Aufhebungsvertrag, nur Nachteile für mich?

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6 Antworten

Ein Aufhebungsvertrag kann durchaus Vorteile haben. Es kommt halt darauf an, was man verhandelt. Wenn die "die lange Kündigungsfrist umgehen" wollen, dann solltest Du Dich weigern zu unterschreiben.

Du solltest klar sagen, entweder kündigen die Dir betriebsbedingt fristgerecht oder der Aufhebungsvertrag beinhaltet das, was in einem ordentlichen Aufhebungsvertrag drin steht:

  • Bis Ende der regulären Kündigungsfrist volles Gehalt (also 6 Monate)
  • Idealerweise noch eine Freistellung bei vollem Lohnbezug in zumindest den letzten 3 Monaten des Arbeitsverhältnisses damit man sich in Ruhe Vorstellungsgesprächen widmen kann und sich offiziell noch im Angestelltenverhältnis befindet
  • Mit dem letzten Gehalt zusätzlich eine Abfindung in Höhe von 1/2 Gehalt pro angefangenem Beschäftigungsjahr
  • Anspruch auf ein qualifiziertes Arbeitszeugnis mit der Bewertung GUT und dem Zusatz "Mitarbeiter verlässt das Unternehmen auf eigenen Wunsch und wir bedauern dies sehr"

Wenn die sich darauf nicht einlassen wollen, unterschreibst Du nicht. Sollen die halt sehen wie sie das Problem lösen. Verschlechterungen kämen für mich nicht in Frage.

Super vielen Dank. Also bin ich auf der richtigen "Spur": Ist doch schön, wenn die eigenen Recherchen bestätigt werden. VIELEN herzlichen Dank.

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Ja, du solltest einem Aufhebungsvertrag nur zustimmen, wenn er mit deutlichen finanziellen Vorteilen für dich verbunden ist. Am besten teile deinem Chef nicht mit, dass du Abwanderungsgedanken hast und schlage dann, wenn sie dich loswerden wollen das meiste für dich raus.

Auch Dir vielen Dank

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Hi,

der Abschluss eines Aufhebungsvertrages kann eine Sperre von bis zu drei Monaten beim Arbeitslosengeld begründen und eine gesamte Verkürzung des Bezugszeitraumes auslösen. 

Du solltest dir deshalb genaue Gedanken darüber machen, an welchem beruflichen Punkt du stehst und wie es für dich weitergeht.

Hast du dein Anschlussarbeitsverhältnis weitestgehend sicher, ist die Arbeitslosengeldsperre ja unerheblich. Die Bundesagentur für Arbeit "MUSS" auch keine Sperre verhängen. Sofern du beispielsweise einen wichtigen Grund für den Abschluss eines Aufhebungsvertrag hast und dieser auch in den Aufhebungsvertrag geschrieben wird, dann wird idR keine Sperrzeit verhängt.

https://www.ahs-kanzlei.de/2014/04/aufhebungsvertrag-und-arbeitslosengeld/

Dieser Artikel beschreibt das alles recht gut, auch welche Gründe die Sperre verhindern.

Möchte dein Chef die lange Kündigungsfrist umgehen, spart er sich ja auch sechs Monate dein Gehalt und die Sozialabgaben. Ich denke eine  Abfindung und ein guter Aufhebungsvertrag könnten hier angemessen und für beide Seiten vorteilhaft sein. Aufhebungsverträge sind Verträge und Verträge sind generell Verhandlungssache. Als Arbeitnehmer übersieht man dabei manchmal selber die gute Position in der man eigentlich steckt. 

Setz dich nochmal mit deinem AG zusammen und sprich ihn konkret auf deine Forderungen an. Hier falsche Bescheidenheit zu zeigen ist für dich nicht gut.

LG

Du siehst es schon richtig, dass ein Aufhebungsvertrag für dich in dem Fall keine Vorteile bringen. Wenn sie dich loswerden wollen, müssen sie dir schon eine Kündigung einreichen.

Vielen Dank für die schnellen Antworten!

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Kurz und Knapp: Ja, der Aufhebungsvertrag hat für dich nur Nachteile. (unter anderem die Sperre beim Amt)

Mein Ratschlag: Bewirb dich, warte, bis du was neues hast und kündige dann. Wenn du nichts findest, sollen die dich eben kündigen. Aber du unterschreibst bitte nichts wie einen Aufhebungsvertrag.

Hallo vielen Dank. Da lag ich mit meiner Vermutung ja ganz richtig... :-D

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Ich habe "Dr. google" schon befragt. Aber manchmal hat man dann doch gerne noch eine Meinung von Dritter Seite!

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@Himmel77

Also die Seite fand ich schon deutlich formuliert...

Wenn du einen Aufhebungsvertrag machst zum ende deiner Kündigungsfrist hat es anscheinend Vorteile, wegen gleich Arbeitslosengeld. Musst halt dem Arbeitsamt klar machen dass du eh gekündigt geworden wärst...

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@Xirain

Natürlich ist die Seite super formuliert und informativ. Danke auch für den Hinweis. Ich wollte mich auch nur mal gerade zu diesem Zeitpunkt austauschen. Danke für die Mühe...

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@Himmel77

Wenn du Zweifel und eine Rechtsschutzversicherung hast, würde ich mich sowieso beim Anwalt beraten lassen.

Auch ein Aufhebungsvertrag kann verschiedene Klauseln enthalten...

Kündigung garantiert dir halt zbsp nicht ein gutes zeugnis vom Arbeitgeber zu bekommen... was für deine Zukunft ein Stein sein könnte...

Ich weiß nicht...wir kennen deine Situation VIEL zu ungenau und die meisten hier können dich fachlich auch kaum richtig beraten...

Deswegen...ist mir persönlich zu mulmig im Bauch dir einen persönlichen Tipp zu geben.

Ich würde wohl sogar ZU dem Aufhebungsvertrag neigen, da ich 26 bin und nur einen Arbeitgeber habe. Deswegen wäre ein gutes Zeugnis des Arbeitgebers sehr wichtig für mich und ich hätte genügend Rücklagen um mal 3 Monate über die Runden zu kommen.

Allerdings bin ich rechtsschutzversichert durch meine Gewerkschaft und würde wohl eine Beratung mit einem Anwalt für Arbeitsrecht anstreben...

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