Aufsichtsplicht übertragung

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1 Antwort

Was du anscheinend als lästiges Übel empfindest ist die Vereinbarung der Personensorgeberechtigten mit einer erziehungsbeauftragten Person im Sinne des § 1 JuSchG. Es geht dabei darum, dass ein Volljähriger von mindestens 1 Personensorgeberechtigen mit den Aufgaben der Personensorge zeitlich befristet, also vorübergehend, beauftragt wird.

Es liegt auf der Hand, dass eine volljährige Person alleine mit der Beaufsichtigung und Erziehung mehrer Minderjähriger recht rasch überfordert sein kann. Weil zudem der Altersunterschied meist gering ist und der Wille der Minderjährigen, der erziehungsbeauftragten Person zu gehorchen nicht besonders ausgeprägt, wird die Verantwortung nur ausnahmsweise für mehrere Personen in Betracht kommen. Im Jugendschutzgesetz steht dazu nichts.

Wichtig ist die Befähigung und der Wille, die Aufgaben gewissenhaft auszuführen. Es geht also nicht, dass 1 Volljähriger sich "Mutti-Zettel" für beliebig viele Jugendliche ausstellen lässt oder sie sich nach dem Übertreten der Türschwelle sich selbst überlässt.

Letztlich ist es entscheidend, ob der Veranstalter es akzeptiert, dass jemand für x Jugendliche verantwortlich sein will, denn er ist für die Einhaltung der Vorschrift verantwortlich.

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