Aufkleber abbekommen - aber wie?

8 Antworten

Hab auf dem brewes Blog eine tolle Anleitung gefunden und die dir hier einfach mal reinkopiert: Doch den einen, in jedem Fall funktionierenden „Geheimtipp“ gibt es nicht. Die Gründe dafür sind die verschiedenen Materialien und Klebstoffarten der Aufkleber sowie die unterschiedlichen Oberflächen. Klebstoffe können entweder wasserlöslich, wärme-, fett- oder alkohollöslich sein. Besteht keine Möglichkeit herauszufinden, um was für eine Art von Klebstoff es sich handelt gibt es eine einfache Faustregel:

  1. Wasser
  2. Wärme
  3. Öl
  4. Alkohol

Mit Rücksicht auf den Untergrund empfiehlt es sich, alle sogenannten Hausmittel in dieser Reihenfolge, begonnen mit dem Harmlosesten, auszutesten.

1. Aufkleber entfernen – Mit Wasser

Der erste Versuch um Aufkleber abzulösen sollte mit dem Hausmittel sein, dass die wenigsten Nebenwirkungen mitbringt – Wasser. Dazu einfach das unerwünschte Etikett mit warmen, nach Bedarf auch seifenhaltigem, Wasser einweichen und nach kurzer Zeit lässt es sich problemlos abziehen. Bei Gläsern und Flaschen, die einige Minuten im Wasserbad liegen beispielsweise, schwimmen die Etiketten von allein an der Wasseroberfläche. Dies ist allerdings nur der Fall, solange der verwendete Klebstoff wasserlöslich ist.

2. Aufkleber entfernen – Mit Wärme

Lässt sich der Aufkleber nicht mit Wasser entfernen, handelt es sich möglicherweise um wärmelöslichen Schmelzklebstoff. Etiketten und Aufkleber werden besonders häufig auf diese Weise hergestellt. Bei dieser Methode wird der Aufkleber vorsichtig mit einem Föhn erhitzt. Dabei darf der Föhn nicht zu lange und nur in einem ausreichenden Abstand auf dieselbe Stelle gehalten werden. Nach kurzem Erhitzen lässt sich ein wärmelöslicher Aufkleber in einem Stück ablösen. Zur Unterstützung eignet sich hier auch ein Etikettenschaber, um den Aufkleber rückstandslos zu entfernen.

3. Aufkleber entfernen – Mit Fett und Öl

Zeigen weder Wasser noch Wärme eine Wirkung, ist der nächste Schritt die Entfernung mittels Fett oder Öl zu versuchen. Dazu ist es empfehlenswert, den Aufkleber zuvor an den Ecken etwas anzukratzen, damit das Öl besser darunter laufen kann. Anschließend den gesamten Aufkleber einstreichen und einwirken lassen. Handelt es sich um einen fettlöslichen Klebstoff, lässt sich das Etikett mühelos ablösen. Bei Papieraufklebern sollte Butter oder Margarine verwendet werden, bei Kunststoffetiketten eignet sich am besten Speiseöl. Bei dieser Variante ist mit Umsicht einzusetzen, da es schnell zu Fettflecken und Verunreinigungen kommen kann.

4. Aufkleber entfernen – Mit Alkohol

Als letzte Möglichkeit sollte zu Spiritus, Waschbenzin oder Nagellackentferner gegriffen werden. Diese alkoholhaltigen Lösemittel sind besonders aggressiv und können bestimme Flächen angreifen und nachhaltig beschädigen. Glatte, glänzende Flächen beispielsweise können ihren Glanz verlieren und stumpf werden. Aus diesem Grund sollte diese Hausmittel vor der Anwendung an einer unsichtbaren Stelle getestet werden. Ist sichergestellt, dass der Alkohol dem Untergrund nicht schadet, empfiehlt es sich wiederrum die Ecken des Aufklebers leicht abzulösen. Anschließend wird das Lösemittel aufgetragen und nach einigen Minuten lässt sich der Aufkleber entfernen. Auch hier kann ein Etikettenschaber zu Hilfe genommen werden. Achtung: Wichtig beim Umgang mit Lösemitteln ist es, immer genügend Frischluft zuzuführen!

Aufkleber entfernen – Mit Etikettenlöser

Eine Alternative zu diesen 4 Schritten ist die Verwendung eines professionellen Etikettenlösers. Diese werden von Etiketten-, Aufkleber- und Plaketten-Herstellern direkt empfohlen und wirken bei fast allen Klebstoffarten und Materialien. Nach dem Aufsprühen und einer kurzen Einwirkzeit von ca. zwei Minuten ist der Aufkleber in einem Stück abziehbar. Wirksam sind Etikettenlösemittel beispielsweise bei Kleberesten, Fett, Harz, Teer und auch Kaugummi. Außerdem beseitigt ein spezielles Lösemittel für Etiketten und Aufkleber folgendes:

  • Kennzeichnungsetiketten, beispielsweise auf Lagerbehältern, Regalen, Geräten oder Schubkästen
  • Adress- und Produktaufkleber
  • Preisaufkleber, beispielsweise auf Glas, Porzellan, Keramik oder Möbeln
  • Etiketten an Ersatzteilen
  • Laboretiketten
  • Prüfplaketten auf Geräten, Maschinen und Fahrzeugen
  • Klebstoff- und Etikettenreste

Bei der Anwendung von Etikettenlösemitteln muss immer genügend Frischluft vorhanden sein. Außerdem sind bei einer großflächigen Benutzung Schutzhandschuhe zu tragen. Bei schwierigen Untergründen wie lösemittelempfindlichen Kunststoffen, zum Beispiel Plexiglas oder CD-Hüllen, darf kein Etikettenlöser zum Einsatz kommen, da diese Untergründe durch das Lösemittel angegriffen werden. Hier lohnt es sich zuerst die oben beschriebenen Hausmittel nacheinander ausprobieren, um das große Ziel „Aufkleber rückstandslos entfernen“ zu erreichen.

Also im fernsehen hab ich mal gesehen, sowas würde mit Butter abgehen, du nimmst etwas Butter auf ein Tuch und reibst die ganze Zeit damit

Wenn gar nichts hilft, versuch es mit Terpentin ist ein gutes Lösemittel für sowas :)

würd ich nicht für irgendwas nehmen in das ich wieder Lebensmittel einfüllen will. Terpentin stinkt eklig

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@kingsizesf

Ja hast recht, wenn da noch was essbares rein soll, lieber nicht ;)

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