Aufklärung erforderlich " die Geburt eines Unehelichen Kindes "!

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6 Antworten

soweit ich diesen neuen gesetzesbeschluss richtig mitverfolgt und verstanden habe, ist das erst einmal eine art grundrechtsicherung. es werden allerdings, sofern wirklich begründete einwände seitens der mutter bestehen und angeführt werden, immer noch einzelfallprüfungen vollzogen.

im grundegenommen bedeutet es, dass nun jeder unverheiratete vater sein recht einklagen kann. ob er es bekommt, steht dann auf einem anderen blatt. jedoch gestaltet es die gesamte sache für ihn nun als wesentlich leichter.

unter diesen umständen finde ich diesen gesetzesbeschluss rein gar nicht verkehrt. sicherlich gibt es eine menge väter, die sich so gar nicht für ihre kinder interessieren und sich ebenfalls auch nicht darum kümmern. wäre das bspw. vor einem familiengericht nachzuweisen, bekäme solch ein vater nicht das gemeinsame sorgerecht.

warum also diese panik?

es gibt doch auch genügend väter, (ich selber kenne so einen), die würden alles geben, um ihre kinder wenigstens mal regelmäßig besuchen zu können. da verweist man dann aber leichtfertig auf das umgangs- und besuchsrecht. das kann man freilich ebenfalls vor gericht erstreiten. fazit ist aber oftmals, dass man als kläger einen fruchtbaren titel erhält, dafür aber nichts bekommt, da die mutter sich nach wie vor verweigern kann, ohne großartig dafür belangt zu werden.

mit einem gemeinsamen sorgerecht wäre endlich schluss mit diesem missbrauch seitens einiger mütter, die jene gesetzliche schwäche der väter ausnützen...und in einigen fällen recht demontrativ.

meines erachtens kann das ebenfalls nicht dem allgemeinen kindeswohl entsprechen. in schwierigen oder wichtigen situationen, haben auch die kindsväter mitzuentscheiden und können es jetzt, auch wenn sie nicht verheiratet sind.

zum abschluss: gewiss ist nicht jeder vater ein guter vater, genauso wenig wie jede mutter einer gute mutter ist. das sollte man niemals außer acht lassen. für manche kinder ist es sogar besser beim vater zu bleiben. das sind in einigen wenigen fällen nicht die schlechtesten entscheidungen im sinne der kinder. demnach ist erziehung nicht allein nur frauensache, (und wenn, dann wäre das ebenfalls nicht wirklich gleichberechtigend).

demnach halte ich dieses neue gesetz, für eine gute und fortschrittliche entwicklung.

Tampres1 13.10.2010, 20:41

Das da was unterschrieben werden muß davon steht nichts drinne.Die Mutter kann nach der Geburt,ihre zustimmung gleich beim Standesamt geben damit der Vater auch das Sorgerecht bekommt.Wenn sie dies nicht tut hat der Vater das recht dagegen zu klagen.Nur müßte die Mutter ihren grund für die nicht zu stimmung vor Gericht begründen.Das war vorher auch so,da hat sich in der hinsicht nichts großartiges geändert.Es gibt darüber noch keine formulare,die wird es erst ab 2011 geben.Danach haben beide das geteilte sorgerecht,wenn da danach die Mutter beweisen kann das der Vater einen Gefahr für das kind darstellt oder die Mutter dann wird das Sorgerecht aberkannt.

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Tampres1 13.10.2010, 20:48
@Tampres1

Vaterschaft

Mit der Vaterschaftsanerkennung wird die rechtliche Vater-Kind-Beziehung hergestellt. Im verheirateten Familienstand erhält der Mann automatisch die Vaterschaft, sofern die Mutter diese nicht kategorisch ausschließt. Eine zusätzliche Anerkennung ist nicht mehr notwendig. Anders bei unverheirateten Familien oder allein erziehenden Müttern. Hier sollte der leibliche Vater sein uneheliches Kind anerkennen. Dies kann er vor oder nach der Geburt auf dem Standesamt, Jugendamt, Amtsgericht oder beim Notar beurkunden lassen. Die Zustimmung der Mutter ist dafür Vorraussetzung.

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Maxime1975 13.10.2010, 20:46

... Das soweit weiss ich alles, meine Frage aber richtet sich dahingehen, was in diesem Formular seit neustem steht. Es ist ein Vordruck da, der jetzt mit Geburt und der Standeamtlichen Eintrages Kindesnamen, Kindesvater, die Erklärung als Formular beeinhaltet, wo über geteilte Sorge auf Wunsch der Mutter unterschrieben wird, alleinige Sorge, verheirateten ohnehin gemeinsam Sorge zusteht. Ich will wissen, ob und wie das Papier exestiert, ob das beim Standesamt nach geburt und Eintragung vorliegt, oder erst beim Jugendamt zu unterschreiben ist..... Dieses Schriftstück dient auch als Urkunde für die Nachweise wie der Sorgerechtsumstand besteht und erklärt wurde, damit auch zählt..!?

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Tampres1 13.10.2010, 20:54
@Maxime1975

Was in diesem formular genau steht weiß ich nicht aber diese formulare wird es auch beim Standesamt geben,bin auch schon die ganze zeit am Googeln aber scheint alles nicht so 100% zu sein.

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Maxime1975 13.10.2010, 21:38
@Tampres1

... Es ist doch immer wieder eine echte freude deine Beiträge zu bekommen und du meine etwas schwierigen Fragestellungen verstehst... Supiii.. Ich weiss das dieses Papier exestiert, als neue Sorgerechtsnachweisung dient, notfalls ruf ich morgen beim Standesamt und Jugendamt an und hake da nach!! Interessiert mich enorm...!!

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jumba 15.10.2010, 01:56
@Maxime1975

dieser sorgerechtsschriebs muss aber klar deklariert werden und er muss erläutert werden nach dem § der bisher existiert. die mutter muss dem zustimmen. neu ist daran meines erachtens nichts, denn das gibts schon seit einigen jahren. unter umständen wird darauf hingewiesen das kv dann klagen kann. is aber bis dato nach wie vor so bei unverheirateten: mutti hat sorgerecht papi nicht. wenn mutti das nicht abgibt, kann er seit neuestem schon mal einen antrag stellen. wie und ob er positiv beschieden wird, steht in den sternen. bis dato nicht.

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also so weit ich weiß ist es trotz allem noch so das du als mutter dann prüfen lassen kannst ob der vater wirklich das sorgerecht bekommen soll sprich wenn er zum bsp. vielleicht aus irgendwelchen gründen nicht in der lage ist aggressiv oder ect. dann entscheidet das gericht über das sorgerecht ansonsten ist es so das jeder vater ab nächstes jahr automatisch anspruch auf das sorgerecht hat und auch bei kindern die er zb. schon jahre nicht mehr gesehen hat.ob das jede mutter für gut befindet sei mal dahi gestellt.vaterschaftsanerkennungen bleiben so weit ich informiert bin beim jugendamt so wie es bisher war. aber um wirklich klarheit zu deinen fragen zu bekommen fragst du am besten auf dem jugendamt nach kostet nix oder bei einem anwalt.

kann es sein, dass es das nur in deinem standesamt gibt. wenn du das ganz genau wissen willst, dann wirst du fragen müssen. normalerweise gehst du nach der geburt samt kind ins standesamt, lässt namen und vornamen festlegen. die vaterschaft wurde im standesamt bei uns nie angesprochen. die wäre im jugendamt zu klären wenns soweit ist. das wurde dort auch getan. sorgerecht wurde dort nicht thematisiert. wenn unverheirateter kv fragen hat, kann er doch selber fragen. mag sein, dass man unverheirateten paaren oder eltern im standesamt etwas zur neuen gesetzeslage sagt, aber eigentlich ist das nicht die aufgabe des standesbeamten.

die vaterschaft sagt nur aus: x vater und kind y sind vater und kind. x erkennt an und z mutter stimmt dem zu. dazu wird es immer die zustimmung der mutter bedürfen, kann ja nicht jeder beliebige typ anerkennen. will sie nicht wird gerichtlich durch klage des vaters die vaterschaft festgestellt. nur hat vaterschaft noch immer nix mit sorgerecht zu tun. bis dato gibts die nach wie vor nur auf unterschrift der mutter oder der vater kann seit neustem klagen. erste klage wurde seitens des gerichtes übrigens für den vater negativ beschieden. also so einfach scheints dann doch wieder nicht zu sein.

es ist wohl so gut wie fakt, dass unehelich geborene kinder, ab januar 2011, also deren eltern, das geteilte sorgerecht haben! also auf deutsch gesagt, der gesetzgeber sagt, das es ab nächstem jahr keine rolle spielt ob ehelich oder unehelich, die beiden elternteile haben geteiltes sorgerecht...

du kannst aber auch, nach der geburt, bei der vaterschaftsanerkennung beim jugendamt dann wohl eine erklärung unterschreiben, dass mutter bzw.vater alleiniges sorgerecht hat....so die infos die mein anwalt mir gegeben hat....neu ist auch, das das jugendamt sich wohl auch mehr und mehr dazwischenhängen wird....mach dich am besten mal bei einem anwalt für familienrecht schlau....da sind die antworten präziser und kannst dich auch hundertprozentig drauf verlassen

jumba 15.10.2010, 02:00

wenn eltern das gemeinsame sorgerecht automatisch seitens eines gesetzes bekommen, dann können sie nicht erklären beim jugendamt das es nur einer haben kann. das geht rechtlich nicht, das nur ein elternteil das alleinige sorgerecht hat, kann nur ein gericht entscheiden. auch ein jugendamt kann sich nicht neuerdings irgendwo dazwischenhängen. warum sollten sie auch. für die väter wird sich rein rechtlich nichts ändern. väter sind sie erst ab anerkennung. erkennen sie nicht an, dann haben sie auch niemals sorgerecht. selbst wenn sie sorgerecht haben, bleibt die entscheidung über tägliche und ständige belange bei der mutter - so das kind dort lebt. verweigert vati unterschriften, lässt mutti sie von amtswegen oder gerichtlich innerhalb von tagen ersetzen. muss sie das öfter machen, hat papi die längste zeit sorgerecht gehabt. einzigstes was ihm sicher ist und bleibt ist umgangsrecht. alles andere in sachen erziehung entscheidet weiterhin der betreuende elternteil.

dein anwalt sollte vielleicht nochmal dringend die schulbank drücken. bei so unqualifizierten mitteilungen solltest du dringend zu einem kompetenten anwalt wechseln.

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Ja die Sache mit dem Dativ und dem Genetiv.

was hat die Frage mit dem Thema Rechtschreibung zu tun? Meinst wohl Rechtsprechung :)

Maxime1975 13.10.2010, 21:38

ups..... war nicht gewollt..!!

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