Auflösung eines befristeten Arbeitsvertrages wegen Krankheit

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6 Antworten

Hallo,

die Sperrzeit wird aller Voraussicht nach rechtens sein. Vielleicht solltest Du bzw. Deine Freundin hier jedoch einen Fachexperten konsultieren! Nützliche Informationen findest zum Thma auch unter http://www.arbeitsrechtberlin.net/ !

liebe Grüße

Guten Morgen,

diesen Fachanwalt für Arbeitsrecht (http://www.arbeitsrechtberlin.net/) der Dir hier empfohlen wurde, kann ich Dir auch empfehlen. Er hatte meiner Bekannten auch schon mal außergerichtlich vertreten und Ihr ganz schön aus der Patsche geholfen!

Beste Grüße

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Die 12 wöchige Sperrfrist gilt immer, wenn der Arbeitnehmer nicht durch den Arbeitgeber gekündigt wird (zB. bei Aufhebungsverträgen). Und: besteht eine Arbeitsunfähigkeit / Krankschreibung), muss das Jobcenter ebenfalls nicht zahlen, weil du ja dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehst. Eine Arbeitsunfähigkeit wird vom Jobcenter erst bei Bezug des Arbeitslosengeldes bezahlt.

Nach Ende/Auslaufen eines befristeten Arbeitsvertrages kann die AA keine Sperrzeit verhängen, wenn die Arbeitnehmerin sich fristgerecht 3 Mon. vor Ablauf des Vertrages arbeitsuchend gemeldet und am 1. Tag der Arbeitslosigkeit arbeitslos gemeldet hat (hierzu ist sie - auch vertraglich - verpflichtet). Bei verspäteter Meldung kann eine Sperrzeit (jedoch nicht 12 Wo. sondern entsprechend dem Versäumnis) verhängt werden. Grundlegend ist in diesem Fall die Befristung ausgelaufen (Vertragsende) und eine mögliche Verlängerung/Entfristung Seitens AG hätte der AA nicht zwingend angegeben werden müssen... Kann durch ein ärztliches Attest nachgewiesen werden, dass die Tätigkeit nicht weiter ausgeübt werden kann, ist KEINE Sperrzeit durch AA möglich! Die AA prüft dann ihrerseits durch ärztliches Gutachen WELCHE Tätigkeiten und IN WELCHEM UMFANG noch möglich sind und MUSS (wenn generelle Leistungsfähigkeit unter Berücksichtigung des Gesundheitszustandes gegeben ist) eine entsprechende Tätigkeit finden! Ist die AU nach Vertragsablauf noch gegeben erhält man ab dem 1. Tag danach Krankengeld bis zu 78 Wo. (unabhängig davon, ob 6 Wo. AU erreicht sind). Um ALG I zu beziehen muss "Verfügbarkeit für den Arbeitsmarkt" gegeben sein (generelle Leistungsfähigkeit<6 Std./tägl.. Ist dies nicht der Fall (nach Begutachtung durch den ärztlichen Dienst der AA) muss Antrag auf Erwerbsminderungs-/-unfähigkeitsrente gestellt werden. ALG II (Jobcenter) kann aufstockend zu KG o. ALG I (je nach Einkommen) o. auch zur Überbrückung (z.B. bei gerechtfertigter Sperrzeit der AA) gewährt werden.

Sperrzeit wegen Arbeitsaufgabe

Diese Sperrzeit von zwölf Wochen tritt ein, wenn der Versicherte ein bestehendes Beschäftigungsverhältnis ohne wichtigen Grund von sich aus beendet (zum Beispiel durch Kündigung oder Aufhebungsvertrag) oder durch unangemessenes Verhalten eine arbeitgeberseitige Kündigung verursacht. Die Sperrzeit von zwölf Wochen verkürzt sich, wenn der Arbeitsvertrag etwa wegen einer ordentlichen Kündigung oder Befristung ohnehin in nächster Zeit ausgelaufen wäre. (WIKIPEDIA)

Weitere Infos

http://www.finanztip.de/sperrzeit-arbeitslosengeld/

eventuell ist die Sperre berechtigt. Leider.... Sie soll doch einfach den Vertrag unterschreiben oder der Arge nicht sagen, daß sie keinen neuen Vertrag wollte. Was die nicht weiß, macht die nicht heiß. Wer arbeitsunfähig ist, kriegt eh nur 6 Wochen arbeitslosengeld, danach zahlt die Krankenkasse.

Wer für den Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung steht, der bekommt gar kein ALGI, sondern darf gleich Krankengeld empfangen.

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Danke für die Antworten, vielleicht wäre eine Rechtsberatung wirklich sinnvoll...

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