Aufhebungsvertrag nach Vorwurf über Kenntniss von Betrug unterschreiben?

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5 Antworten

Sollte deine Freundin tatsächlich Kenntnisse über einen Betrug der Firma gehabt haben, ist ein Auflösungsvertrag noch human. Leider können wir ja nur das beurteilen, was du schreibst. Ich frage mich natürlich, ob deine Freundin den Vertrag unterschrieben hat?

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Kommentar von Stressika
27.04.2016, 12:10

ich habe ihr jetzt gerade geschrieben das ich hoffe das sie ihn nicht unterschrieben hat (denke mir wäre ein art schuldeingeständnis)

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Kommentar von Interesierter
27.04.2016, 12:34

Die Kenntnis über einen Betrug im Unternehmen ist kein Kündigungsgrund, solange der Betroffene den Betrug nicht fördert oder durch aktive Maßnahmen deckt.

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Zur Unterschrift eines Aufhebungsvertrages würde ich nur dann raten, wenn die damit verbundene Abfindung so richtig gut ist, dass man einfach nicht mehr ablehnen kann.

An dieser Stelle würde ich nun zur Klage vor dem Arbeitsgericht raten. Zum Einen ist die Mitarbeiterin nicht verpflichtet, einen (möglichen) Betrug, von dem sie etwas mitbekommen hat, dem Arbeitgeber zu melden. Die Überwachung der Kollegen gehört nicht zu ihren Aufgaben.

Nach der Kündigung ist das Hausverbot durchaus rechtens. Problematisch wird es für den Arbeitgeber dahingehend, dass er den Lohn weiterzahlen muss. Der Kündigung aus diesem Grund räume ich eigentlich keine Chancen ein.

Die Mitarbeiterin hat sich, selbst wenn der Vorwurf mit dem Betrug stimmen sollte, was der Arbeitgeber im Streitfall beweisen müsste, nichts zuschulden kommen lassen. Solange sie den Betrug nicht vorsätzlich gedeckt hat, ist ihr nichts vorzuwerfen.

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Warum wendet sie sich nicht an einen Anwalt?

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Kommentar von Stressika
27.04.2016, 12:08

wird sie sicherlich noch tun, im moment muss sie sich erstmal sammeln!

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Wenn man ihr diese Kenntnis nachweisen kann, wäre die Alternative eine fristlose Kündigung wegen massivem Vertrauensverlust.

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Kommentar von Interesierter
27.04.2016, 12:38

Lieber Hans,

das sehe ich etwas anders. Solange die Kollegin mit dem Betrug nichts zu tun hat, ist hier auch kein Grund für eine Kündigung, schon gar keine ausserordentliche Kündigung gegeben.

Die Kenntnis der Verfehlung eines Kollegen ist kein Kündigungsgrund.

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Auf keinen Fall den Aufhebungsvertrag unterschreiben. Wenn sie einen Aufhebungsvertrag unterschreibt bekommt sie vom Jobcenter erst einmal eine 3 monatige Sperre. Das bedeutet, dass sie drei Monate erst einmal gar kein Arbeitslosengeld bekommt.

Wenn ihr Arbeitgeber glaubt, dass sie das getan hat, dann soll er ihr kündigen. Das wäre ein Kündigungsgrund, aber er muss es beweisen können. Sollte er sie kündigen und sie hat das nicht gemacht, dann würde ich an ihrer Stelle vor das Arbeitsgericht gehen und zumindest eine Abfindung fordern. Nach 17 Jahren Firmenzugehörigkeit bekommt sie eine ordentliche Abfindung.

Wird sie gekündigt bekommt sie sofort Arbeitslosengeld.

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Kommentar von DerHans
27.04.2016, 12:12

Die Alternative wäre eine fristlose Kündigung. Dann wird die Sperre ebenfalls eintreten.

Voraussetzung natürlich, dass man ihr diese Kenntnis nachweisen kann.

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