Auflösung des Subjekts?

2 Antworten

Die Auflösung des Subjekts kann sich nach meiner Ansicht nach auch ganz allgemein darauf beziehen, dass die Grenze zwischen Subjekt und Objekt aufgehoben wird.

Man ist also nicht länger auf ein "Ich" beschränkt, das den "Anderen" beobachtet, oder ein "Mensch" der die "Natur" betrachtet - sondern man erlebt das Selbst auch als Teil des Anderen, etwa den Menschen, als Teil der Natur.

Es geht also meiner Meinung nach nicht darum ein "rückgratloser Mitläufer" zu werden, sondern von seiner begrenzten Fixierung, dem Egoismus, frei zu werden und sich als Teil des "großen Ganzen" zu erleben.

Weitergehende Gedanken:

Das Subjekt unterscheidet sich nicht wesentlich von einem
Menschen einer anderen Kultur, einem brutalen Vergewaltiger, oder einem Schimpansen - dieses Subjekt hat vielleicht mehr Gemeinsamkeiten mit diesen Wesen, als ihm lieb ist.

Vielleicht kann dieses Subjekt erst dann mit dieser Gemeinsamkeit leben, wenn es sich als feste Größe, um die sich die ganze Welt zu drehen scheint, auflöst. Dann besteht kein Widerspruch mehr.

Wo kein bewertendes Subjekt mehr existiert, gibt es auch keine Verurteilung des Objekts mehr.

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@Enzylexikon

Das ist natürlich sehr abstrakt, den realistisch gesehen, kann sich das "Selbst" des Menschen, sein "Ego" gar nicht gänzlich auflösen - denn schließlich müssen wir täglich Entscheidungen fällen.

Dafür ist ein gewisses Maß an Trennung zwischen Subjekt und Objekt einfach notwendig - das Ich muss sich etwas zum essen kaufen und nicht dem Anderen.

Es wäre aber theoretisch durchaus möglich, die Identifikation mit den Eigenschaften dieses "Subjekt" zu relativieren, die absolute Anhaftung an die Projektionen und Konzepte etwas aufzuweichen.

Auf diese Weise würde man vielleicht Erkenntnisse über das Subjekt gewinnen, die man bei der bisherigen Anhaftung an die bestehenden Konzepte des Subjekts womöglich gar nicht erreichen könnte.

So, genug Philosophie von meiner Seite, ich bin kein Freund von Theorien, sondern bevorzuge die Praxis.

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Ja, ich sehe das durchaus so. Der Satz: Es stirbt quasi die Vielfalt aus. bringt es auf den Punkt. Der Soziologe Gerhard Schulze hat das in seiner Theorie und Diagnose der Erlebnisgesellschaft einmal vorausgesagt und zum anderen mit seinen analysierten Millieuprofilen den Werbern und Marketingleuten selbst das Instrumentarium dazu geliefert. Man ist nicht mehr sich selbst. Man gehört zu einem Trend, sei es einem Musiktrend, einem Modetrend, einem Essenstrend usw.. Die Massenproduktgesellschaft gibt sich scheinindividuelle Symbole des "was Besonderes Seins". Vielfalt braucht Kommunikation und reichen Austausch. Der wird auf Stummel-Sätze verkürzt. Nicht mehr das Subjekt ist gefragt sondern der Rollenhansel oder die Trendgerti.

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