, dann sollte man ihnen wohl auch die Entscheidungen überlassen.

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